Nachdem ich schon über die Prostitution in Sumer geschrieben habe, möchte ich die kleine Serie mit dem antiken Griechenland fortsetzen. In Athen um 500 vChr nahmen verheiratete Frauen nicht am öffentlichen Leben teil, sondern waren auf den Haushalt beschränkt. Bildung würde Mädchen nur rudimentär vermittelt. Prostitution war allgegenwärtig. Für sehr reiche Männer boten sich Hetären als Begleitung inkl sexueller Dienstleistung an. Die Hetären waren hoch gebildet und waren einige der wenigen Ausnahmen vom Verbot für Frauen, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Für den kleineren Geldbeutel gab es die Pornen, meist unfreie Frauen, die in Bordellen oder auf der Straße arbeiteten.
Ganz im Gegensatz zu Athen war in Sparta die Prostitution verboten. Die Spartaner rümpften die Nase über die verdorbenen Athener. Frauen in Sparta waren der facto gleichberechtigt zu den Männern und genossen den gleichen Umfang an Bildung. Frauen verwalteten das Vermögen und betrieben den Handel. Feldarbeit wurde von Sklaven ausgeführt. Die Männer waren entweder im Krieg oder übten für den Krieg. Für etwas anderes taugten sie nicht bzw es kam ihnen nicht in den Sinn.
Während Sparta in Bezug auf Gleichberechtigung fortschrittlich war, so war es doch eine Plage für die anderen Stadtstaaten, da es ständig und erfolgreich Krieg führte bzw sich für den nächsten Krieg vorbereitete. Das "verdorbene" Athen schuf hingegen die Philosophie, die Geometrie, Astronomie sowie einzigartige Kunstwerke.
Was meint ihr? Sollen wir Athen nacheifern oder Sparta? Oder haben wir eine Mischung der beiden gefunden, wo Gleichberechtigung und Prostitution zusammen existieren können?
Ich bin gespannt auf eure Antworten. Nächster Teil ist ein Blick ins alte Rom. Natürlich in Bezug auf die Haltung zur Prostitution.

