Safer Sex Guide: was Ihr über sexuell übertragbare Krankheiten wissen müsst! 

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Chlamydien, Syphillis und Tripper sind auch bei Sex gegen Bezahlung auf dem Vormarsch. Das Wissen über Geschlechtskrankheiten ist eher lückenhaft. Was bedeutet Safer Sex wirklich? Unser Safer Sex Guide gibt die Antwort.

Massive AO-Anfragen

Dies wissen wir auch aufgrund der massiven FO und AO Anfragen, die die Escorts täglich erreichen. Deshalb haben wir einen ultimativen Safer Sex Guide für Euch entwickelt, um die Wissenslücken endgültig zu schließen. 

Das Thema ist natürlich nicht sehr beliebt und man verschließt gerne auch mal die Augen. Aber trotz gesetzlicher Kondompflicht sind FO- und AO-Anfragen weiterhin verbreitet. Die Anfragen nach ungeschützten Geschlechtsverkehr (AO) sind nicht nur für die Escorts nervtötend, es grenzt ja an Nötigung, dies einzufordern.

Deshalb möchten wir in diesem ultimativen Safer Sex Guide auf einige der am meisten verbreiteten Geschlechtskrankheiten hinweisen. Manche sind unangenehm, aber vergleichsweise harmlos. Dafür sind andere lebensbedrohlich oder führen zu Unfruchtbarkeit. Und bei Sexarbeiterinnen auch zu Berufsunfähigkeit. Bitte informiert Euch, dies zu Eurem eigenen Schutz!

Deshalb ist ein Safer Sex Guide so wichtig

Zur Erinnerung: für Kunden besteht eine gesetzliche Kondompflicht. Bei Verstoß hagelt es hohe Bußgelder. Auch die Werbung für ungeschützten Sex, d.h. FO, FT, AV und GV ohne Kondom ist verboten und kann mit Bußgeldern belangt werden. Vielleicht sogar mit dem Entzug der gesetzlichen Anmeldung als SexarbeiterIn. Illegal zu arbeiten, birgt aber höhere Risiken in Puncto Sicherheit und Gesundheit. Bei gewalttätigen Übergriffen sinkt das Anzeigeverhalten. Deshalb informiert Euch hier und schaut Euch auch unsere Tipps im Kaufmich Kunden Knigge sowie im Kaufmich Escort Guide zum Thema Gesundheit an, damit Ihr vor ansteckenden Krankheiten verschont bleibt.

Bitte beachtet auch den unten stehenden Text zur Vorbeugung von Kondomversagen!

 

Bakterielle Vaginose

Von einer Vaginose sind etwa 30% aller Deutschen betroffen. Eine Vaginose bedeutet, daß Bakterien wie die Gardnerella vaginalis vorherrscht, wo sich sonst Milchsäure produzierende Bakterien angesiedelt haben. Eine Vaginose zählt nicht zu den Geschlechtskrankheiten im engeren Sinne. Meist befällt sie aber Frauen, die häufig wechselnde Sexualpartner haben, da sie durch Geschlechtsverkehr übertragbar ist.

Bei manchen Betroffenen gibt es keine Symptome, bei anderen starken Ausfluß. Auch können die Schamlippen und Vagina jucken und das Wasserlassen unangenehm sein.

Vaginose erhöht das Risiko, dass Erreger aus der Vagina in den Eileiter und in die Eierstöcke wandern. Dies kann ebenfalls zu Unfruchtbarkeit führen. Auch bedeutet es ein gesundheitliches Risiko bei einer Schwangerschaft.

Die bakterielle Vaginose ist in Deutschland sehr verbreitet: fünf Prozent aller Frauen erkranken daran. Bei Frauen, die eine STI-Klinik oder ihren Frauenarzt aufsuchen, sind es sogar 30%. Bei Männern, die mit infizierten Frauen Sex haben, tragen etwa drei Viertel die Bakterien in ihrer Harnröhre.

Kondome verringern das Ansteckungsrisiko. Generell gilt: man sollte immer ein neues Kondom beim Wechsel zwischen Anal- und Vaginalverkehr verwenden. Bei Beschwerden werden Antibiotika verabreicht.

Tripper

Tripper ist der umgangssprachliche Begriff für eine bakterielle Infektion mit Gonokokken. Diese Bakterien nisten sich gerne in den Schleimhäuten ein und können durch eine Schmierinfektion übertragen werden. Dies kann der Rachen und Mund sein, aber auch der Genitalbereich.

Man bemerkt die Infektion üblicherweise beim Wasserlassen oder eitrigem Ausfluss. Die Bakterien können unbemerkt übertragen werden, insbesondere, wenn Mund und Rachen infiziert sind.

