Die 16 jährige Lilja (super gespielt von Oksana Akinschina) wächst in einer runtergekommenen Plattenbausiedlung im postkommunistischen Russland auf. Ihre Situation ist absolut katastrophal: Ihre eigene Mutter verlässt sie wegen eines Mannes und lässt sie in der Wohnung alleine zurück. Die einzigen Bezugspersonen, die sie noch hat, sind andere Kinder aus der Nachbarschaft, insbesondere Wolodja, mit dem sie viel Zeit verbringt und gemeinsam abhängt. Der erst 11 jährige ist ebenfalls total allein, schnüffelt regelmässig Leim.
Lilja lernt einen älteren Typen in einer Disko kennen, der ihr rosige Versprechungen von einem besseren Leben in Schweden macht und sie fällt drauf herein. Dabei macht sie in ihrer Heimatstadt schon ihre ersten Erfahrungen in der Prostitution, wenn sie regelmässig aus der trostlosen Vorstadt flüchtet. Sie muss sich ja irgendwie am Leben halten und überleben.
Ihr Freund Wolodja versucht noch Lilja von ihrer Reise nach Schweden abzuhalten und warnt sie.
In Schweden angekommen, werden ihr die Papiere abgenommen und sie landet in der Wohnung eines schmierigen Vermieters in einem trostlosen Hochhaus, wo sie eingesperrt wird. Der Vermieter führt ihr Freier zu, die sie gezwungen ist, zu bedienen. Sie versucht mehrfach abzuhauen und sich bei Nachbarn bemerkbar zu machen. Alles vergeblich. Zum Schluss gelingt ihr zwar die Flucht, aber es nimmt leider kein Happy End.
Der Film ist dokumentarisch gehalten und fusst auf einer wahren Geschichte. Erwähnenswert auch, dass die Filmmusik von Rammstein ist. Der Film ist absolut sehenswert, weil er eine schonungslose Anklage gegen Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung ist.
Der Film wurde mit dem Gulbagge Award ausgezeichnet und wurde für den europäischen Filmpreis nominiert.
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