Taschengeld / TG - ist der Begriff unangebracht?


Anonymous

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Hallo zusammen,

 

der Titel nimmtÂŽs mir schon vorweg: Ich lese hier und da von gespaltenen Meinungen zum Begriff “Taschengeld” / “TG”. Gerade im Forum fĂŒr Kontaktanzeigen aka Lonely Hearts wird öfter mal danach gesucht. Nun weiß ich aber auch, dass der Begriff nicht bei allen Escorts so gerne gelesen wird.

Es mag nach Haarspalterei klingen, aber so oft macht halt doch der Ton die Musik. Das kann letztendlich entscheidend darĂŒber sein, ob Eure Dates zustande kommen oder eben nicht. 

 

Was haltet Ihr von dem Begriff? Sollte er beibehalten werden? Kann man ihn anderweitig & besser ersetzen?

Sollten Euch auch andere Worte einfallen, deren Nutzung Ihr fĂŒr problematisch haltet, dann schreibt dies auch gern hier. Ich bin gespannt. 

 

Freue mich ĂŒber Euren Input. Und denkt dran, bleibt lieb!
Lea

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Also, Taschengeld finde ich auch etwas daneben. FĂŒr mich kommt eigentlich nur Stundenlohn in Frage, den Damen sollte Taschengeld eigentlich lieber sein, da man dieses nicht versteuern muss ;-).

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Laut Wikipedia ist Taschengeld , Zitat ,   "  ein Geldbetrag, der wirtschaftlich AbhĂ€ngigen regelmĂ€ĂŸig zur freien VerfĂŒgung ĂŒberlassen wird " . Der Begriff ist also völlig unpassend fĂŒr die Bezahlung einer Escort. Ich bin auch dafĂŒr die Bezahlung als Honorar zu bezeichnen , wie auch bei Escort Agenturen ĂŒblich.

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Ich finde die Frage nach dem Taschengeld Ă€ußerst entwĂŒrdigend. Entweder sagt man "Honorar" dazu oder versucht man es umzugehen: "Was bekommst du fĂŒr eine Stunde/das Treffen?" 

 

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Von "Taschengeld" halte ich absolut nichts als Begriff fĂŒr meine Bezahlung. Ich nutze "Honorar", da ich auch den fĂŒr Dominas recht ĂŒblichen Begriff "Tribut" unpassend finde. Taschengeld ist halt ein Begriff der schon lange existiert, also auch schon zu Zeiten in denen es eben sittenwidrig war sexuelle Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen oder anzubieten. Da war man vermeintlich etwas kreativer mit der Umschreibung. Manchen Kunden suggeriert der Begriff halt auch sowas wie "das macht die nur nebenher, nur als Hobby" und das ist fast immer Ă€hnlich falsch wie die Vermutung, dass es sog. "Hobbyhuren" gibt.

Wir sollten es benennen wie es ist - wir sind ganz ĂŒberwiegend freiberuflich tĂ€tige Sexarbeitende und was wir fĂŒr unsere Dienstleistungen bekommen ist weder Taschengeld, noch Gehalt. Es ist unser Honorar. Mittlerweile kann ich schon an der Benutzung des Begriffs erfĂŒhlen, dass eine Person auch nicht mit der Höhe meines Honorar glĂŒcklich sein wird ;)

 

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Taschengeld geht gar nicht! Wenn jemand danach fragt antworte ich immer "Taschengeld hab ich zuletzt als kleines MĂ€dchen von meinen Eltern bekommen, heute bekomme ich fĂŒr meine berufliche TĂ€tigkeit als Sexdienstleisterin ein Honorar."

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Bei Anfragen frage ich nach „deinen Preisen“ oder „Wie viel kostet eine Stunde mit OV und GV?“, bei GeldĂŒbergabe bei Kaufmich-Dates sage ich nach dem VorgesprĂ€ch: „Hier ist dein Honorar.“ Im Bordell frage ich „Wieviel kostet es bei dir?“, und wenn ich mit dem Preis einverstanden bin, komme ich zu ihr rein und ĂŒbergebe ihr dann ohne weiteren Kommentar das Geld. Aber das Wort „Taschengeld“ kommt mir bei Prostituierten nie in ĂŒber die Lippen, auch ich finde das völlig unpassend, BegrĂŒndungen wurden ja schon genannt.

Auch das hier gern verwendete Wort Escort trifft es bei Sex-Dienstleistungen ja auch nicht so ganz. Escort ist ja dem Wort nach eigentlich eine Begleitung z. B. ins Theater, Konzert oder Restaurant, das ist hier ja eher die Ausnahme. Wenn wir ehrlich sind, geht es doch hauptsĂ€chlich um reine Sex-Treffen, bei denen man vorher und nachher noch etwas miteinander redet und evtl. etwas trinkt. Aber gut, mit dem Begriff kann ich leben. „Sexuelle Dienstleisterin,(SDL)“ klingt etwas sperrig, „Anbieterin“ ist etwas unbestimmt, den Begriff „Hure“ mag nicht jeder, und „Nutte“ hat einen abwertenden Beigeschmack. Es ist also auch nicht so einfach, hier den passenden Begriff zu finden.

Und auch der Name dieser Website „Kauf mich“ ist eigentlich unpassend: Ein Mensch kann nicht gekauft werden, nur die Dienstleistung wird gekauft. Aber inzwischen hat sich der Name etabliert.

