Ich bin immer wieder fassungslos amüsiert darüber, zu welchen mentalen Verränkungen einige Kunden in der Lage sind. Die Rede ist hier von cis männlichen Kunden, die sich selbst als hetero bezeichnen, während sie gleichzeitig einen Kerl dafür bezahlen, Sex mit ihnen zu haben. Mir ist klar, dass die eigene sexuelle Orientierung und das Label, das man für diese wählt, sehr persönlich und sehr komplex ist. Genau deshalb frage ich mich manchmal, was in Kunden vorgeht, die mich mit "junge Dame" anschreiben oder gar bei echten Treffen so nennen. Ich bin seit über fünf Jahren auf Testosteron, habe eine tiefe Stimme, Bartwuchs und starke Körperbehaarung. Seit meiner Mastektomie habe ich eine flache Brust. In meinem Pass steht "männlich". Im Alltag werde ich ausschließlich mit "Herr" und maskulinen Pronomen angesprochen. Und das Wichtigste: Ich identifiziere mich als Mann. Eine Vulva zu haben, ändert nichts an der Tatsache, dass ich ein Typ bin. Natürlich kann ich mir geschlechtslose Farbpigmente ins Gesicht klatschen oder geschlechtslose Stoffteile tragen, die du mit Weiblichkeit assoziierst. Sogar meine Stimme kann ich ein kleines Stück höher stellen oder meine Körpersprache an das angleichen, was als typisch feminin gilt.Doch am Ende des Tages bin ich ein Mann, der PaySex mit Männern hat – die sich selbst für hetero halten. Und das fühlt sich manchmal sau komisch an.
Also, Jungs: Entspannt euch mal. Beim Sex geht es darum, Spaß zu haben und nicht darum, in irgendwelche Schubladen hineinzupassen.
(But if you enjoy fucking dudes, you're probably not straight. Just saying.)


Ist eh egal, was du bist...... Hauptsache du fühlst dich gut so..... rein medizinisch würde ich argumentieren, die Chromosomen entscheiden zunächst, alles andere regelt die Natur, später der Geist....