Die Infektion kann aus dem Genitalbereich oder der Harnröhre aufsteigen und den Hoden und die Prostata befallen und zu Unfruchtbarkeit führen. Bei Frauen kann sie im Becken chronische Entzündungen verursachen und die Eierstöcke und Eileiter befallen. Auch hier kann es zu Unfruchtbarkeit und gefährliche Eileiterschwangerschaften führen. Außerdem können sie von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden und schwere Augenentzündungen verursachen.

Tripper ist in Deutschland nicht meldepflichtig. Aber es gibt Hinweise, dass auch diese Krankheit in den letzten 10 Jahren zugenommen hat. Sachsen ist das einzige Bundesland, wo es eine Labormeldepflicht gibt. Europaweit verdoppelte sich die Zahl gemeldeter Fälle. Es sind überwiegend Männer betroffen, die Sex mit Männern haben.

Kondome schützen, aber nicht ausreichend. Die Bakterien werden auch hier über eine Schmierinfektion übertragen, die bei Berührung mit den Geschlechtsteilen oder beim Oralsex übertragen werden. Das Risiko kann bei Frauen durch Lecktücher verringert werden. Man sollte unbedingt auf Sex verzichten, solange die Krankheit nicht austherapiert ist.

Leider sind Gonokokken zunehmend antibiotikaresistent und werden dadurch schwer behandelbar. Die Zahl der mehrfachresistenten Gonokokken ist europaweit gewachsen.

 

Chlamydien

Chlamydien sind eine bakterielle Infektion, die in Deutschland weit verbreitet ist. Die Bakterien werden über die Schleimhäute übertragen: Harnröhre, Scheide, Enddarm und Rachen. Sie können zu Unfruchtbarkeit führen!

Es gibt nur geringe oder gar keine Symptome, weshalb die Infektion leicht weitergegeben werden kann. Hinweise können Ausfluss aus Penis oder Scheide und Po sein oder Blutungen zwischen der Regel. Brennen und Juckreiz sowie Schmerzen bei Anal- oder Vaginalsex sind Anzeichen. Man sollte in jedem Fall den Arzt aufsuchen und sich testen lassen. 

Die Folgen können nämlich zu Unfruchtbarkeit führen, sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Auch Gelenk-Entzündungen können entstehen. Eine Chlamydien-Infektion erhöht das Risiko, sich mit dem Aids-Erreger HIV anzustecken. 

Chlamydien sind nicht meldepflichtig, außer in Sachsen. Aber es gibt Hinweise auf die Verbreitung, da man Daten aus Laboren gewonnen hat. So soll etwa jede 20. Frau unter 25 Jahren Chlamydien haben. Das Robert Koch Institut (RKI) hat diese Zahlen 2017 veröffentlicht.

Kondome schützen bzw. verringern das Ansteckungsrisiko erheblich. Bei Oralsex helfen auch Lecktücher. Die Keime werden auch über Speichel übertragen. Daher sollte man Speichel als Gleitmittel vermeiden.

Wenn man positiv getestet wird, sollte man seinen Partner oder Partnerin informieren. Chlamydien lassen sich mit Antibiotika behandeln. Die Behandlung dauert mindestens eine Woche bis zu 20 Tage. In dieser Zeit sollte auf Sex ganz verzichtet werden, da die Bakterien leicht übertragbar sind.

 

Syphilis

Auch hier sind es Bakterien, die die Syphilis verursachen, und durch ungeschützten Sex übertragen werden. Sie können von einer infizierten Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden. Unbehandelt befallen diese Bakterien das Blut und Organe, die Haut und das Gehirn.

Syphilis ist lebensgefährlich! Die Bakterien können über den Penis, After, Schamlippen, die Lippen oder den Rachen in den Körper eintreten und bildet dort ein schmerzloses Geschwür. Die Lymphknoten schwellen an. Das Geschwür verschwindet nach ca. einem Monat wieder, es kann zu Hautausschlägen kommen.

Wird Syphilis nicht behandelt, können Organe stark geschädigt werden, auch noch Jahrzehnte nach der Ansteckung. Sogar die Hauptschlagader kann reißen. Wenn die Syphilis das Gehirn befällt, kann es zu schwerwiegenden Behinderungen führen.

Die Syphilis unterliegt einer nichtnamentlichen Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz. 2017 wurden etwa 7.500 Menschen mit dieser Infektion gemeldet. Diese Krankheit ist seit 2000 wieder auf dem Vormarsch, wie der Anstieg der Fallzahlen zeigt. Die Krankheit tritt häufiger in Großstädten auf als auf dem Land. 

