Unser Thema im Oktober: Sextoys

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Sexspielzeuge erleben seit Jahren einen Megahype, es gibt mittlerweile nichts, was es nicht gibt. Vibrierende Delphine, Sex-Tech-Spielzeuge, die via Smartphone alle Distanzen einer Fernbeziehung überbrücken oder auch den diamantenbesetzten Luxus-Dildo für eine schlappe Million Dollar: Der Phantasie sind hier wahrlich keine Grenzen gesetzt. Wir widmen uns den ganzen Oktober lang diesem erbaulichen und erfreulichen Thema: Let’s talk about Sextoys!


Aber vorher natürlich als optische Bereicherung im Oktober unser
 Escort des Monats zum Thema Sextoys - CamFantasie

Und es warten auch wieder einige Aktionen auf Euch, bei denen Ihr gewinnen könnt, z. B. eine
Umfrage zum Thema Sextoys! Und als Gewinn hauen wir natürlich unter Anderem Sextoys raus…


Kleopatra und der erste Vibrator der Geschichte

Als erstes werfen wir einen Blick zurück in die Geschichte. Angeblich verwendete schon Kleopatra einen Vibrator, um sich selbst klitorale königliche Lust zu bereiten. Und da die Ägypter trotz allen Fortschritts weder Strom noch Batterien hatten bestand dieser Vibrator aus einigen Bienen in einem Papyrusbeutel. Dieser Ideenreichtum beeindruckt heute fast noch mehr als das Erschaffen von riesigen Steinpyramiden mit bloßer Menschenkraft.

Olisboi – Freudebringer und Kultobjekte aus der Antike

Die alten Griechen waren der körperlichen Lust bekanntlich sehr zugetan, also verwundert es nicht, dass Dildos  in verschiedenen Formen (z. B. auch als Doppeldildo) auch auf Vasenabbildungen thematisiert  wurden. Allerdings war damals das Wort Dildo noch nicht erfunden, im Griechenland der Antike wurden diese tönernen oder ledernen Penissubstitute Olisboi (Singular: Olisbos) genannt. Angeblich dienten sie mehr zur Befriedigung männlicher voyeuristischer Gelüste als der Selbstbefriedigung, andere Wissenschaftler vermuten, dass sie auch der kultischen Verehrung von Dionysos eingesetzt wurden, dem Gott des Weines und der rauschhaften Ekstase.

P.S.: Forscher fanden bei Ausgrabungen auch einen circa 28.000 Jahre alten phallusförmigen steinernern Gegenstand in einer baden-württembergischen Höhle – allerdings ist da nicht sicher, ob es sich um einen Freudenstab oder doch eher um ein Schlagwerkzeug handelte…

 

Vom Olisbos zum Dildo & vom Lustobjekt zum Heilmittel

Der Name Dildo (vom lateinischen dilectio: “Entzücken”) oder der französische Begriff Godemiché (“Nachbildung des erigierten Penis”) haben ungefähr im 18. Jahrhundert Fuß gefasst. Und hier änderte sich auch die Anwendung: Statt weiterhin ausschließlich der Lustgewinnung zu dienen wurden Dildos nun auch zur Vaginaweitung als Geburtsvorbereitung benutzt. Es wird vermutet, dass auch schon in der Antike mit warmen Wasser gefüllte Tondildos Menstruationsbeschwerden gelindert haben sollen.

Verrückt wurde es dann im 19. Jahrhundert als das Krankheitsbild der weiblichen “Hysterie” aufkam, eine angebliche psychische Erkrankung, die sich durch Nymphomanie, Nervosität, Melancholie und erotische Phantasien manifestiert und ihren Ursprung in der Gebärmutter (vom griechischen hystéra) haben sollte. Das einzig Gute an diesem medizinischen & psychologischen Irrweg war, dass man meinte, diese Hysterien am besten mit Orgasmen behandeln zu können. Daraufhin entwickelte man erste mechanische Vibratoren zum therapeutischen Einsatz, die aber wohl eher an Folterinstrumente erinnerten.

Mittlerweile haben sich Dildos und Konsorten aber wieder ihr eigentliches Terrain zurückerobert: Die wunderbare Welt der Lust. Und die zu geniessen hat, wie wir alle wissen ja auch positive gesundheitliche Aspekte.

