Anonymous Geschrieben 30. Oktober 2024 Share Geschrieben 30. Oktober 2024 Hi zusammen, habt ihr mir Tipps oder Ratschläge, wie ich eine „feste“ Herrin finden kann? Ich vermiss das so… und zwar würd ich gerne keine einzelne Sessions bei Damen haben, sondern so richtig als Sklave eingebunden. mich werd noch verrückt und bin verzweifelt, weil ich hier niemanden kennen lerne und auf einer anderen Plattform auch nicht. Ich wäre über jeden Ratschlag dankbar lg kev Link zu diesem Kommentar
Anonymous Geschrieben 30. Oktober 2024 Share Geschrieben 30. Oktober 2024 Solche Anliegen und die dazu gehörigen Anfragen, trudeln bei mir und vermutlich vielen anderen dominanten Damen alle paar Tage ein und sind erstaunlich weit verbreitet. Es ist immer dasselbe - die vermeintlichen "Sklaven" würden am liebsten 24/7 um die Dame herum sein, und am besten noch im Keller über Nacht festgekettet. Weiter denken die Personen nicht. Sehr oft stammen diese Anfragen von Personen, die noch nie bei mir zu einer Session waren und mich entsprechend gar nicht kennen. Da beginnt das Problem schon für mich. Auch ich möchte in so einer Konstellation nicht austauschbar sein. Wer bei mir eine feste Versklavung anstrebt, soll bitte auch mich und nicht „irgendwen“ meinen oder eine Phantasie umsetzen wollen, die mit mir absolut nichts zu tun hat. Ich gehe mal davon aus, dass das auch bei anderen Damen so ist. So eine Dynamik ist in der Regel nicht ganz oberflächlich, und ich kann sie mir beim besten Willen nicht mit irgendwem vorstellen. Deswegen ist es für mich persönlich auch nur denkbar, wenn ich mein Gegenüber schon gut kennenlernen konnte, und zwar im Rahmen von einigen gemeinsamen Sessions über einen längeren Zeitraum. Ja, bezahlten Sessions. Neben solchen Startschwierigkeiten gehen die Ansichten, wie langfristige "Sklavenhaltung" gestaltet sein soll, doch massiv auseinander. Die selbsternannten Sklaven möchten – nicht immer, aber doch recht oft – keinen oder lächerlich wenig Tribut entrichten, wenn sie eine feste Herrin suchen. Wo relativ klar ist, dass bei einer dauerhaften „Versklavung“ üblicherweise nicht weiterhin so hohe Stundenpreise erhoben werden wie bei einzelnen Besuchen im Studio, so sollte allerdings ebenfalls klar sein, dass wir in der Regel nicht privat suchen und definitiv auch eine monetäre Kompensation für unsere Zeit erwarten. Nicht so sexy (wenn man nicht gerade auf Findoms steht), aber wer das aus den Augen verliert, ist naiv. Ja, über die Zeit entwickelt sich im Optimalfall auch eine persönlichere zwischenmenschliche Beziehung. Man lernt sich besser kennen. Aber wir sind halt auch nicht nur Dominas, deren Beruf und Berufung der Umgang mit (vermeintlichen) Sklaven ist, eine Aufweichung der professionellen Distanz beschädigt für manche Menschen auch das Machtgefälle, welches sie für diese Konstellation benötigen. Die Sklaven möchten oft eben nicht nur alltägliche Dienste ausführen, sondern stellen sich unter „fester Sklave“ oft Lustspielzeug, Begleitung der Herrin oder gar regelmäßige Sessions vor. Tatsache ist, dass so ein fester Sklave vielleicht mal den Chauffeur spielen, Besorgungen machen, Dinge erledigen, Aufträge ausführen kann. Hin und wieder wird er eventuell als Accessoire an Veranstaltungen spazieren geführt oder auch in Sessions mit zahlender Kundschaft eingebaut. Aber der überwiegende Teil der Personen, die mich diesbezüglich angeschrieben haben, möchten im Grunde das haben, was allenfalls eine private Beziehung mit einer dominanten Frau erfüllen könnte – also regelmäßige Interaktion in Form von Sessions, das Eingebunden sein in die alltäglichen und vor allem privaten Belange der Dame, rund um die Uhr die Möglichkeit zum Kontakt haben usw. Manche möchten auch wie gesagt direkt einziehen und im Keller oder neben dem Bett angekettet werden und nur noch ihr „Sklavenleben“ führen. Woher sie dann allerdings das Einkommen haben sollen, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, das überlegen sie sich in den seltensten Fällen. Es ist halt offensichtlich bei vielen ein unausgegorener und schlecht überdachter Wunsch. Für andere schlicht nur eine Wi**sphantasie. Sicher sind nicht alle so, aber recht viele haben diese naiven Vorstellungen. Mir kommt das dann eher vor, als