Kondome bieten zwar einen guten, aber keinen umfassenden 100% igen Schutz. Keime können über Oralsex übertragen werden. Man sollte unbedingt seine Partner informieren, sobald man über die eigene Infektion informiert ist. 

Im Frühstadium läßt sich Syphilis noch gut mit Penicillin behandeln. Im fortgeschrittenen Stadium müssen Patienten allerdings länger therapiert werden und Organschäden lassen sich nicht rückgängig machen. 

 

Genitalherpes

Genitalherpes macht sich durch kribbeln, stechen und brennen bemerkbar, bevor es ausbricht. Herpes wird über Körperflüssigkeiten weitergegeben und die Viren dringen in den Körper ein. Bei ungeschützten Geschlechtsverkehr wird Intimherpes vom Typ 2 weitergegeben. Bei Oralverkehr wird der Genitalherpes Typ 1 über den Mund auf Penis und Scheide übertragen. 

Herpes ist deutlich sichtbar. Innerhalb weniger Stunden bilden sich brennende, juckende Bläschen mit wässrigem Inhalt voller Viren, die nach und nach platzen und die Krankheitserreger verbreiten. Erst nach 2-3 Wochen klingen die Symptome ab. 

Es kann dabei zu Geschwüren kommen und es können Schmerzen beim Toilettengang entstehen. Manchmal kann sich die Vagina oder Eichel vollständig entzünden. Auch hier ist im Akutstadium das Risiko erhöht, sich mit HIV anzustecken.

Die Krankheit tritt sehr häufig auf. Jeder siebte bis zehnte junge Erwachsene in Deutschland ist mit Genitalherpes infiziert. So das Urteil der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Auch hier gibt es keinen vollständigen Schutz. Kondome und Lecktücher senken nur das Ansteckungsrisiko. Bei Juckreiz sollte man nicht die Bläschen aufkratzen und die Viren verteilen.

Was hilft, sind Salben, Tabletten oder Injektionen. Genitalherpes ist nicht dauerhaft heilbar, die Viren bleiben im Körper. Die Herpesbläschen können zwar verschwinden, aber sie können immer wieder auftreten. Stress oder ein geschwächtes Immunsystem bewirken den Ausbruch dieser Erkrankung. Auch hier gilt: auf Sex verzichten, bis die Bläschen vollständig verschwunden sind.

 

HPV

Humane Papillomaviren (HPV) werden über Sex übertragen. Dies betrifft Vaginalverkehr, aber auch Anal- und Oralsex. Es gibt Virenarten mit Niedrigrisiko- und welche mit Hochrisikotypen. Die Niedrigrisikotypen können ungefährliche Feigwarzen verursachen. Die Hochrisikotypen können zu Krebs führen, insbesondere Gebärmutterhalskrebs bei Frauen sowie Krebs im Mund und Rachenraum, an Penis und After.

HPV verursacht erstmal keine Beschwerden, weshalb es kaum bemerkt wird. Feigwarzen im Genitalbereich entdeckt man, wenn sich kleine weißliche, bräunliche oder rötliche Knötchen bilden. Ein Tumor kann sich durch Ausfluss und Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr bemerkbar machen, aber auch zwischen den Menstruationsblutungen und nach den Wechseljahren. Bei Gebärmutterhalskrebs berichten betroffene Frauen über Schmerzen im Kreuz- oder Beckenbereich, beim Stuhlgang oder Wasserlassen. 

In der Folge einer HPV Infektion kommt es zu Zellveränderungen, eine Tumorerkrankung ist möglich. Fast jeder sexuell aktive Mensch steckt sich mit HP-Viren an. Laut Robert Koch Institut erkranken jedes Jahr etwa 6.250 Frauen und Mädchen an bösartigem Krebs sowie 1.600 Männer und Jungen, der auf HP-Viren zurückgeht. Jährlich sterben etwa 1.600 Frauen an einen durch HP-Viren ausgelösten Gebärmutterhalskrebs und bei mehr als 50.000 muss eine Ausschabung des Gebärmutterhalses vorgenommen werden. 

Kondome senken nur das Risiko einer Infektion, bieten keinen Rundum-Schutz. Mittlerweile gibt es eine Impfung für Mädchen und Jungen zwischen 9-14 Jahren. Idealerweise sollte schon vor dem ersten Sex geimpft werden. Die Impfung ist für Jugendliche kostenlos. 

