Unser Top Blog der Woche von Kaufmich Community Mitglied und Escort the secretary dreht sich um die Frage, wie man Sexarbeit mit dem Jobcenter unter einem Hut bekommt. Ein Thema, dass manche Escorts beschäftigt. Wer sich weiter zu dem Thema schlau machen möchte, dem empfehlen wir, sich im Sexworker Forum zu registrieren und Rat zu suchen. ***

 

Ich mach' das hier ja nicht ganz zum Spaß. Viel lieber wäre es mir, ich fände einen Mann, der mich begehrt und wir ließen's einfach so krachen, aber im Jänner hatte ich bedenklich wenig Geld in der Tasche.

 

Hintergrund: Ich bin seit Jahren krank (nichts ansteckendes) und weil mir meine kranke Versicherung gleich mal den Stuhl vor die Türe gestellt hatte, bin ich nicht mehr auf die Füße gekommen. Es hat fast drei Jahre gedauert, bis ich endlich vor Gericht siegte und wieder krankenversichert war. Bis dahin war das Kind nicht nur in den Brunnen gefallen. Ich arbeite seit fünf Jahren nicht mehr und mit 49 Jahren habe ich auch kaum eine Chance auf eine halbwegs gute Beschäftigung.

 

Also habe ich mich im Jänner entschlossen mir etwas dazu zu verdienen und habe mich prostituiert. Meine Gewinnerzielungsabsichten waren und blieben gering. Ich wollte über die Runden kommen. Viele Freier machen es mir mit ihren absurden und kranken Wünschen leicht, wenig zu vögeln.

 

Gleich nachdem ich meine Anzeige geschaltet hatte, meldete sich ein eigenartiger Anrufer. Ich hatte schnell den dringenden Verdacht, daß es sich dabei um einen Herrn von der Polizei handelte, der prüfen wollte, ob ich im Sperrbezirk vögle, um mich dann unmittelbar in die Pfanne zu hauen. Dazu kam es nicht, denn ich bin zwar psychisch krank aber nicht geistig behindert. Trotzdem habe ich mir das eine Warnung sein lassen und mein "Gewerbe" ordnungsgemäß beim Finanzamt angemeldet und auch der Arge habe ich mitgeteilt, wie ich mir ein paar Hunderter dazu verdiene.

 

Und jetzt kommt's:

 

Der Amtsschimmel wiehert laut und hat eine fette Erektion!

 

Damit ich weiterhin Alg II kriege, verlangt das Jobcenter von mir allerlei Unterlagen und einige der Forderungen sind durchaus billig, jedoch gibt's im Leben nicht nur Grauzonen sondern es gibt auch sehr klare und trennscharfe rote Linien. Eine davon ist StGB § 181a ( http://dejure.org/gesetze/StGB/181a.html - Zuhälterei) Und über eine ist das Jobcenter München Nord wohl drübergestolpert. Da wird doch glatt gefordert, ich solle eine

 

Prognose über die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben der nächsten

 

sechs Monate (01.04.2015 bis 30.09.2015) (z.B. Anlage EKS Angabe zum

 

Voraussichtlichen Einkommen)

 

abliefern.

 

Immerhin setzt mir die Arge keine Umsatz- und Ertragsziele, trotzdem kann und will ich keine Einnahmen und Ausgaben prognostizieren.

 

Mit den Ausgaben ist das einfach. Ich kaufe mir also eine Monatskarte für den Müncher Verkehrsverbund (MVV) und das sind meine Reisekosten. Diese Monatskarte kaufe ich mir jedoch sowieso.

 

Aber dann die zu erwartenden Einnahmen? Was ist denn, wenn ich etwa für den Monat Mai 600,-- Euro angäbe? Nach meinen bisherigen Erfahrungen wäre diese Zahl durchaus erzielbar.

 

Die Frage ist, ob ich das will!