Wer übrigens mal einen ganzen Urlaub im Zeichen des Freudenstabs machen möchte: Vor Neufundland, Kanada liegt die Dildo Island

Die Vielfaltigkeit von Sextoys: Fernfahrermuschis, Anal Plugs, Fickmaschinen & Sexdolls

Bisher haben wir immer nur von Dildos & Vibratoren geredet, aber natürlich gehört in die bunte Welt der Sextoys so viel mehr! Ob Lustkugeln, Anal-Plugs, Strap-ons, Cockrings, Sex-Dolls, Fickmaschinen oder Masturbatoren (Vaginanachbildungen) – für alle erogenen Körperteile und Körperöffnungen ist gesorgt. Im Prinzip kann alles, was ins Liebesspiel einbezogen werden kann, als Sexspielzeug bezeichnet werden. Also auch alle möglichen Gerätschaften aus dem BDSM Bereich (Gagballs, Peniskäfige, Keuschheitsgürtel um nur einige zu nennen) aber natürlich auch Gegenstände aus dem Haushalt wie Kerzen, elektrische Zahnbürsten, Gurken, Gießkannen oder Eiswürfel. Aber da heisst es: Immer schön vorsichtig und die Verletzungsgefahr beachten! Es gibt so manche unschöne Krankenhausanekdote über eingelieferte Männer, die immer noch in ihrem Staubsauger steckten…

Ein besonders pfiffiges Selfmade Sexspielzeug ist die so genannte Fernfahrermuschi. Bestehend aus einer Thermoskanne und Hackfleisch soll sie so manchem Brummifahrer über sexuelle Durststrecken hinweg geholfen haben.

Von Ton zu Silikon: Die Sextoys Hardware

Das Ah! und Oh! bei Sextoys liegt im Material und der Hygiene. Denn was zählen die schönsten Orgasmen, wenn hinterher die Muschi brennt? Oder wenn Weichmacher krank oder unfruchtbar machen?
Deshalb eignen sich Materialien am besten, die eine glatte, nicht poröse Oberfläche haben. Damit waren die alten Chinesen mit ihren Porzellandildos schon ganz gut dabei, die griechischen Tondildos wurden hoffentlich immer gut gewässert und gereinigt und Kleopatra hatte für ihren zahlreichen Marmorpenisse sicher Reinigungspersonal.

Heutzutage können wir auf noch mehr Materialien zurückgreifen, wobei Acrylglas, Aluminium, Edelstahl, Glas, Ahornholz, Naturlatex (natürlich nicht für Latexallergiker) und echtes Silikon als unbedenklich gelten. Vorsicht ist anzuraten bei Kunststoffprodukten, die schädliche Stoffe wie z. B. Weichmacher enthalten können.

Aber auch bei unbedenklichen Materialien gilt: Hygiene ist wichtig und die Reinigung des Spielzeuges nach Gebrauch und evt. die zusätzliche Benutzung eines Kondoms sollte selbstverständlich sein. Und kleiner Tipp an Fernfahrer: Hackfleisch hält sich nicht allzu lange und inwieweit sich Salmonellen auf die Manneskraft auswirken ist noch nicht erforscht…

Sextoys im Einsatz: Solonummer oder Bereicherung für heiße Bettspielchen?

Abschließend möchten wir uns noch folgendem Thema widmen: Wo kann Sexspielzeug zum Einsatz kommen?
Und da sind wir auf Eure Erfahrungen gespannt!

  • benutzt Ihr Eure Sextoys nur alleine zur Masturbation?
  • oder geniesst Ihr die Freudenstäbe auch bei heissen Dates?
  • wie baut Ihr Sextoys ins Liebesspiel ein?
  • habt Ihr ein Lieblings-Spielzeug?
  • habt Ihr schon Erfahrungen mit Tele-Sextoys gesammelt (Sexspielzeug, das über Smartphones gesteuert wird und z. B. bei Fernbeziehungen zum Einsatz kommen kann)?

Wenn Ihr eine Geschichte zu einer dieser Fragen habt, dann her damit! Die besten Stories veröffentlichen wir hier im Magazin, wenn Ihr sie uns bis zum 15. Oktober 2018 an magazin@kaufmich.com schickt.

Unsere Gastautoren schreiben in diesem Monat über Sextoys hier:

 

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