ob viele dieser Personen eine regelmäßige Unterhaltung und Sessions möchten, ohne den entsprechenden Preis dafür zahlen zu müssen. Alternativ völlig realitätsfremd sind. Oder beides. Für mich ist das jedenfalls nicht gerade ansprechend. Skurril wird das besonders dann, wenn sie etwas von 24/7-Versklavung phantasieren, und dann erstaunt feststellen, dass der Job, Familie und das eigene Sozialleben doch mehr Raum einnehmen als gedacht, und öfters die aufgetragenen Dinge gar nicht einfach umsetzbar sind. Ich möchte gar nicht sagen, dass diese Art "Herrin/Sklave"-Beziehungen nie funktionieren! Dem ist nicht so. Ich kenne genug Kolleg*innen, die seit Jahren ihren festen Sklaven/ihre Sklavin und eine schöne und vertrauensvolle Beziehung zu ihnen aufgebaut haben. Aber das funktioniert nur, wenn man im Vorfeld die eigenen Vorstellungen sehr klar kommuniziert und den Umfang der Versklavung genau absteckt. Und wenn klar ist, dass das Privatleben der Herrin auch privat bleibt. Fast immer sind diese Sklav*innen in solchen Beziehungen vorher lange Zeit Stammkunden der jeweiligen Kolleginnen gewesen und haben sich über die Zeit deren Vertrauen erarbeitet. Manchmal verschwimmen dann auch die Grenzen zwischen beruflicher und privater Beziehung. Das ist in meinen Augen ok, solange das von allen Beteiligten so gewollt ist. Ein Aspekt bleibt aber fast immer – der monetäre. Das muss, wie schon erwähnt, nicht dasselbe Honorar wie der reguläre Stundentarif für eine Session sein. Die wenigsten könnten sich das auf Dauer leisten. Aber ganz ohne monetäre Kompensation für die Zeit der Herrinnen laufen solche Beziehungen dann doch nicht ab. Es gibt sehr wichtige Unterschiede zwischen "fester" und "privater" Sklave. Private Sklaven sind auch tatsächlich Spielpartner*innen, mit denen ich nie in irgendeiner beruflichen Beziehung gestanden habe, oder stehen werde. Da ist die Beziehung wie jede andere persönliche Beziehung zwischen Femdom und passivem Partner. Ich bin dann auch nicht die Domina, sondern investiere viel meiner privaten Zeit und das gerne. Diese Menschen habe ich auch nicht als Madame Simone über ein Portal wie KaufMich kennengelernt, sondern als Privatperson. Ein fester Sklave, der mich als Domina kennengelernt und mein Vertrauen erworben hat, ist eine gänzlich andere Sache. Auch da respektiere ich den Menschen, schätze den Sub und auch da kann ich eine Beziehung aufbauen, aber die Positionen bleiben immer klar – ich bin die Domina und ich werde für meine Zeit in angemessener Form auch entlohnt. Für mich persönlich kommen feste Sklaven auch nur dann in Frage, wenn sie ohne Anhang sind, oder deren Partner*innen von der Dynamik wissen, zeitlich flexibel und auf dem Boden geblieben, was die Erwartungen angeht. Und natürlich muss ihnen klar sein, wenn sie zb. denselben Tribut für eine reguläre zwei- oder dreistündige Session für jeweils einen Monat entrichten, dass sie nicht das Rundum-Sorglos-Paket mit der Dauerbespaßung erwarten können. Die Zeit, die feste Sklaven in Anspruch nehmen, kann ich ja nicht in meine regulären Gäste investieren. Lange Rede, kurzer Sinn: entweder Du lernst eine Privatperson kennen, und zwar als Mensch (!) und nicht nur als Herrin, und vielleicht entwickelt sich über die Zeit ein Interesse an so einer Dynamik. Dann bist Du aber auf einem Portal wie KaufMich vollkommen falsch. Oder Du suchst eine Domina oder Bizarrlady, bei der Du erst einmal ein paar Sessions buchst, damit sie sich davon überzeugen kann, dass Du zuverlässig, kompatibel, diskret, gepflegt (und was man sonst noch so an Ansprüchen haben kann) bist. Willst Du von jetzt auf gleich so ein Herrin-Sklave Verhältnis, ist das ziemlich sicher nur möglich, wenn Du tiefer als üblich in die Tasche greifst, und ich nehme an, dass Du nicht mehr "nur" einzelne Sessions möchtest, weil sich das auf Dauer summiert. Komm auf den Teppich. Lerne Menschen in der privaten BDSM Szene, auf Stammtischen etc. kennen. Als Personen, nicht Funktionen. Vielleicht begegnest Du da Deinem privaten dominanten Gegenstück, das dann allerdings den Menschen interessant findet, nicht "nur" den Sklaven. Entsprechend musst Du auch menschlich was bieten. 1 Link zu diesem Kommentar
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