 

Was ist, wenn sich im Mai nur absolute Idioten bei mir melden und völlig abseitige Spielchen von mir verlangen und ich alle ablehne? Dannn würde ich im Mai trotzdem nur rund 50,-- Euro Alg II kriegen und es bestünde plötzlich der Zwang auf den Strich zu gehen.

 

Würde ich eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgen, dann müßte ich jeden Monat soviel vögeln, daß ich schließlich die Summe aus Alg II + Freibetrag übertreffe. Ich müßte also mit mindestens sieben von Euch vögeln, bis ich mehr Geld verdiene, als würde ich nur mit zweien von Euch vögeln.

 

Genau da beginnt jedoch das eigentliche Problem: Ich bin 49 Jahre alt und scheinbar nicht die Begehrteste. Es liefe darauf hinaus, daß ich gerade so am "Break Even" herumkrebse und das tu' ich mir freilich nicht an.

 

Also habe ich eine einfache Prognose über Einnahmen und Ausgaben abgegeben: 0,-- Euro

 

Nun könnte man freilich noch einwenden, daß ich doch schließlich noch Ausgaben für die Kondome hätte.

 

Ach stimmt - daran hab' ich noch gar nicht gedacht. Also, muß ich jetzt über die eingekauften und verbrauchten Kondome rechenschaft ablegen, damit man mir von Amtswegen vorrechnen kann, mit wievielen Freiern ich gevögelt habe und dann könnte man auch noch eine amtliche Schätzung veranlassen, wieviele verbrauchte Kondome wievielen Stunden gewerblichen Geschlechtsverkehrs entsprächen? Ich stell' mir das so vor, daß ein amtlich bestellter Gutachter (wie wär's mit einem Diplombetriebswirt mit Fachschwerpunkt Kostenrechnung) in einem mindestens fünfzigseitigen Bericht erklärt und berechnet, wieviele Kondome ich pro Stunde verbrauche. Dazu bedarf es wahrscheinlich auch einer persönlichen empirischen Erhebung durch den Gutachter. Naja, vielleicht kann das auch ein Praktikant erledigen, wenn der Gutachter wegen seines fortgeschrittenen Alters bereits impotent ist.

 

Aber das ist alles nicht genug. Nicht nur, daß ich die Anlage EKS unterschreiben muß und diese Unterschrift in einem Feld mit folgender Überschrift steht:

 

Ich bestätige, dass die Angaben richtig sind.

 

Die Sachbearbeiterin vom Jobcenter hatte hier eine vollends kafkaeske Idee und verlangt von mir, daß ich das Hinweisblatt "Hinweise zur Erklärung zum Einkommen aus selbständiger

 

Tätigkeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft im Bewilligungszeitraum (Anlage EKS) unterschrieben zurück liefere.

 

Ich finde Deutschland ja schon länger schlimm und möchte dieses Land nach Möglichkeit verlassen, aber die letzte Forderung schlägt dem Faß dem Boden aus. Demnächst muß ich wohl noch die Anschreiben des Jobcenter photokopieren und eine Kopie unterschrieben zurücksenden.

 

Written by Gastautor


  • Ich liebe es! 1

3 Kommentare

Anonymous

Geschrieben

Info! Wie man die Mädels aus nimmt! Zitat:Noch etwas zu dem Club: Die zwei SDLs aus Rumänien wollten damals aus dem BumsBums Hotel neben dem Club raus und sich zusammen eine Wohnung in Freiburg nehmen. Das war letztes Jahr Im BB-Hotel hatte der Herr Lorenz mit dem Besitzer einen Preis von 9oo Euro monatlich für Miete ausgehandelt, den sie bezahlen mussten. Das musste auch erst einmal verdient werden. Dazu kam die Tagessteuer von 25 Euro. Weshalb animieren die jungen Frauen denn dort so, einmal weil der Herr Lorenz das so will und weil sie 10 % von jedem, animierten Pikkolo usw. bekamen. Immerhin ein kleines Zubrot. Als der "Freund" von den beiden dahinter kam, dass sie eine Wohnung suchten, hat er ihnen das "ausgeredet". Weshalb wohl? Weil er da Einfluss und Kontrolle auf sie verloren hätte und sie wahrscheinlich irgendwann versucht hätten, sich von ihm zu lösen.

