Die Sexarbeiterin und politische Aktivistin Stephanie Klee sowie die Fachberatungsstelle für Sexworker in Berlin Hydra e.V. rufen anlässlich der DGB-Demo am internationalen Tag der Arbeit dazu auf, in einem eigenen SexarbeiterInnen Block zu demonstrieren.

Treffpunkt: Sonntag, 1. Mai 2016, um 9:45 Uhr
Litfaßsäule am Litfaß-Platz, Nähe Hackescher Markt. Hier der Aufruf an alle SexarbeiterInnen im Wortlaut!

 

Deutschland plant ein Prostituiertenschutzgesetz.

 

Dieses Gesetz wird unsere Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern.

 

Deshalb gehen wir am 1. Mai auf die DGB Demo.

 

• Wir rufen auf der Demo die Gewerkschaften auf, sich mit uns zu solidarisieren.

 

• Wir rufen die Gewerkschaften auf, sich unserer Arbeitskämpfe anzunehmen.

 

• Wir rufen feministische Mitstreiter_innen auf, sich mit uns zu solidarisieren und in unserem Block mitzukommen.

 

Wir kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und gegen die Zerstörung der Vielfalt unserer Arbeitsplätze.

 

Deswegen lasst uns am 1. Mai demonstrieren und für unsere Rechte einstehen.

 

Wir fordern:

 

• Redet mit uns nicht über uns!

 

• Fragt uns, was wir unter guten Arbeitsbedingungen verstehen!
Der Link zum Treffpunkt

 

Written by Susi


2 Kommentare

Anonymous

Geschrieben

Keine Macht für Niemand! Komm rüber Bruder, reih dich ein Komm rüber Schwester, du bist nicht allein Komm rüber Mutter, wir sind auf deiner Seite Komm rüber Alter, wir woll'n das Gleiche

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Anonymous

Geschrieben

Wie Zwangstests und Zwangsregistrierung überhaupt gegen Zwangsprostitution helfen können sollen, habe ich nie verstanden. Denn dann fahren die Luden die Frauen halt zur Registrierung und zur Untersuchung, und danach wieder zum nächsten Kunden. Gewalt wird dadurch nicht verhindert. Dafür werden ausländische Prostituierte abhängiger von Bordellbetreiber oder inländischen Freundinnen, wenn sie z.B. die Registrierungsprozedur nicht verstehen oder Behördenschreiben nicht lesen können. Gut, die Zwangstests scheinen inzwischen immerhin vom Tisch zu sein. Bleibt die Zwangsregistrierung. Das wird insbesondere die Zahl der Gelegenheitshuren reduzieren. Z.B. Studentinnen, die bei einem Escort-Service in der Kartei stehen, aber eben nur ein bis zwei Dates im Monat machen. Oder Masseurinnen, die i.d.R. nur Massage bieten, aber ab und zu einem netten Kunden doch ein Extra gewähren. Alles Frauen, die garantiert nichts unter Zwang machen. Die aber künftig vielfach gar nichts mehr im sexuellen Bereich anbieten, weil sie nicht riskieren wollen, wegen eines Nebenjobs dauerhaft als Prostituierte "gebrandmarkt" zu werden. Der Wegfall der genannten Gelegenheitsprostituierten wird zu mehr Druck auf die Vollzeitprostituierten führen. Das ist auch das, was die überwiegend konservativen Proponenten hinter dem "Prostitutionsschutzgesetz" wollen. Im Gesetzestitel steht zwar "Schutz", die Ziele sind aber das genaue Gegenteil davon!

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