Fachtag „Prostitution“ in Hannover


Anonymous

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Am 30.5. findet von 10 bis 16 Uhr im Raschplatzpavillon ein Fachtag „Prostitution“ statt. Für 20 Euro kann jede(r) daran teilnehmen.

Der Ankündigungstext deutet darauf hin, dass hier offensichtlich Sexkaufgegner*innen am Werk waren. Da ist vom "Kauf von Frauen" die Rede und davon, dass "manche" Frauen für sich reklamieren, dass sie selbstbestimmt ihren Körper für die Sexarbeit einsetzen.

Es wäre schön, wenn möglichst viele Damen aus Hannover dabei wären und deutlich machen, dass sie viel mehr sind als nur "manche" und dass sie keine Ware sind, die verkauft  wird.

Siehe Fachtag „Prostitution“

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So einseitig sieht das auf dieser Ankündigungsseite aber gar nicht mal aus. Und ein Qualitätssiegel für Bordelle, das dort erwähnt wird, fände ich auch eine gute Idee. Ich bin auch strikt gegen Zwagsprostitution, aber in Bordellen ist das für einen Kunden auch nicht so leicht festzustellen. Das nordische Modell halte ich selbstverständlich für Unsinn.

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bei so ansätzen geht es eigentlich weitaus weniger um die betroffenen sondern eher um eine neobürgerliche fremdperspektive auf "die anderen".

wenn in einem kirchlichen kontext so ein thema aufgegriffen wird, dann sollte man nicht von "den prostituierten" sprechen und sich auch nicht auf ein geschlecht festlegen sondern besser von menschen, die in der sexarbeit sind. das alleine reicht dann aber auch noch nicht. man müsste das thema noch weiter spezifizieren um es greifbar zu machen. so wie es da steht geht es eher um neobürgerliche perspektiven, vorurteile und was man halt so aufgeschnappt hat.

mich erinnern so ansätze wieder an das 19. jh.

kein wunder das so viele menschen aus der kirche heute austreten. kirche sollte weitaus weniger politisieren sondern sich auf gott, glauben, nächstenliebe, fürbitte und das vater unser beziehen.

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vor 9 Stunden schrieb Anonymous:

bei so ansätzen geht es eigentlich weitaus weniger um die betroffenen sondern eher um eine neobürgerliche fremdperspektive auf "die anderen".

wenn in einem kirchlichen kontext so ein thema aufgegriffen wird, dann sollte man nicht von "den prostituierten" sprechen und sich auch nicht auf ein geschlecht festlegen sondern besser von menschen, die in der sexarbeit sind. das alleine reicht dann aber auch noch nicht. man müsste das thema noch weiter spezifizieren um es greifbar zu machen. so wie es da steht geht es eher um neobürgerliche perspektiven, vorurteile und was man halt so aufgeschnappt hat.

mich erinnern so ansätze wieder an das 19. jh.

kein wunder das so viele menschen aus der kirche heute austreten. kirche sollte weitaus weniger politisieren sondern sich auf gott, glauben, nächstenliebe, fürbitte und das vater unser beziehen.

Genau das kritisiere ich ebenfalls: dass Prostitution allein als der Verkauf von Geschlechtsverkehr von Frauen an Männern angesehen wird und alles andere ausgeblendet wird: die Stricher-Szene oder erotische Massagen, die von Menschen jeden Geschlechts an Menschen jeden Geschlechts verkauft werden.

Allerdings ist diese einseitige Sichtweise nicht unbedingt mit der Kirche verknüpft. Ich halte das Bild von der ausgebeuteten Osteuropäerin für ein von der religiösen Einstellung unabhängiges strategisches Kampfmittel der Sexkaufgegner*innen, mit der auf populistische Weise Meinung und Emotionen gemacht werden sollen. Und solches geschah auch noch im 20. Jahrhudert: als eine fanatische Gruppe Alkoholgegner*innen die Politiker so lange bearbeiteten, dass diese gar nicht mehr anders konnten, als die Prohibition zu beschließen.