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Anonymous

Geschrieben

Hi, das hat mit Amtsschimmel und Zuhälterei nichts zu tun, das JC muss Deinen Anspruch berechnen, fertig. Für Selbständigkeiten wird im Allgemeinen für 6 Monate gerechnet. Das ist sinnvoll, weil Einnahmen und Ausgaben dann gemittelt werden können. Du darfst pauschal 100€/Monat behalten, alles was drüber ist wird zu 80% angerechnet, d.h. von Deinem Satz abgezogen! Nimmst Du im Januar 400€ ein und gibst im Februar 100€ für neue schicke Wäsche und nochmal 100€ für Fotos als Werbemaßnahme aus, weil kein Kunde kam, hättest Du bei monatlicher Abrechnung die Situation, dass Dir im Februar von den 400€ aus Januar 240€ abgezogen würden und Deine Ausgaben von Februar Dein Pech sind, weil keine Einnahmen zum Gegenrechnen da sind. Bei 6 Monaten Berechnugszeitraum ist es dann so, dass Du 400€ Einnahmen und 200€ Ausgaben, also 200€ Gewinn in zwei Monaten hast - die fallen unter die Freipauschale von 100€/Monat. Entsprechend wird für die ganzen 6 Monate gerechnet. System klar? Deshalb denkst Du Dir in der Vorausschau irgendwelche Zahlen aus, die sich im Schnitt auf maximal 100€ Gewinn pro Monat ausmitteln, sonst würden sie aufgrund Deiner fiktiven Zahlen Mehreinnahmen direkt in Deinen Leistungsbezug mit einrechnen und vorläufig abziehen. Dass Du nicht hellsehen kannst, wissen die beim JC natürlich auch. Scharf gerechnet wird erst am Ende der 6 Monate mit Deiner tatsächlichen Einahmen/Ausgabenrechnung. Deine Ausgaben müssen in einem reellen Zusammenhang mit Deiner Tätigkeit und den Einnahmen stehen, jeden Monat 300€ Einnehmen und für 200€ Wäsche und Gummis kaufen würde also nicht gehen. Und selbst wenn Du im ersten halben Jahr jeden Monat 500€ übrig hättest - in der nächsten Vorausschau rechnest Du natürlich wieder auf maximal 100€ runter, das macht jeder normal denkende Sachbearbeiter mit - eben weil niemand hellsehen kann. Und zu Deinem Satz "Wenn ich Gewinnerzielungsabsichten hätte..." - Gewinnabsicht ist substantieller Teil jeder Selbständigkeit. Alles andere würde Dir von JC und Finanzamt ganz schnell um die Ohren gehauen werden. Alles klar? ;) Viel Erfolg!nn1

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Anonymous

Geschrieben

Ich kann Deinen Unmut ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Für mich verständlich und nachvollziehbar, dass ein Amt prüfen muss, wie die Einnahmen liegen. Dass Du das nur für den jeweiligen Monat angeben kannst aber nicht für ein halbes Jahr prognostizieren kannst halte ich ebenfalls für nachvollziehbar und ich habe die Hoffnung, dass man das so, wenn vernünftig kommuniziert und dargelegt, mit dem Amt klären kann. Es ist ein Job wie jeder andere und dennoch kein Job wie jeder andere. Es ist nicht unüblich, dass Frauen heute anfangen und morgen aufhören, das kann viele Gründe haben. In Deiner jetzigen Lebens- und Gesundheitssituation ist nicht vorgesehen, mit dieser Arbeit eine lange Kontinuität aufzubauen. Die Arge kann sich eigentlich glücklich schätzen, dass Du Deinen Verdienst angibst. Alles Gute Secretary!

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