Jeden 2ten Sonntag im Mai, zwar nicht als offizieller Feiertag, wird aber mit viel Enthusiasmus so versucht , der Leistung des Mutterseins Ehre angedeihen zu lassen.
Viele führen den Muttertag im Ursprung auf die amerikanische Frauenbewegung zurück.
Die Amerikanerin Anne Marie Reeves Jarvis hat 1865 einen „mother friendship day“ ins Leben gerufen.
Der Gedanke war, dass dort sich Mütter zu aktuellen Fragen austauschen konnten.
Ca. um 1870 hat Julia Ward Howe eine weitere Initiative namens „peace and motherhood“ gegründet.
Hierbei ging es ihr vorrangig darum, dass die Söhne nicht mehr in den Krieg ziehen mussten. Es war ihr eine Herzensangelegenheit, dieses große Leid den Müttern zu ersparen.
Fortgeführt und somit den Muttertag in der Form begründet, wie wir ihn heute kennen, hat ihn Anna Marie Jarvis aus Philadelphia.
1980 wurde der Festag offiziell in Philadelphia gefeiert, das sich bis heute dessen rühmt.
Die Idee traf den Zeitgeschmack.
Am 09.05.1914 verkündete der amerikanische Präsident Wilson, den 2ten Sonntag im Mai (dem Todestag von Anne Marie Reeves Jarvis) künftig in den USA als „öffentlichen Ausdruck für die Liebe und die Dankbarkeit“ den Müttern gegenüber zu feiern.
Es war ein jahrelanger Kampf, diesen Tag in Amerika als Feiertag durchzusetzen, den die Tochter der Begründerin unter Woodrow Wilson gewann, denn da wurde der Muttertag zum Feiertag in Amerika.
Zeitgleich entstanden dann auch in Europa “Frauenbewegungen“ die mehr Rechte, mehr Anerkennung, bessere Bildungschancen für Frauen/Mädchen auf diesem Weg forderten und befürworteten.
So entstand unser heutiger Muttertag in dieser Form!
Aber man vergisst, dass bereits viel früher, sehr viel früher auch schon andere Nationalitäten, andere Völker diesen Gedanken hatten, der Mutterschaft und der damit verbundenen Leistung der Frauen Anerkennung zuteil werden zu lassen.
So gibt es sehr viele frühere Hinweise auf ein Fest zu Ehren von Müttern.
Z.B. in der griechischen Antike wurde Reha im Frühling verehrt, sie war die Göttermutter.
In England , zu Zeiten von Heinrich III (1216-1239) eben des 13. Jahrhunderts feierte die Bevölkerung einen „mothering sunday“ einen Tag lang.
An dem der Mutter Kirche für ihre „Mutterschaft“ gedankt wurde.
Zu diesem Feiertag der Kirche gehörte es schon damals, dass der leiblichen Mutter an diesem Tag Dank ausgedrückt wurde.
Den Müttern wurde dann festlich gedankt.Der Brauch war noch im 17.Jahrhundert gang und gäbe in England.
Aber jetzt wieder zurück ins Jahr 2015 und dazu wie sich der moderne Muttertag entwickelt hat.
Dass dieser Tag nicht begangen wird ist uns kaum vorstellbar.
Da ist zum Einen, dass die ganze Familie die Mama verwöhnt. Mit Frühstück ans Bett. Mit gebastelten Geschenken der Kids, mit viel Liebe und Gefühl.
Mit Blumensträußchen und Essen gehen.
Mit Ausflügen im warmen Sonnenschein.
Und dennoch „graut“ es manchem Müttern/Vätern/älteren Kinder davor.
Warum?
Weil der Muttertag zu einer „konsumorientierten Pflichterfüllung „verkommen“ ist. Veranstaltungen mit „standardisierten“ Ritualen.
Der Umsatz für Kaufleute und Blumenhändler ist fest kalkuliert und macht es für manchen zu einem eher peinlichen Hürdenlauf.
Das ist die andere, kommerzielle Seite. Die mich, zugegebenermaßen manchmal schon sehr abschreckt.
Da diese Art von Kommerz den Muttertag auf etwas reduzieren kann, was so nicht Sinn der Sache ist.
Und jetzt dazu: wie passt das Thema „Muttertag“ ins Magazin von kaufmich und wie zu der Welt des P6.
So manche von Euch haben Kinder in den verschiedensten Alterstufen: Beides, Escort und Mutter sein und das unter den berühmten „Hut“ zu bringen ist ein Drahtseilakt.
Das macht sie deswegen nicht zu schlechteren Müttern. (Ich weiß das aus eigener Erfahrung ;-))
Mit Sicherheit werden die meisten sich schon mit dem einen Gedanken auseinander gesetzt haben :
„Sage ich meinen Kindern, was ich als Job mache oder besser nicht?“
In unserer, so scheinbar modernen und aufgeklärten Zeit ist Prostitution nach wie vor ein Tabu.
Die Moraleinstellung ist bei vielen noch nicht gereift, den Job der Escort anzuerkennen wird nach wie vor mit Ablehnung belegt.
Welch eine verkehrte Welt, wie z.B. in Schweden : dort ist Prostitution zwar erlaubt, aber der „Kauf von Sex“ ist unter Strafe gestellt.
Dass Kinder von Escorts dann quasi „stigmatisiert“ werden (Schule/Umfeld/Freunde) ist sehr wahrscheinlich.
Probleme mit Behörden können entstehen, weil auch da die Blickrichtung immer noch sehr einseitig sein kann.
Will/kann/darf eine Escort dann dieses „Outing“ ihren Kindern gegenüber wagen?
Oder ist es besser den Kindern diese Welt zu verschweigen?! Sie so zu schützen?
Und hier kommt wieder der Muttertag ins Spiel und zum Tragen.
Der Sinn, warum auch in diesem Bereich, auf kaufmich und im Magazin der Muttertag thematisiert werden kann und darf.
Muttersein heißt, dass jede Frau dieses Muttergefühl in sich hat. Dass es vollkommen egal ist, was sie beruflich macht. Mutter sein heißt auch, Verantwortung für sein Kind zu tragen und da spielt es definitiv keine Rolle, welchen Beruf eine Frau ausübt.
Dieses „Muttergefühl“, das ja mit dem Muttertag geehrt werden soll, wird sie die richtige Entscheidung treffen lassen.
Sage ich es meinem Kind oder nicht?!
So, ich hoffe ich habe Euch nicht gelangweilt mit meinen Gedanken zum Muttertag.
Mir liegt es fern, jemandem zu nahe zu treten oder meine Gedanken aufzudrängen.
Drum führe ich auch nicht meine Entscheidung an, die ich bereits getroffen habe.
Ich wünsche allen Müttern und denen die es werden und werden wollen, einen schönen,und hoffentlich sonnigen Muttertag.