Was war damals meine Motivation, in den Escortservice einzusteigen?
Ich lernte eine Frau kennen, die mich faszinierte. Sie war 28 Jahre alt, kam aus Polen und versorgte durch ihren Job als Callgirl in der Schweiz ihre drei Kinder zu Hause als alleinerziehende Mutter. Ina, so ihr Künstlername, war eine Erscheinung.
Wo sie lief und schlief, machte sie die Männer verrückt. Es war kaum möglich, mit ihr durch ein Kaufhaus zu gehen, ohne dass sich die Kerle fast den Hals verrenkten. Dabei war sie keinesfalls obszön oder billig, sondern immer elegant gekleidet, hatte eine perfekte Figur, langes volles Haar und ein bildschönes Gesicht. In ihr sah ich eine selbstbestimmte und taffe Frau, die sich ihrer weiblichen Reize voll und ganz bewusst war, diese auskostete, mit ihnen spielte und am Ende damit Geld verdiente. Sie war für mich zu dieser Zeit der Inbegriff einer starken, eigenständigen Frau, die straight ihren Weg ging. Die Psychologie bezeichnet diese Art der Motivation als Modelllernen (Bandura). Ina war mein Modell, ich ihr Beobachter und ich lernte. Die Tatsache, dass sie nicht den ganzen Tag in einem Etablissement herumsitzen musste, sondern ihren Tag so gestaltete, wie sie es wollte, faszinierte mich. Zudem empfand ich es als besonders geheimnisvoll, wie sie zu fremden Männern fuhr, um eine teure Dienstleistung zu erbringen. Aufregend war für mich die Vorstellung, dass Männer bereit sind, viel Geld zu bezahlen, um mit einer Frau zusammen sein zu dürfen. Welche Macht hatten diese Frauen über diese Männer? Was hatten diese Frauen an sich, dass Männer so viel Geld ausgaben, um nur für ein paar Stunden kostbare Zeit mit ihnen zu verbringen?
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Kann man im Escortservice reich werden?
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Seiten: 352