Kaufmich Community Mitglied PliniusX hat sich mal vorgestellt, was passiert, wenn eine Escort-Dame sich bei einem Hausbesuch als seine Arbeitskollegin herausstellt. Passiert ist es in Wirklichkeit noch nicht, aber doch eine prickelnde Vorstellung. Wie die Geschichte wohl ausgeht? „Hier ist Nadja, sorry, ich fand keinen Parkplatz…“ Ihre Stimme hatte etwas abgehetzt geklungen. „Hallo Nadja, kein Problem, nimm den Fahrstuhl, vierte Etage.“ Er hatte den Summer gedrückt und dann in der offenen Wohnungstür auf sie gewartet. Genau ihm gegenüber war die Fahrstuhltür aufgegangen und nun stand sie wie versteinert da. Was hatte ihn nur geritten, es auf ein Blinddate ankommen zu lassen. Sie hatte sich in ihrer Mail beschrieben: „Ich habe kurzes braunes Haar, grüne Augen und verzichte gern auf Makeup, trage eine Brille, bin schlank mit den passenden weiblichen Rundungen und sportliche Mitte vierzig.“ Diese überaus liebenswerte Selbstbeschreibung hatte ihm so gut gefallen, dass es ihm wiederstrebt hatte, ein Foto anzufordern. Er hatte sie sich lieber ausgemalt und sich seit drei Tagen auf diese Begegnung gefreut.

 

Die Frau, die nun mit weit aufgerissenen Augen in der offenen Fahrstuhltür stand, entsprach in jeder Hinsicht dem Bild, das ihre Selbstbeschreibung in seiner Fantasie ausgelöst hatte. Oder genauer, das Bild in seiner Fantasie hatte er sich offenbar ausgemalt nach dem Aussehen einer Frau, die er bereits kannte. Und eben diese Frau stand nun vor ihm und starrte ihn wortlos an.

 

Ihre Mails hatten so sympathisch geklungen, so vertraut, auch wenn sie sich Mühe gegeben hatte, ein bisschen cool und geschäftig zu wirken. Dass ihr dies nicht überzeugend gelang, hatte er irgendwie süß gefunden. Warum war er nicht gleich darauf gekommen, woher diese Vertrautheit wirklich kam? Da stand sie nun vor ihm, bestellt, vertraut, versteinert. Dabei hatte sie bei ihrem kurzen Mailwechsel durchaus routiniert gewirkt, hatte zielsicher das Nötige geklärt und rasch zugesagt. Das hatte ihm gefallen, er mochte es in jeder Hinsicht, mit Profis zu tun zu haben. Mit Profis!! Und nun stand sie vor ihm und brachte keinen Laut hervor.

 

Heimlich hatte er sie ein bisschen begehrt, seit sie ihm vor einigen Jahren als neue Kollegin aus der Rechtsabteilung vorgestellt worden war. Eine schöne, reife Frau, offenbar eine fähige Juristin und eine charmante Kollegin, auch wenn er nur hin und wieder mit ihr zu tun hatte. Natürlich hatte er sich jede Annäherung untersagt, professionell eben. Und während sie nun mit weit geöffneten Augen dastand und sich mit einer verlegenen Handbewegung die Brille zurecht rückte, dachte er noch, dass auch ein vorheriger Bildertausch ihn um Verwirklichung seines heimlichen Begehrens gebracht hatte.

 

Doch nun machte sie Anstalten, in den Fahrstuhl zurückzutreten, um wieder nach unten zu fahren. Morgen würden sie sich wieder im Büro begegnen. „Warten Sie doch, Frau Weber, kommen Sie erstmal herein, wir müssen reden. Bitte!“

 

Written by Gastautor


2 Kommentare

Anonymous

Geschrieben

Schöne Idee! Toll erzählt! Wäre interessant, wie es weitergeht, wenn sich die Türe hinter den Beiden schließt...

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Anonymous

Geschrieben

Geile Story, PliniusX! Hat sich nicht jeder schon mal heimlich gewünscht, seine geile(n) Arbeitskollegin/-kollegen zu vernaschen? Und dann passiert so was. Gibt's von der Geschichte auch noch 'ne Fortsetzung? Ich wäre echt neugierig, wie sich das wohl entwickelt...

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