Pornographie begleitet die Menschheit von Anfang an. Schon in den Höhlenmalereien wurden auch Orgien dargestellt. In der Neuzeit kamen pornographische Schriften auf, die insbesondere im Paris nach der französischen Revolution an jeder Straßenecke zu kaufen waren.
Im engeren Sinn versteht assoziiert man mit dem Begriff Pornographie meist pornographische Filme. Seit es Filmkameras gab, gab es auch schon pornographische Filme, aber ihre Verbreitung war stark eingeschränkt.
So richtig los ging es mit dem Film Deep Throat (1972), der bei kleinem Budget Millionen Gewinne einspielte. Durch Gerichtsurteile in den USA wurde die Herstellung und Vorführung pornographischer Filme legalisiert. Das markierte den Anfang des sogenannten Goldenen Jahrzehnts der Pornographie, also etwas 1975-1985. Die Filme dieser Zeit wurden immer aufwändiger gedreht. Dolby Stereo und teure Kameratechnik wurden zum Standard.
Mit der Verbreitung von Videorekordern veränderte sich das Konsumverhalten und damit auch die Herstellung. Jetzt kam es darauf an. Möglichst jede Woche mindestens einen neuen Film zu drehen und schnell zu vermarkten. Das vergrößerte zwar den Umsatz, aber es war das Ende des Goldenen Jahrzehnts. Die Stars wie Annette Haven zogen sich zurück.