Um Vorstufen des gefährlichen Gebärmutterhalskrebs zu entdecken, sollten Frauen jährlich zur Früherkennung gehen und sich vom Frauenarzt untersuchen lassen. 

Feigwarzen lassen sich gut mit Cremes, Zäpfchen und Lösungen behandeln. In schweren Fällen hilft nur noch eine OP. Danach muß man sich regelmässig kontrollieren lassen, denn die Warzen können erneut auftreten. Krebsvorstufen lassen sich meist erfolgreich mit Operationen und Lasern entfernen, bevor der eigentliche Tumor entsteht. 

HIV

Das Human Immunodeficiency Virus (HIV) befällt Körperzellen, darunter wichtige Zellen des Immunsystems und tötet sie ab.

Die meisten der knapp 13.000 in Deutschland Infizierten sind ahnungslos, was für die Weitergabe des Virus tückisch ist. Im Frühstadium zeigen sich kaum Symptome, manchmal zeigen sich aber grippeähnliche Symptome wie Fieber und Gelenkschmerzen und Lymphknotenschwellungen. Durchfall und Ausschlag können weitere Anzeichen sein. Im Laufe der Jahre tötet der Virus die T-Helferzellen und schwächt somit das Immunsystem. 

Im Endstadium entsteht AIDS. Hier entstehen lebensgefährliche Infektionen wie Lungenentzündungen, Gehirnentzündungen oder Krebserkrankungen. Etwa 88.000 Menschen in Deutschland leben mit einer HIV Infektion. Die Diagnose erfolgt trotz Meldepflicht häufig erst Jahre nach der Ansteckung, weshalb es nur Schätzungen gibt. 2017 haben sich laut Infos vom RKI ca. 2.700 Menschen mit HIV in Deutschland infiziert. Die Zahlen sind leicht rückläufig. Es sind meistens Männer, die betroffen sind. Neuinfektionen finden sich allerdings vermehrt auch bei heterosexuellen Menschen. Weltweit hat der Virus 35 Millionen Todesfälle verursacht. HIV ist die tödlichste Infektionskrankheit der Welt!

Es gibt kaum Schutz, da es auch keine Impfung gibt. Der Virus wird über offene Wunden und Schleimhäute übertragen und findet sich in sämtlichen Körperflüssigkeiten wie Blut, Vaginalsekret, Analsekret, Sperma, Menstruationsblut oder der Muttermilch. Kondome und Lecktücher können auch hier nur das Risiko der Ansteckung senken, aber nicht gänzlich ausschließen. 

Seit 2016 gibt es in Europa die HIV-PrEP, die Präexpositionsprophylaxe, die hochwirksam ist. Es ist ein Präparat, das man vor dem Geschlechtsverkehr einnehmen muß, um eine Weitergabe des Virus an den Sexpartner zu vermeiden. Allerdings kann es ernsthafte Nebenwirkungen verursachen und die Einnahme sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. 

Es gibt verschiedene Arten von Tests, die u.a. auch daheim durchgeführt werden können. Das Ergebnis liegt bei einem Test im Labor nach zwei Tagen vor. Danach werden Bestätigungstests vorgenommen, wobei sich erst sechs Wochen später sicher sagen läßt, ob eine Ansteckung stattgefunden hat. Schnelltests weisen nur HIV-Antikörper nach und ein negatives Ergebnis ist erst nach zwölf Wochen sicher nachweisbar. 

Für einen Heimtest empfiehlt die Deutsche Aids-Hilfe den Autotest VIH, den Exacta-Selbsttest und INSTI. Ein negatives Testergebnis bedeutet, daß kein Virus im Blut gefunden wurde. Wenn das Testergebnis nach einem Selbsttest positiv ist, sollte man zum Arzt gehen, da es von einem Labor bestätigt werden muß.

Das HI-Virus läßt sich nicht aus dem Körper entfernen. Bei rechtzeitiger Therapie, können Schäden am Abwehrsystem verringert werden. Je früher der Virus diagnostiziert und behandelt wird, desto höher ist die Lebenserwartung.

Sinnvoll ist auch eine sogenannte Pep (Postexpositionsprophylaxe), wenn man Sex mit einer Person hatte, die den Virus trägt. Dabei nimmt man vier Wochen HIV-Medikamente ein. Wer sich also ungeschützten Sex ausgesetzt hat, sollte schnell zum Arzt, damit man mit einer Pep innerhalb weniger Stunden nach dem Sexkontakt beginnen kann. 

Betroffene müssen lebenslang Medikamente nehmen. Meist werden dazu verschiedene Mittel miteinander kombiniert.

