Auch in diesem Jahr startet wieder der Eurovision Song Contest. Diesmal in Wien. Der Austragungsort ist Österreich, der Heimat des Gewinners aus dem Vorjahr. Letztes Jahr gab es nämlich eine kleine Sensation, weil mit Conchita Wurst erstmalig ein Travestiekünstler den Preis mit dem verheissungsvollen Titel „Rise like a Phoenix“ gewann.

 

Conchita Wurst heisst eigentlich mit bürgerlichem Namen Thomas „Tom“ Neuwirth und tritt in der Öffentlichkeit als Dragqueen auf. Dabei trägt er lange Haare und einen Bart, was ihn von anderen Travestie-Künstlern unterscheidet. Sein eigenwilliges Auftreten ist gleichzeitig ein Statement, denn Conchita möchte damit ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Homosexuellen ein Zeichen setzen. Der Bart ist gezielt eingesetzte Provokation, damit man sich Gedanken über die sexuelle Orientierung und das Anderssein macht.

 

Die Stadt Wien setzt in dieser Sicht sogar erstmalig ein öffentliches Zeichen, in dem die Ampeln der Stadt nun gleichgeschlechtliche Paare zeigen. Man sieht weibliche und männliche Paare auf den Ampeln und lösen damit die geschlechtsneutralen Figuren ab, wie man sie allgemein kennt.

 

Die Ampeln sind als Kampagne geplant, um Wien als tolerante und weltoffene Stadt darzustellen, aber auch um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

 

Der Eurovision Gesangswettbewerb feiert übrigens in diesem Jahr sein 60. Jubiläum. Über 40 Länder werden in diesem Jahr teilnehmen. Das Finale findet am 23. Mai statt.

 

Auch veranstaltete die Stadt Wien kürzlich eine Spendengala, den sogenannten „Life Ball“ am 16. Mai. Hier wurde um Spenden im Kampf gegen HIV und AIDS geworben. Sogar die Hollywood Schauspielerin Charlize Theron und der französische Designer Jean Paul Gaultier waren dabei, zusammen mit Conchita Wurst.

 

Wer sind Eure Favoriten in diesem Jahr? Schreibt uns doch, wer von den Kandidaten das Siegertreppchen erklimmen wird. Dazu haben wir auch eine Umfrage für Euch vorbereitet. Wir sind gespannt!

 

Written by Kaufmich Team


22 Kommentare



Anonymous

Geschrieben

Ich bin schon immer jemand gewesen, die gerne gegen den Strom schwimmt und nicht mit ihm, denn auf Dauer ist es langweilig. Und nur weil alle anderen etwas tun, toll finden und befürworten, muss ich es noch lange nicht! Ich bin fast der selben Meinung wie testix! Es wäre auch mal wieder schön zu den eigentlich Ursprüngen der Musik zurück zu kommen. Und da bin ich ganz Konform mit testix......Live Bands sind das A&O der Musik und nicht diese Hochpusherei der Glämmergestalten!

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Anonymous

Geschrieben

Also mich hat das ja nie interressiert, aber dieses Jahr fand ich bis zum Halbfinale spannend und dann sind meine Favoriten leider nicht weitergekommen. Ich hätte zu gerne die Finnen gesehen, wär mal neben dem ganzen Kommerz was anderes gewesen. Ausserdem hätte es mal Aufmerksamkeit für die schwächsten dieser Gesellschaft, für die die keine Lobby haben gebracht. Es gibt ja mehrere Musikprojekte, die leider viel zu viel im Off rumschwirren und manchmal an der Existenzuntergrenze überleben. Es muss nicht immer alles glattgebügelt sein. Und aus diesem Grund stelle ich jetzt mal ein ähnliches Projekt aus Hamburg vor: Station 17. Ein Wohngruppenprojekt behinderter Menschen aus Hamburg, die 1988 ein musikalisches Projekt gestartet haben: http://www.laut.de/Station-17 Hier mal noch ein Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=sMuquutuj4k Was ich auch noch erwähnenswert fand war der Ausstieg von Andreas Kümmert. Ich habe hochachtung vor diesem Menschen, weil er mal ganz klar zugegeben hat, das ihn der Rummel um seine Person und der Kommerz ins Grab bringt. Den riesigen Shitstorm danach habe ich nicht verstanden, weil der ESC doch angeblich für Toleranz steht. Aber die Geschichten dieses Jahr zeigen nur einmal wieder, das die Toleranz nur eine Fassade ist, sondern es im Endeffekt nur ums Geld geht und was sich verkaufen lässt. Schade, aber das ist genau der Grund warum ich mir lieber kleine Bands in Blues oder Punkkneipen ansehe als diese Großveranstaltungen. Diese Musik ist im Gegensatz zur Massenproduktion "ECHT".

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