Domina MadameSimone hat für uns diese Woche im TOP Blog ein Thema aufgeworfen, das immer wieder zwischen Kund*innen und Escorts ausdiskutiert wird und sogar zum Streit führen kann. Wir verraten nur so viel: "Nicht alles ist käuflich." Oder doch? Lest selbst:

 

Die meisten Kolleg*innen kennen es - man bekommt eine Anfrage, erst einmal noch ganz höflich formuliert. Ungünstigerweise ist es eine Praktik oder ein Setting, das man selbst nicht anbietet (damit meine ich ausdrücklich nicht AO - wer das anfragt, wird sofort ignoriert, nachdem er meine deutliche Meinung dazu gehört hat!). Man sagt also "Nein Danke, das biete ich nicht an. Ich könnte Dir aber dieses oder jenes anbieten."

Soweit so gut. Man hat es ja mit erwachsenen Menschen zu tun, und erwartet, dass ein nein, also die eigenen gesetzten Grenzen, respektiert werden, oder?

Tja, weit gefehlt! In über 50% solcher Fälle, versuchen die Anfragenden dann, mich zu überreden.

"Aber warum denn nicht? Du könntest das doch bestimmt super!"

"Kannst Du nicht einmal für mich eine Ausnahme machen?!"

"Ich will das aber mit Dir, Du bist doch Domina, das kannst Du doch machen!"

"Ich bezahle auch das Doppelte, sei doch nicht so!"

Manchmal werden sie so hartnäckig, dass ich sie blockieren muss, nur um festzustellen, dass auf anderen Kanälen weiter gedrängelt wird. Selbst auf meinen social media Kanälen wird dann gebettelt und genörgelt wie unfair das doch sei.

Wenn auch das nichts bringt, wird man beleidigt.

Lasst es mich mal ganz deutlich formulieren:

Wer ein Nein bei einer Anfrage nicht akzeptiert, wird keinen Termin mit mir bekommen. Auch nicht für ein anderes Setting und mit Praktiken, die ich anbiete!

In der Sexarbeit ist gegenseitiges Einverständnis Voraussetzung. Das Mindestmaß an Vertrauen darauf, dass nichts passiert, was einer von den Beteiligten nicht will. Ich ziehe ja als Domina auch nicht einfach mein Ding durch, ohne Rücksicht auf die Vorlieben und Tabus meiner Gäste. Wenn also jemand nicht akzeptiert, dass auch ich Grenzen habe, dann wird diese Person keinen Fuß in meine Nähe setzen. Die persönlichen Grenzen und No Go's anderer Menschen sind zu respektieren, ohne wenn und aber. Vielleicht findet sich ja eine andere Kolleg*in, deren Ding genau das gewünschte Szenario ist. 

Der Versuch mit mehr Geld etwas zu bekommen, was jemand anderes nicht machen möchte, ist absolut daneben und bringt niemanden weiter. Man kann unsere Dienstleistungen kaufen, aber nicht uns.

Und mal ernsthaft - wollt ihr wirklich ein Szenario, von dem ihr ganz genau wisst, dass das Gegenüber absolut keinen Spaß daran oder sogar eine explizite Abneigung dagegen hat? Etwas, was eine Person vielleicht nur deswegen tut, weil sie gerade dringend muss? Dann würde ich die eigene Motivation aber mal ganz dringend hinterfragen! Wir sind keine Gegenstände, keine Wegwerfartikel zur einmaligen Benutzung. 

 

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Was ist eigentlich die Sexdating Community Kaufmich?

Kaufmich.com ist ein kostenloses soziales Netzwerk für Dienstleister und Kunden aus der Escort-Branche. Sexkontakte mit Hobby-Huren, Studentinnen für Girlfriendsex, leidenschaftlichen Typen und Trans* Personen für heiße Abenteuer, Escort-Agenturen, Bordelle und Kunden - hier findet jeder, wen er sucht und kann jeden direkt kontaktieren, egal ob hetero, bi oder schwul. Mit dieser Community bringen wir das älteste Gewerbe der Welt ins 21. Jahrhundert!

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Auf Kaufmich wird Sexarbeit als eine sehr persönliche Dienstleistung verstanden und Anbieter*innen, Kund*innen und Gewerbe als anerkannte Mitglieder unserer Gemeinschaft gesehen. Bei Kaufmich gilt die gesetzliche Kondompflicht und das Werbeverbot für sexuelle Dienste ohne Schutz.
 
 
 
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Anonymous

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Ich als Kunde habe ja eher die umgekehrte Befürchtung, dass die Escort-Dame etwas nur wegen des Geldes macht und einem schnell und lustlos dabei abserviert. Wobei ich vollkommen verstehen kann dass nicht jeder Kunde einem liegt (nicht sympathisch, gepflegt oder was auch immer ist) aber dass dann lieber vorab klar kommuniziert wird anstatt nur die Geldscheine im Auge zu haben. Somit betrachte ich "nicht alles ist käuflich" sollte für beide Seiten gelten, gewisse Grenzen sollten von Kunden respektiert, aber auch von den Escort-Damen ehrlich kommuniziert werden (nicht nur bzgl. mancher Praktiken).

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