 

Trichomoniasis

Auch folgende Krankheit ist sehr weit verbreitet. Die Trichomoniasis. Das ist ein übel riechender Ausfluß, der sich auch durch Jucken bemerkbar macht. Es handelt sich dabei um einen Parasiten, der beim Sex über eine Schmierinfektion übertragen wird und die Genitalien und Harnwege befällt.

Die Symptome sind ähnlich wie bei einer bakteriellen Vaginose, was den übel riechenden Ausfluß anbelangt. Auch können Blutungen zwischen der normalen Regelblutung auftreten. Bei Männern können die Erreger aus der Harnröhre in die Prostata und Hoden aufsteigen und Entzündungen verursachen. 

Trichomonaden haben keine schwerwiegenden Konsequenzen, sie schaden allerdings den Schleimhautzellen. Die geschädigte Schleimhaut wird empfänglich für andere Erreger. Auch ist das HIV-Infektionsrisiko erhöht. 

Weltweit stecken sich jährlich etwa 140 Millionen Menschen damit an. D.h. in den USA sind es eine von 30 Personen. Menschen mit wechselnden Sexualpartnern sind häufiger infiziert. Etwa drei Prozent aller Sexarbeiterinnen in Deutschland sind infiziert.

Kondome schützen auch hier. Allerdings nicht 100%. Wenn man infiziert ist, sollten sich auch die Sexpartner testen und untersuchen lassen. Therapiert wird auch hier mit Antibiotika, wobei der Partner ebenfalls therapiert werden sollte. 

Auch die Kunden tragen hohe Risiken

„Nicht nur für die SDLs, sondern auch für Freier spielen Kenntnisse im Infektionsschutz bei der Sexarbeit eine unter Umständen existenzielle Rolle. Freier müssen beim STI-Risiko, das sie unter Umständen durch Inanspruchnahme von Sexdienstleistungen eingehen, gegebenenfalls – je nach individueller Situation – auch an die „privaten Risiken zuhause“ denken. Auch eine recht banale und (noch) gut behandelbare STI wie z.B. Tripper (Gonorrhoe) oder Chlamydien – die, rechtzeitig erkannt und behandelt, zurzeit (!) noch nicht wirklich ein medizinisches Problem darstellt –, kann gewaltige private Erklärungsnöte und Probleme bereiten. STIs haben für Kunden daher nicht nur eine (oft gut beherrschbare) medizinische Dimension, sondern viel kritischere und schwerer beherrschbare private/soziale Effekte!“ 

Checkliste für Kunden

„Aber auch ohne Kondomunfall ist GV nicht ganz ungefährlich: die unteren Penisabschnitte, die nicht vom Kondom geschützt sind, können mit weiblichen Genitalschleimhäuten/-sekreten in Kontakt geraten. Bestimmte Erreger (z.B. HPV/Genitalwarzen, Syphilis, Herpes) können durchaus auf diesem Wege übertragen werden. Dies ist auch einer der Gründe, weshalb Kondome für keine einzige STI einen 100%-Schutz bieten.“

Checkliste für Sexarbeiterinnen

CHECKLISTE PRÄVENTION DES KONDOMVERSAGENS 

●  Markenkondome verwenden (Aufdruck DIN EN ISO 4074 : 2002)

●  keine abgelaufenen Kondome! (Haltbarkeitsdatum beachten!)

●  richtige Lagerung der Kondome (keine Hitze, Sonne, große Kälte); ideal:
kühl, bis 22 Grad; wichtig: trockene Lagerung!

●  SDLs sollten auf eigenen Kondomen bestehen, da sie nicht wissen, ob ihr
Kunde die Kondome in der Vergangenheit richtig gelagert hat

●  vorsichtig aus der Packung nehmen, ohne sie zu beschädigen (keine Schere,
nicht mit den Zähnen aufreißen); nicht mit scharfkantigem Schmuck oder
Fingernägeln beschädigen

●  bei Bedarf (ungewöhnliche Penisgrößen) Sondergrößen dabei haben und
verwenden; dies gilt vor allem bei abweichender Penisdicke (Länge ist nicht so relevant wie der Penisumfang).
Unpassende Kondomgrößen erhöhen das Risiko für Reißen, Abrutschen, Erektionsprobleme, Penis-Irritationen, reduzierten Genuss usw.

●  bei Latexallergie Kondome aus Polyurethan verwenden; kleines Depot von Polyurethan-Kondomen für Männer, die vorgeben, gegen Latex allergisch zu sein

●  keine Milchsäurezäpfchen oder anderen Medikamente kurz vor dem GV vaginal einführen

●  nie 2 Kondome übereinander

●  Kondom auf keinen Fall vor dem Aufsetzen auf den Penis entrollen!

