Sommer, Sonne, luftig, leicht
Ich weiß nicht, wie das andere sehen. Aber ich persönlich finde BHs einfach ganz schrecklich unbequem. Sie kneifen, zwicken, kratzen oder sind zu eng. Ja, man kann da mit Sicherheit auch bequeme Exemplare finden. Aber wozu, wenn es auch ohne geht? Insbesondere, wenn man sie nicht nötig hat. Meine Brüste sind noch kein Opfer der Schwerkraft geworden. Die Erdanziehung hat mir „Nein“ gesagt. Und so trage ich im Sommer so gut wie nichts unter meinen Kleidern.
Auf ein Unterkleid verzichte ich dabei zwar nicht, und bei manchen Klamotten trage ich ein Bustier, das sich wie ein hauchdünnes Unterhemd anfühlt. Man(n) muss ja nicht sofort alles sehen. Obwohl schon Lady Di damals bewiesen hat, dass selbst ein leicht transparenter Rock in den feinsten Kreisen kleidsam ist.
Ich kann verstehen, dass sich manche Frauen viele Gedanken um Dessous machen und dass Männer ihren Partnerinnen feinste Spitze schenken. Aber ob das reicht, um ein Ehebett zum Kochen zu bringen? Ich denke nicht. Am Ende kommt es gar nicht darauf an, was man trägt, sondern wie man es trägt. Mit einem BH im Sommer käme ich mir einfach ziemlich eingeigelt vor.
Als ich jünger war, habe ich unter meinen Kleidern sogar gar nichts getragen. BHs empfand ich nämlich sogar als ziemlich unemanzipiert. Selbst in der Renaissance gab es schon Frauen, die sich brustfrei zeigten. Bis mich dann jedenfalls irgendwann eine andere Frau darauf aufmerksam machte, dass sich meine Brustwarzen im Kleid abzeichnen. Mir war das eigentlich egal, aber irgendwann habe ich Bustiers als guten Kompromiss für mich entdeckt. Gerade auch im Winter ist dann etwas mehr Stoff auf der Haut auch für mich OK.
Aber jetzt im Hochsommer gilt: Je weniger frau trägt, desto besser. Solange man sich noch angezogen fühlt. Denn eine Nudistin war ich schließlich nie.
