Sexarbeit ist in Irland nicht illegal, aber viele Rahmenbedingungen drum herum. So gibt es seit kurzem ein Sexkauf Verbot, das Kunden bestraft, die öffentliche Kontaktanbahnung ist verboten, genauso wie dass Dritte nicht aus Einkünften aus der Prostitution leben dürfen. Auch ist die Organisation von Prostitution verboten, was letztlich auf ein Bordell- und Agenturverbot hinausläuft. Ausserdem gibt es seit einiger Zeit ein Werbeverbot für Prostitution und wurde auf das Internet ausgeweitet.

 

Kürzlich erschien im Magazin ein Interview mit Laura Lee, die gegen das Sexkaufverbot in Nordirland öffentlich protestiert und auch bei Gericht Gehör findet. Seit Juni 2015 ist das sog. Schwedische Modell nämlich in Nordirland gültig, seit Februar 2017 in der Republik Irland. Dies ist das siebte Land (nach Schweden, Norwegen, Island, Nordirland, Kanada und Frankreich), wo nun ein Sexkaufverbot wirksam ist. Dabei ist es erwiesen, dass dieses Verbot zahlreiche Nachteile auch für Sexworker nach sich zieht.

 

Die Szene arbeitet daher vorwiegend im Untergrund und Escorts sind aufgrund der strafrechtlichen Konsequenzen mannigfachen Risiken und Bussgeldern ausgesetzt. Insbesondere auch, weil die Zusammenarbeit in einem Haus oder Wohnung verboten ist, da es sonst als Bordell definiert wird. Ähnlich wie in England. Allein arbeiten ist viel riskanter als mit Kolleginnen zusammen.

 

Eine Organisation, die sich für die Rechte von Sexworkern in Irland einsetzt, ist Sexworker Alliance Ireland (SWAI). Sie organisieren Proteste gegen die Kriminalisierung von Sexarbeit und unterstützen auch die Aktivistin Laura Lee in ihrem Engagement.

 

Du interessierst Dich für die Situation von Sexworkern international? Dann findest Du hier eine Übersicht aller bisher erschienenen Länderberichte.

 

https://www.kaufmich.com/magazin/interview-mit-callgirl-und-aktivistin-laura-lee/

 

Written by Susi


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