●  falls vorhanden, Vorhaut zurückziehen

●  Reservoir (Spitze des Kondoms) mit zwei Fingern zusammendrücken, Gummiring
nach außen, vorsichtig abrollen, nicht ziehen!

●  darauf achten, dass das Reservoir schlaff ist und keine Luft enthält, sonst kann das Kondom später platzen (deshalb muss das Reservoir beim Aufsetzen
zusammengedrückt werden)

●  beim Aufsetzen des Kondoms mit dem Mund keine Zähne dazu einsetzen
(Gefahr der Beschädigung des Kondoms!)

●  nicht mit Fett oder Öl berühren (auch nicht Sonnencreme!)

●  trockene Scheide vermeiden; Gleitgel nutzen, dies muss aber öl- und fettfrei sein, d.h. auf Wasser- oder Silikonbasis. Eine trockene Scheide ist ein Risikofaktor für einen Kondomriss!
Vor allem kurz nach der Menstruation kann die Scheide trockener sein als sonst üblich.
Niemals Gleitmittel innen ins Kondom; niemals Penis vor dem Aufsetzen
des Kondoms mit Gleitmittel anfassen oder einreiben!

●  neues Kondom nehmen zum GV, wenn vorher intensives Französisch (vor allem mit Einsatz der Zähne) je Körperöffnung ein eigenes Kondom

●  richtigen Sitz des Kondoms während des GVs mit der Hand prüfen; der Hinweis, noch Gleitgel zu benötigen, kann als Anlass (oder Vorwand) genommen werden, den GV kurz zu unterbrechen und den Sitz und Zustand des Kondoms zu prüfen

●  bei langem oder besonders intensivem GV zwischendurch Kondom wechseln (auch die Verwendung von sexuellen Stimulanzien durch Kunden stellt einen Risikofaktor dar, weil der Sex dann länger dauert, roher oder heftiger erfolgt)

●  Kondom wechseln, wenn dieses innen schon sehr feucht ist (Lusttropfen, Prostatasekret)

●  beim Übergang von vaginal nach anal (und erst recht umgekehrt) Kondom wechseln

●  wenn der Kunde merkt, dass das Kondom in der Scheide fest steckt und er sich nur noch im Kondom bewegt: GV unterbrechen, neues Kondom

●  rechtzeitiges Herausziehen des Penis (zusammen mit dem Kondom, indem man dieses mit der Hand umfasst und festhält) aus der Scheide nach der Ejakulation, vor der Erschlaffung des Penis

●  viel „Handarbeit“ zwischen GV-Phasen vermeiden oder Kondom wechseln

●  Kondome bieten keine ausreichende Sicherheit unter Wasser, z.B. beim Sex in der Badewanne oder im Whirlpool

●  „Flügelkondome“ können helfen, Anwendungsfehler zu vermeiden; da sie dünner gestaltet sind als herkömmliche Kondome, bieten sie auch eine Chance auf moderat verbesserte Gefühlsechtheit

Anwendungsfehler vermeiden! Richtig ist: 

● der abzurollende Teil muss sich außen befinden!

● wurde das Kondom zunächst falsch herum aufgesetzt, ist es zu verwerfen und ein neues Kondom zu nehmen; nicht umdrehen! (Es kann bereits mit einem Lusttropfen benetzt sein, der dann nach außen gedreht würde und später in die Scheide gerät!) 

Luftreservoir mit einer Hand zusammendrücken; mit der anderen Hand das Kondom abrollen
● Kondom möglichst nicht mit Fingernägeln, Schmuck, Piercings berühren

Abweichendes Vorgehen bei Flügelkondomen:

● Flügel mit dem Logo nach oben anfassen; Reservoir nicht zusammendrücken
● beide Flügel gleichzeitig herunterbewegen; dies erfolgt ohne direkte Berührung des Kondoms
● Flügel entfernen)
● „Galactic Caps“ dienen lediglich der Schwangerschaftsverhütung und bieten (außer den Effekten, die mit dem Zurückhalten von Sperma verbunden sind) keinen Infektionsschutz! Für die Sexarbeit kommen sie daher nicht infrage. 

 

Wer es mit dem Lesen bis hierhin geschafft hat, ist nun bestens vorbereitet. 🙂 Kondome killen keine Lust bei richtiger Anwendung! Achtet auf die richtigen Kondomgrößen. Wir freuen uns über Euer Feedback im Kommentarteil!

