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Massel
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Prostitution im antiken Rom

Schon mit 17 war ich in einem Bordell! Keine Sorge, es war das allseits bekannte Bordell in Pompeii, das damals auf dem Besuchsprogramm unseres Schulausflugs stand.


Somit sind wir in unserer kleinen Reihe bei der Prostitution im Römischen Reich angekommen. Die Römer scheinen hier viel vom antiken Athen übernommen zu haben. Das ganze war aber sozusagen professioneller aufgezogen. Nicht unerheblich ist, dass im antiken Rom ab ca 300 vChr das Münzgeld allgegenwärtig war. Münzgeld war zwar in Griechenland erfunden worden, aber zur Blütezeit von Athen noch Recht neu. Die Römer kannten hingegen den Wert des Geldes ganz genau. 


Ein weiterer Faktor war der Zustrom unzähliger Sklaven durch die Eroberungen. Die meisten Prostituierten waren wohl Sklaven, und zwar sowohl Frauen als auch Männer. Der reiche Römer kaufte sich etwa eine gutaussehende Sklavin, um Sex mit ihr zu haben. Die besagte Sklavin hat dann oft auch die Geschäftsfreunde oder Angestellten des Römers bedient. Ja, in Rom war es auch nicht unüblich, dass männliche Sklaven sich die Dienste einer Prostituierten kauften. Das war die einzige Möglichkeit für sie, um Sex zu haben. 


Rom war wohl der erste Rechtsstaat. Wirkliche Rechte hatten nur römische Bürger. Allerdings hat Augustus zumindest minimale Rechte für Sklaven eingeführt, insbesondere dass ihr Herr sie nicht grundlos totschlagen durfte. Auch die Prostitution war Recht gut geregelt. Sie müssten Prostituierte seit der Regentschaft von Augustus eine Sondersteuer zahlen. Das führte zu mehr Bordellen, da das Gewerbe nunmehr staatlich anerkannt war. 


Auch einige römische Frauen entschieden sich für die Prostitution, sei es aus Lust oder wegen des Verdienstes. Einmal in der Prostitution war diesen Frauen die Heirat verboten. Auch wieder so ein Gesetz von Kaiser Augustus. 


Gegen Ende des Römischen Reiches nahm der Einfluss der Kirche zu. Es dauerte aber noch ein paar Hundert Jahre, bis die Prostitution zumindest zeitweise verboten wurde. Sex also nur noch in der Ehe, war die Devise. So ganz durchhalten könnte die mittelalterliche Gesellschaft dieses Verbot jedoch nicht. Aber das ist ein Thema für den nächsten Blog ...

Was frage ich Euch haben die Römer je für uns getan??

2. Jun 2023
@bilch Das war ne Anspielung auf „Das Leben des Brian“…..
2. Jun 2023
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