Gastautor und Kaufmich Community Mitglied Zappelphilip hat uns zwei Gedichte von Robert Preuße eingeschickt, die beide um das schönste Hobby der Welt kreisen. Sie sind teilweise ein wenig melancholisch, aber durchaus lesenswert. Wir hoffen, sie gefallen Euch! ***

 

 

 

„Einsam in der Stadt“  

 

Ich - im Antlitz dieser Stadt, entferne mich meiner Selbst. Und entwandle dem Lichte matt, hinein zur erotisierenden Welt.  

 

Drin ich zum Prinz gekrönt, denn Geld die Liebe schönt. So dass für kurze Zeit, mir sich gönnt, Zweisamkeit.  

 

Aber diese Sterne kurz, fallen hinab in den Sturz. Wenn des Geldes Haufen, schönster Liebe abgelaufen.  

 

Und ich dem Antlitz dieser Stadt, als ein Einsamer entrinn. Sind zu mir die Blicke matt, ICH – der Sehnsucht zu Gewinn.  

 

© Robert Preuße  

 

 

 

 

 

„Gedanken zu einem Callgirl“   

 

Erstmals beisammen und beide schon nackt. Vollbringen wir süß, den Liebesakt. -  

 

Der Landung nach, zwei Stunden sind vorbei. Folgend der Bezahlung, bleibt ein einsamer Schrei. -  

 

So im trauernden Fall, rase ich gen Schlucht. Drum mehret euch, ihr Finanzen mein.  

 

Und entnehmet mir diesen Sehnsuchts- schein. - Dieser kommt, sobald die „Liebste“ sich entfernt.  

 

Jene rein aus Verpflichtung, mich des Geldes wegen umschwärmt! Oh weh! So Zart scheint dein Wesen!  

 

Ich dir danke, Dir du himmlischste Frau, dass für kurze Zeit, du meine Seele hast genesen.  

 

© Robert Preuße

 

Written by Gastautor


  • Ich liebe es! 1

2 Kommentare

Anonymous

Geschrieben

Leider hat der erste Kommentator dieses Werkes weder Ahnung von Lyrik noch von Literatur. Die Werke hier sind gelungen. Möchte nicht Wissen, wie er als weinerlicher Schulknabe geschrieben hat geschweige denn ob er jetzt besser schreibt bzw. tiefgründig lesen kann. Im lyrischen gibt es nun mal mehr Freiheiten als im Prosa, Aber was rede ich einen blinden Gaul ins Ohr, der weder im Stande ist zu fühlen als noch 'Lyrik richtig zu lesen und wahrscheinlich dem heutigen Zeitgeist, furchtbarer, reimloser und eben zeit gemäßer sinnloser Lyrik verfallen ist. Ich finde dieses Werk sehr gut und stehe auch dazu.

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Anonymous

Geschrieben

Besten Dank, oder wie es hier heißt "Ich dir danke", aber bei aller Toleranz für gelegentliche Ausschweifungen, denn dafür sind wir alle hier: wenn ich sehe, wie hemmungslos hier die wehrlose deutsche Sprache genotzüchtigt wird, mag doch ein mahnendes Wort angebracht sein. Den üblichen Satzbau möglichst zu entstellen, ist jedenfalls keine angängige Strategie, um Lyrik zu produzieren. Insgesamt stehen diese weinerlichen Verse weniger einem Dichter an, als einem schwärmerischen Schulknaben, der gerade von der Nachbarstochter in die Geheimnisse der Liebe eingeweiht wurde, oder was er eben so dafür hält. Da kann man sich noch so angestrengt in einen tränenseligen Modus versetzen, es kommt leider nichts bei raus, nicht mal ein "Sehnsuchts-schein", zumal sich der Autor bei jedem Ansatz sich zum lyrischen Höhenflug aufzuschwingen unweigerlich in den Fallstricken des Sprachgebrauchs verfängt oder in die Untiefen der Grammatik abstürzt, so ist "genesen" ist nun mal kein transitives Verb. Dabei holpert das Metrum wie ein alter Ackergaul und das Reimschema hat der Autor im Griff wie ein Reiter sein Pferd, das gerade durchgeht, und ihn mit schnaubenden Nüstern in die entlegensten Wortwüsten und Gefilde des Unsinns mitreißt. Da bleibt, wenn die Anrufungen an die Muse schon ungehört geblieben sind, nur der fromme Stoßseufzer "Drum mehret euch, ihr Finanzen mein."

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