25 Kommentare

  1. Bene Meier,

    Jetzt mal ehrlich und direkt. Würdest du dir, wenn die Möglichkeit bestehen würde über KVR dir einen Freierpass zulegen, auch mit der Auflage, dich regelmäßig vom Arzt auf sexuell übertragbare Krankheiten hin untersuchen zu lassen, nur um zum Beispiel mit einer SDL AO Sex praktizieren zu können? Vermutlich nicht. Das ist wie mit dem sogenannten Nuttenpass. Mal angenommen eine SDL hat jahrelang Pay-sex angeboten, und möchte, da Sie Mutter geworden ist, ihrem Kind ein gutes Vorbild geben und einen normalen Job ausüben. Sie schreibt Dutzende von Bewerbungen und wird nicht fündig. Warum? Weil auch Arbeitgeber sich informieren. Denn dieser Nuttenpass oder Freierpass würde wie ein dunkles Darmukelschwert über unsere Köpfe schweben, und Sie von der Gesellschaft ausgrenzen. Und in Bezug auf diese “Clans”, diese sind auch im Süddeutschen Raum angesiedelt, wie München, Landshut und auch Deggendorf und Passau. Aber auch in München gibt es viele SDL die Sex ohne Gummi anbieten. Selbst hier bei kaufmich.com.

  2. Etoiledamour on

    Müsste beim fettgedruckten Text bzgl. Chlamydien nicht korrekterweise stehen: “KEIN Speichel als Gleitmittel” anstatt “Speichel als Gleitmittel”???
    Baiser, Valerie

    • Kaufmich CM-Team on

      Hallo etoiledamour!

      Da steht, dass man Speichel als Gleitmittel vermeiden sollte.

      Viele Grüße
      Susi
      Kaufmich Team

  3. Hallo Bene Meier

    Das Risiko ist den Frauen einfach zu groß, ich rede jetzt mal nicht vom Pay Sex sondern von Frauen die privat bei Poppen.de, Joyclub etc ein Profil haben.
    Mein Freund hatte früher auch über diese Seiten ab und an mal eine Gelegenheit zum Sex, er sagt er hätte die Wahl immer der Frau überlassen ob sie Safer Sex möchte oder auf das Gummi verzichtet. So gut wie alle wollten Sex mit Kondom.
    Und eine frühere Freundin von mir macht es grundsätzlich nur mit, auch in längeren Beziehungen.

    Im Pay Sex kann ich mir eine legale Möglichkeit für AO schwer vorstellen, jede Escort und jeder Kunde müsste sich ja laufend untersuchen lassen, wer macht so etwas und sollen das noch die Krankenkassen und damit die Allgemeinheit bezahlen ?

    Am besten suchst du dir eine feste Freundin oder heiratest und ihr seid euch beide treu.
    Und wenn deine Frau eine Affäre oder ONS hätte , wie würdest du es finden wenn ihr Galan ohne Gummi alle 3 Lö…..vollgespr…. hätte ???

  4. Hallo Bene Meier

    Ich weiß nicht ob es in gewissen Kreisen kein Problem ist eine vielleicht super aussehende und intelligente Escort zu finden die mit Stammkunden AO zum entsprechenden Preis macht und sich mit den 30Tsd im Monat ihr Studium oder ihr Haus finanziert. Ich halte grundsätzlich alles für möglich .
    Nur kann man das nicht auf jede Escort und jeden Kunden und jede Region in Deutschland beziehen.

    Abgesehen vom Gesetz möchte ich nicht krank werden , dann nichts verdienen können, weitere Kunden oder meinen Partner anstecken., der nächste Frauenarzt termin ist erst in 6 Wochen zu bekommen, okay, als Krankenschwester könnte ich Symptome zuordnen und mich auf gut Glück mit Antibiotika zuwerfen und evtl. damit meine Nieren schädigen oder Resistenzen fördern.
    Also nicht die Latex Lobby fördern sondern die Pharma Lobby ?

    Vorbeugen ist besser als Heilen.

    Viele Erkrankungen verlaufen gerade beim Mann relativ symptomarm und viele gehen dann auch aus Scham nicht zum Arzt.
    Das ist auch an keine Gesellschaftsschicht gebunden. Im Krankenhaus sehe ich ansonsten tip top gepflegte Patienten, aber der Intimbereich ….. wird sehr vernachlässigt.
    Als Krankenschwester benutze ich ja auch Desinfektionsmittel, Handschuhe , Mundschutz und ggf Schutzkleidung, um mich selbst nicht anzustecken und Keime nicht an andere weiter zu tragen.

    Und ehrlich gesagt, als Escort möchte ich auch diese – hauchdünne – Distanz zum Kunden durch den
    Gummi.