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Am 2.5.2022 um 14:00 schrieb Anonymous:

So einseitig sieht das auf dieser Ankündigungsseite aber gar nicht mal aus. Und ein Qualitätssiegel für Bordelle, das dort erwähnt wird, fände ich auch eine gute Idee. Ich bin auch strikt gegen Zwagsprostitution, aber in Bordellen ist das für einen Kunden auch nicht so leicht festzustellen. Das nordische Modell halte ich selbstverständlich für Unsinn.

Ich habe nichts gegen ein Qualitätssiegel. Ich habe etwas dagegen, dass bei Prostitution vom Kauf von Frauen gesprochen wird. Bei einem Kauf geht die Ware in den dauerhaften Besitz des Käufers über, davon kann bei Prostitution keine Rede sein.

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vor 3 Stunden schrieb Anonymous:

Ich habe nichts gegen ein Qualitätssiegel. Ich habe etwas dagegen, dass bei Prostitution vom Kauf von Frauen gesprochen wird. Bei einem Kauf geht die Ware in den dauerhaften Besitz des Käufers über, davon kann bei Prostitution keine Rede sein.

Würde vielleicht etwas glaubwürdiger rüberkommen, wenn man nicht gerade eine Seite nutzt, die sich "kauf mich" nennt...

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17 hours ago, Anonymous said:

der ausgebeuteten Osteuropäerin für ein von der religiösen Einstellung unabhängiges strategisches Kampfmittel der Sexkaufgegner*innen, mit der auf populistische Weise Meinung und Emotionen gemacht werden sollen.

Vielleicht ist es auf dieser Seite nicht unbedingt so. Aber schau doch mal in den klassischen Puff. Da kommen 99% aus Ost-Europa.
Auch auf dieser Seite kann man die Frauen, bei denen man ein Date mit reinem Gewissen machen kann, mit einer Hand zählen.

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Am 3.5.2022 um 22:08 schrieb Anonymous:

Würde vielleicht etwas glaubwürdiger rüberkommen, wenn man nicht gerade eine Seite nutzt, die sich "kauf mich" nennt...

Ja, dieser Hinweis war zu erwarten. Jedoch: Namen sind Schall und Rauch (Goethe).

Bei einem Kauf geht die Ware in den dauerhaften Besitz des Käufers über. Das ist einfach Fakt, da gibt es nichts zu glauben. Wenn du etwas in einem Supermarkt kaufst, gehört dir das ja auch nicht nur eine begrenzte Zeit.

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Am 4.5.2022 um 12:51 schrieb Anonymous:

Vielleicht ist es auf dieser Seite nicht unbedingt so. Aber schau doch mal in den klassischen Puff. Da kommen 99% aus Ost-Europa.

Für die klassischen Puffs mag das sicherlich so gelten. Aber was heißt das schon. Im Wikipedia-Artikel "Prostitution" findet man eine Tabelle, die zeigt, dass weitaus die meisten Prostituierten Escortservice sowie Haus- und Hotelbesuche machen und die wenigsten auf dem Straßenstrich, in Bordells oder im Saunaclub arbeiten.

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Selbst wenn dem so wäre, ändert das nicht wirklich viel an dem hohen Anteil von Frauen aus dem Osten. 

Ich hab mir den Text mal eben durchgelesen (nicht das Programm) und ich finde den okay.
Der entscheidende Part ist: "Mit diesem Fachtag wollen wir die verschiedenen Positionen miteinander ins Gespräch bringen."

Natürlich kann man sich an dem Wort "Kauf" hochziehen wenn man unbedingt will..... aber hätten die zu sehr Pro-Prostitution in dem Text geklungen wäre es halt auch nicht gut gewesen.

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vor 50 Minuten schrieb Anonymous:

Ja, dieser Hinweis war zu erwarten. Jedoch: Namen sind Schall und Rauch (Goethe).