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Soll jede es so halten, wie sie möchte und sich besser fĂŒhlt. Taschengeld klingt etwas infantil und unprofessionell, einige stehen darauf und wollen diese Info rĂŒber bringen. Honorar ist angemessen und richtig, es klingt ein wenig nĂŒchtern, viele möchten nicht nur eine Dienstleistung, die es ist, sondern auch eine gewisse EmotionalitĂ€t vermittelt bekommen, damit Körper und Geist etwas davon haben. Theoretisch ist Honorar so sexy wie AufwandsentschĂ€digung oder noch schlimmer, mit negativer Emotion, Schmerzensgeld. Wie auch immer es heißen mag, ich zahle es gelegentlich gerne zu Beginn und habe dann manchmal eine schöne Zeit. Sollte man es je nach Zufriedenheit anders benennen? NatĂŒrlich nicht! Trotzdem neige ich mitunter dazu, es zu typisieren. Rausgeschmissenes Geld, ĂŒberflĂŒssige Ausgabe oder wertvolles Event oder wunderbares und wiederholenswertes Erlebnis, das nebenbei Geld gekostet hat...

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Ach Leute, es ist doch nur das Wording.

Finde TG auch völlig unangebracht, aber auch wirklich kein Grund, sich darĂŒber mittelmĂ€ssig zu echauffieren...

Honorar passt noch am Besten, finde ich auch.

In diesem Sinne, schönes heisses Wochenende (bei knapp 30 Grad)

☀ ☀ ☀

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Eure Sichtweisen hierzu teile ich. Honorar, ganz klar.

Der Begriff Taschengeld wird nach meiner Warnehmung von Anbietenden ,also freiwillig gewÀhlt.

Ich sehe in der Wortwahl  weniger die Despektierlichkeit als eher den Hinweise versteckten Hinweis auf "nicht gewerblich".

also ganz privat... und somit keine steuerpflichtige Einnahme vielleicht ?

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Ich schĂ€tze, bzw. habe bereits von einem Kunden gehört, dass es sich fĂŒr manche Kunden besser anhört Taschengeld zu sagen, weil es ihnen dann nicht so „transaktionell“ vorkommt. Also fĂŒr manche wahrscheinlich einfach ein weiteres Ding das dazu beitrĂ€gt, dass man eine Illusion am Leben erhĂ€lt. Finde ich persönlich nicht gut, weil vor allem diese Kunden es leider sehr drauf anlegen Grenzen verschwinden zu lassen und vergessen dabei, dass es sich um eine Dienstleistung handelt. NatĂŒrlich ist es schön wenn man sich sympathisch ist, aber zu viele versuchen diese Sympathie auszunutzen 😐

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vor 4 Stunden schrieb Anonymous:

Eure Sichtweisen hierzu teile ich. Honorar, ganz klar.

Der Begriff Taschengeld wird nach meiner Warnehmung von Anbietenden ,also freiwillig gewÀhlt.

Ich sehe in der Wortwahl  weniger die Despektierlichkeit als eher den Hinweise versteckten Hinweis auf "nicht gewerblich".

also ganz privat... und somit keine steuerpflichtige Einnahme vielleicht ?

Die Annahme, dass es private MĂ€dels die als Hobby mit fremden MĂ€nnern fĂŒrs Geld schlafen gibt ist genau so naiv wie zu glauben, dass man keine Steuern zahlen muss, nur weil man gewerbliche EinkĂŒnfte als Taschengeld bezeichnet 😉

 

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vor 20 Minuten schrieb Anonymous:

jeder bekommt was er verdient bzw. verlangt

- Profils bekommen ein Honorar

- Arbeiter einen Stundenlohn

- wer Spaß dabei hat, bekommt ein Taschengeld

 

das suggeriert jetzt aber das Profis keinen Spaß haben 😉 oder bekommen die dann Beides 🙃

 

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Es ist schwierig, TG hat sich eingebĂŒrgert (Gibt ja auch Seiten die jeder kennt)

Honorar ist wirklich ein gute Alternative oder was ich schön finde wie darf ich Dir Deine Zeit vergĂŒten. Oft weiß ich auch nach Jahren nicht wie man nach den Extras fragt!

Oft habe ich erlebt, das immer wieder was angeboten wird vor Ort von der Dame und ich habe Das Geld nur abgezÀhlt dabei 

 

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vor 2 Stunden schrieb Anonymous:

das suggeriert jetzt aber das Profis keinen Spaß haben 😉 oder bekommen die dann Beides 🙃

Kommt drauf an wie hoch das Honorar und das Trinkgeld ist.

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vor 2 Stunden schrieb Anonymous:

Oft weiß ich auch nach Jahren nicht wie man nach den Extras fragt!

Kannst es ja umschreiben, wie: Was können wir denn noch so miteinander erleben? Oder Klartext: Mich wĂŒrde interessieren, ob Du mir Extras anbietest.

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Gern nenne ich den finanziellen Ausgleich Obolus, aber außer Taschengeld, welches ich mit meiner Kindheit und der Eisdiele assoziiere, ist es mir nicht so wichtig. Schön find ich, wenn der Gast fragt, wie er mir "meine Zeit vergĂŒten" darf.

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Es ist schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem - ich finde den Begriff auch unappetitlich. "Honorar" passt, auch wenn sich das eigentlich nur auf Freiberufler bezieht. Ich frag in der Regel, mit welchem Betrag ich mich bedanken darf, und nehme im GesprĂ€ch Bezug auf den "Umschlag" (will sagen, den Briefumschlag mit der VergĂŒtung). So ist das fĂŒr alle etwas wenig awkward.

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