In dieser Woche möchten wir Euch eine Buchbesprechung nicht vorenthalten, die es in sich hat. Unser Gastautor WileECoyote hat ein kleines Büchlein entdeckt, das sowas wie ein Paysex Ratgeber ist. Auch wenn der Titel auf den ersten Blick missbilligend klingt, ist es das Buch nicht. Aber lest selbst! Es gibt wohl zehntausende Ratgeber zu allen möglichen Belangen, von der Geranienpflege zur Vermeidung von Fehlauffassungen bei Glaubensfragen; überall gibt es Experten, die uns nicht nur wegen ihrer ständigen Präsenz im Fernsehen auf die Nerven fallen, sondern uns außerdem permanent vor Augen führen, dass wir unser Leben irgendwie falsch führen, oder zumindest Dinge besser machen könnten.

 

Das liegt unter anderem daran, dass sich heutzutage viel zu viele Menschen für Experten in irgendetwas halten. Lesen Sie ein wenig im Internet herum. Sie werden feststellen, dass es im Informationszeitalter Scharen von Testfahrern, Filmkritikern und Gourmetköchen gibt. Daher war bei einem Ratgeber, der sich mit Paysex beschäftigt, von vornherein Misstrauen angebracht. Zusätzlich entstand aufgrund des despektierlich und provokant geratenen Titels noch mehr Skepsis, aber es stellte sich bereits auf der ersten Seite Erleichterung ein, denn es geht Moritz T. Lehman keinesfalls darum, Prostituierte herabzuwürdigen. Ganz im Gegenteil, sein Ratgeber fordert Respekt und Verständnis für Dienstleisterinnen, und räumt mit einigen falschen Auffassungen zum Thema Paysex auf. Man könnte auch sagen, er setzt Männern in einigen Punkten den Kopf zurecht. Als Ratgeber fordert Nutten niemanden dazu auf, Paysex als Freizeitbeschäftigung aufzunehmen. Vielmehr geht Lehmann davon aus, dass beinahe jeder irgendwann einmal, wenn nicht regelmäßig, die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nimmt, und es dann auch gleich mit etwas Sinn und Verstand angehen kann. Der kleine Ratgeber für den interessierten Mann ist wohltuend kurz gehalten, treffend und spitzzüngig formuliert, schweift nicht ab und hat keine Längen. Daher freut es das weniger lesende Geschlecht, dass es nur 34 Seiten sind, die es allerdings in sich haben. Es ist keine umfassende Abhandlung über erfolgreichen Paysex, sondern ein Ratgeber für Männer, die nach einem besseren Erlebnis suchen, und der nach einer kurzen Einleitung sofort zur Sache kommt. Dabei handelt es sich eigentlich um eine gelungene Mixtur aus Ratgeber und höchst unterhaltsamem kleinen Buch, in dem alle möglichen Scheinheiligkeiten, Lügen und faule Ausreden von Menschen und Institutionen zum Thema Paysex in schmunzelnder, ironischer und bisweilen sarkastischer Weise entlarvt werden. Man kommt aus dem Grinsen kaum noch heraus, und lacht bisweilen laut, was bei Ratgebern eher selten vorkommt. Die Anleitung zu besserem Paysex ist außerdem so unterhaltend, dass ich Nutten am nächsten Tag gleich noch einmal gelesen habe. Nichtsdestotrotz hat Lehmann sich offenbar recht lange persönlich mit dem Thema beschäftigt, und bietet guten Rat für alle, die ihre Paysex-Erfahrung verbessern möchten. Einiges davon klingt, als hätte er Prostituierten zugehört, oder die entsprechenden Erfahrungen selbst gemacht. Nutten erklärt mit hintergründigem Humor unter anderem Wechselwirkungen der Kommunikation zwischen Prostituierten und Freiern, wobei sich einige Dienstleisterinnen wünschen werden, dass möglichst viele ihrer Gäste entweder gleich jemand wie Moritz T. Lehmann sind, oder doch zumindest seinen Ratgeber gelesen haben. Nutten gibt es nur bei Amazon und kann mit der kostenfreien App oder auf dem Kindle gelesen werden: Moritz T. Lehmann: Nutten: Kleiner Ratgeber für den interessierten Mann, 2016 als Ebook bei Amazon

 

Written by Gastautor


7 Kommentare

Anonymous

Geschrieben

Da Sie den Titel des Buches als unangebracht bezeichnen, kann ich nur davon ausgehen, dass Sie weder Lehmanns Buch noch die Rezension dazu gelesen haben. Trotzdem schreiben Sie diesen hanebüchenen Blödsinn und geben sich so der Lächerlichkeit preis. Dass Sie den Titel als unseriös empfinden, liegt offenbar daran, dass Sie es nicht einmal geschafft haben, bis zum dritten Abschnitt der Rezension zu lesen. Ein ‚Blick ins Buch‘ bei Amazon hätte auch geholfen, denn der Autor erklärt seine Titelwahl schon auf Seite eins. Zweifellos ein Problem mit der Aufmerksamkeitsspanne, leider aber nicht Ihr einziges: Sie entblöden sich nicht, ungelenk von ‚nicht seriös‘, ‚Qualität des Buches‘ und ‚wertlos‘ zu schreiben, wobei Sie auch noch offen zugeben, dass es sich um reine Spekulation Ihrerseits handelt, und schließlich werfen Sie noch dem Kaufmich-Team Nepotismus vor. Eine Glanzleistung. Daher, Glückwunsch zum mit Abstand allerdümmsten Eintrag, der je in einem Forum stand.

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Anonymous

Geschrieben

Das ist einfach nur ein provokanter "Clickbait"-Titel um Aufmerksamkeit zu erhaschen, dies ist alles andere als seriös, ja geradezu Bild-Zeitungsniveau, und auch in meinen Augen unangebracht. Über die Qualität des Buches kann ich nur aufgrund der mir gegebenen Informationen spekulieren, aber mein Gefühl sagt mir dass es für mich wertlos ist - Clickbaiting wird nämlich gerne bei wertlosen Inhalten gemacht um das Interesse zu erhöhen. Eure Eingansfrage suggeriert mir ausserdem unterschwellig, dass das Kaufmich Team in irgendeiner Art und Weise mit dem Autor "verbunden" ist ;) LG teleferic

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Anonymous

Geschrieben

Warum, Andreas? Gibt doch genug kostenfreie Programme, die es für jeden Reader konvertieren können. Hier wird Dir geholfen: https://www.lesen.net/ebook-news/kindle-books-ins-epub-format-konvertieren-so-gehts-11850/

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Anonymous

Geschrieben

Hallo Ishtar, hast Du den Text gelesen? Auf den Titel geht der Gastautor explizit ein und begründet auch, warum er diese Buchbesprechung geschrieben hat. lg dein Kaufmich Team

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Anonymous

Geschrieben

Der Titel ist unangebracht ! Was ist dann der Kunde ? Ein Nuttenhengst, Hurenbock oder was ? Lach mich scheckig! Das tut weh!

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Anonymous

Geschrieben

Der Titel ist taktisch super gewählt. Dann kaufen es nämlich genau die, die es auch nötig haben, so einen Inhalt vermittelt zu bekommen. Sehr klug vom Herrn Lehmann *g*.

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Anonymous

Geschrieben

Schade das es nur für den Kindle angeboten wird.

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