Bei einem Kauf geht die Ware in den dauerhaften Besitz des Käufers über. Das ist einfach Fakt, da gibt es nichts zu glauben. Wenn du etwas in einem Supermarkt kaufst, gehört dir das ja auch nicht nur eine begrenzte Zeit.

Die Plattform hier, auf der du seit Jahren angemeldet bist, vermittelt doch genau das, worüber du dich bei dem Ankündigungstext so empörst. 

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vor 10 Stunden schrieb Anonymous:

Selbst wenn dem so wäre, ändert das nicht wirklich viel an dem hohen Anteil von Frauen aus dem Osten. 

Die genauen Zahlen der angemeldeten Prostituierten dazu, kann man beim Statistischen Bundesamt nachlesen. Links darf man hier ja nicht posten. Und die angesprochene Wiki-Tabelle ist nicht wirklich aussagekräftig. Erstens, weil Mehrfachangaben möglich waren und zweitens, werden die sogenannten Wohnungspuffs bestimmt unter "Privatwohnung" geführt. 

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Am 5.5.2022 um 23:57 schrieb Anonymous:

Die Plattform hier, auf der du seit Jahren angemeldet bist, vermittelt doch genau das, worüber du dich bei dem Ankündigungstext so empörst. 

Welche der hier anwesenden Damen würde denn sagen, dass sie sich hier verkauft?

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vor 9 Stunden schrieb Anonymous:

Welche der hier anwesenden Damen würde denn sagen, dass sie sich hier verkauft?

Das weiß ich nicht, aber sie werden sich alle vorher gut überlegt haben, ob sie sich auf einer Plattform "Kaufmich", anbieten wollen.

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vor 45 Minuten schrieb Anonymous:

Das weiß ich nicht, aber sie werden sich alle vorher gut überlegt haben, ob sie sich auf einer Plattform "Kaufmich", anbieten wollen.

Die Damen auf "kaufmich" bieten genau die gleichen Dienstleistungen an wie die Damen auf anderen Plattformen oder wie die Damen, die einfach im Laufhaus besucht werden können. Du kannst nicht in ein Laufhaus gehen, eine Dame kaufen, ins Auto packen und nach Hause bringen wie ein Sack Kartoffeln oder eine Kiste Bier. Warum sollte das hier andes sein, nur weil die Seite "kaufmich" heißt?

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vor 2 Stunden schrieb Anonymous:

Die Damen auf "kaufmich" bieten genau die gleichen Dienstleistungen an wie die Damen auf anderen Plattformen oder wie die Damen, die einfach im Laufhaus besucht werden können. Du kannst nicht in ein Laufhaus gehen, eine Dame kaufen, ins Auto packen und nach Hause bringen wie ein Sack Kartoffeln oder eine Kiste Bier. Warum sollte das hier andes sein, nur weil die Seite "kaufmich" heißt?

Ich finde es doch auch doof, dass diese Seite hier nicht kaufmeinedienstleistung heißt, aber was kauft man denn nun bei kaufmich?

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Am 17.5.2022 um 12:33 schrieb Anonymous:

Ich finde es doch auch doof, dass diese Seite hier nicht kaufmeinedienstleistung heißt, aber was kauft man denn nun bei kaufmich?

Welche Bedeutung hätte eine Seite dieerdeisteinescheibe für dich?

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Ist doch nur ein Wort.
Man kann es doch auch als "Ich Kaufe mir eine halbe Stunde mit einer Frau" ansehen.
Man kauft sich Zeit oder eine Dienstleistung. Auch wenn man keine Dienstleistung in nem Sack tragen kann.

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vor 2 Stunden schrieb Anonymous:

Welche Bedeutung hätte eine Seite dieerdeisteinescheibe für dich?

Weil das falsch ist, würde ich mich bei dieser Seite nicht anmelden. Du im Gegensatz, würdest dich dort registrieren und rumposaunen, dass die Erde eine Kugel sei.

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