Zum sprachlichen Teil, da gibt es Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und irgendwie wird ja alles 3 synonym verwendet.
Aber ist es das wirklich? Vertrauen und Bewussstsein und Gefühl sind ja 3 sehr verschiedene Dinge. Ich mag Bewusstsein lieber, denn Vertrauen kann enttäuscht werden aber Bewusstsein... Hmmm wie kann man das bloß formulieren?
Hat was spirituelles, höheres find ich.
Leider hilft da der Ausflug ins englische gar nicht, denn im englischen gibt es folgende Begriffe : self confidence, self trust... Soweit so identisch... Und es gibt "self consciousnes" und jetzt kommt das interessante, das bedeutet SelbstUNSICHERHEIT.
Bewusstsein gleich Unsicherheit... Wtf
Es gibt aber auch "unsure of oneself" darum finde ich das sehr merkwürdig.
Hmmm, ich finde das ganze Thema sehr schwierig. Ich mein ich hab in den letzten Jahren sehr an Selbstbewusstsein gewonnen. Ich weiss was ich kann, wo Grenzen liegen, aber Selbstwertgefühl... Ich Fühle mich nicht wertvoll... Und Selbstvertrauen... Ich weiss z. B. Ich kann mir alles anvertrauen und verrate mich nicht selbst (das gibt es) aber ich vertraue nicht darauf das mir immer alles gelingt z. B. denn das spiegelt meine Erfahrung nicht wieder. Ich weiss scheitern gehört dazu und wird passieren und ich mache Fehler und werde weiter welche machen.
Aber ich weiss auch ich werde weiter versuchen und ausprobieren und Erfolge haben...
Für mich ist das alles eher ein Bewusstsein als Vertrauen aber weiß nicht.


Herzlichen Dank, Rudi83. Mir gefallen deine philosophischen Betrachtungen in deinen Blogs. Dir gelingt das sehr kompakt, wenngleich diese bescheuerte 1500-Zeichen-Begrenzung einiges an Kreativität nimmt. Mir fällt auf, dass die Blogs insgesamt qualitativ hochwertiger geworden sind, seit Männer mitmischen dürfen. Wo sind solche wertvollen Diskussionsbeiträge von Frauen? Bisher sind mir nur 3 bis 4 Frauen diesbezüglich aufgefallen. Vor der Umstellung auf das neue KM waren es mehr. Einige vermisse ich. Deshalb sind auch insgesamt die bereichernden Kommentare spärlicher geworden. In den Reigen deiner Worte könntest du noch die Selbstliebe hinzufügen. Denn sie verbindet die anderen Begriffe und hat entsprechenden Einfluss auf die jeweilige Ausprägung. Wenn wir die Selbstliebe in uns stärken, indem wir uns immer mehr so annehmen können, wie wir sind, mit allen Stärken und Schwächen, hebt dies unser Selbstwertgefühl an. Und wie du schon geschrieben hast, ist es ein Gefühl, unabhängig von dem tatsächlichen Wert. Machen wir uns von anderen abhängig, lassen uns niedermachen oder benutzen, fühlen wir uns wertloser, als wenn wir uns unseres Wertes bewusst sind. Denn jeder Mensch ist wertvoll, unabhängig von seinen Leistungen. Hier knüpft das Selbstbewusstsein an. Unser Bewusstsein kann sich am besten entfalten, je mehr wir nach innen schauen, in uns ruhen und in Balance sind. In Balance kommen wir, wenn wir energetisch in uns und mit dem Universum, der Natur verbunden sind. Das bedeutet lebendiges Leben, welches sich vom bloßen Überleben oder Dahinvegetieren elementar unterscheidet. Diese Anbindung bekommen wir, sobald wir in Liebe mit uns und der Welt sind. Fehlt dieser sogenannte göttliche Funke, reduzieren wir uns auf ein mechanistisches Funktionieren als kleines Rädchen im Getriebe, was wiederum das Selbstvertrauen schwächt. In dem Begriff "Ver-trauen" steckt das Wort "Trauen". Ist das Selbstbewusstsein ausgeprägt und wir erkennen unseren wahren Wert als Mensch, sind wir stabiler, stehen zu uns selbst, lassen uns nicht mehr verbiegen und trauen uns auch mutig mehr zu, weil wir wissen, dass wir kein hilfloses Opfer sind, sondern aktiver Schöpfer unseres Lebens. Damit sind wir in einem Ur-Vertrauen, das es uns leichter fallen lässt, ebenfalls anderen Menschen zu vertrauen, wodurch eine zusätzliche win-win-Situation im menschlichen Miteinander entsteht, welche die Welt friedvoller und die Menschen glücklicher werden lässt.