    Man stelle sich auch vor eine gut besuchte Dame bietet auch AO an, hat 4 bis 6 Kunden oder mehr am Tag – lecker Schlammschieben.

    Viele Männer bestätigten mir auch dass sie mit Gummi das gleiche empfinden wie ohne – also reine Kopfsache . Kann ich auch bestätigen, denn meine Kunden kommen meist sehr schnell trotz Gummi. Einfühlsamer Service ohne Zeitdruck macht auch viel aus . Und klappt es tatsächlich mal nicht weil der Gummi den Mann abturnt, gleicht das eine gut gemachte Handentspannung mit viel Öl wieder aus.

    Die angeblichen 30Tsd pro Monat würden mich auf jeden Fall nicht reizen meine Prinzipien über Bord zu werfen und mich nötigen und provozieren zu lassen.

    Ich habe auch so meine ( Stamm ) kunden , verdiene als Hobby Escort zusammen mit meinem Gehalt als Krankenschwester mehr als so mancher hier in meiner Region, bin angemeldet und zahle Steuern, biete eine gemütliche Athmosphäre , warum sollte ich das riskieren wegen einer hirnrissigen AO Anfrage vom falschen Mann der vielleicht tatsächlich eine Geschlechtskrankheit hat .

    • Hallo Savina52,

      danke für deine Antwort.

      Natürlich will ich das nicht auf jede Escort Frau beziehen, das ist auch gut so, jeder soll sein Geschäft machen wie er/sie es bevorzugt und niemand soll Prinzipien über Bord werfen. Es gibt aber auch Frauen, die AO Sex bevorzugen oder ihnen nichts ausmacht.

      “Vorbeugen ist besser als Heilen.”
      Sehe ich genauso, umso wichtiger wäre es, legale AO Möglichkeiten zu schaffen und vor allem aufzuklären statt ständig das Thema zu verbannen mit dem Hinweis es sei verboten. Die Nachfrage danach ist einfach zu groß, als es zu ignorieren. Ein Gesetz das nicht kontrolliert wird oder kontrolliert werden kann hilft doch niemanden. Das führt dann eben zu noch mehr Menschenhandel und noch mehr Zwangsprostitution, und da sehe ich den Hund begraben.

      P.S.: Es gibt Männer denen ein Kondom nichts ausmacht, anderen aber schon.
      BM

  5. Hallo zusammen,

    die Kommentare lesen sich, als wäre das hier ein Treffen der Latexlobby.

    Wie mir auch bekannt ist, sind die meisten Geschlechtskrankheiten problemlos mit Antibiotica behandelbar. Für HIV gibt es Schnelltests jetzt auch bei Amazon (https://www.amazon.de/dp/B07HFCYM28) – wobei das kaum ein Thema sein sollte, es gab in Deutschland 2015 (offizielle Statistik,Quelle Springer) 420 Frauen und 310 Männer die sich mit HIV – auf heterosexuellem Weg – neu angesteckt haben – bei einer Gesamtbevölkerung von gut 80 Mio ist das wirklich zu vernachlässigen.

    Ich will das Thema AO Sex nicht verharmlosen aber dennoch bin ich der Meinung dass es deutlich schlimmer dargestellt wird als es ist.

    Mir sind Frauen bekannt, die weit über 30Tsd Euro pro Monat verdienen VORALLEM weil Sie AO Sex anbieten – natürlich schauen die genau hin, mit wem sie da ins Bett gehen. In München ist bei AO Sex ein Aufpreis von 50 – 150% drin. Und die, die mir bekannt sind, machen das jahrelang problemlos mit ihren Stammkunden. Ernsthafte gesundheitliche Probleme kenne ich dabei nicht. Geschlechtskrankheiten kommen vor allem eher bei den “unteren Einkommensschichten” vor, die sich Pay6 sowieso kaum leisten können. AO Sex zelebrieren neben ganz normalen Bürgern auch auch Politiker, Polizisten und auch andere männliche Beamte – denn alle haben das gleiche Problem – Sex mit Gummi ist einfach nicht das gleiche! Deswegen werden die auch weiterhin nichts machen, EGAL wieviel Freier man meldet.

    Ja schlimm ist die Wahrheit, aber so ist es eben. Motorradfahren unter 30 km/h ist auch öde, nur schnell machts Spass – auch man vielleicht gegen eine Wand fahren könnte und dabei umkommt. Im Straßenverkehr gibt es weitaus größere Probleme die behoben werden könnten, macht man aber auch nicht.

    Das Gesetz von 2017 wird sowieso bald geändert werden müssen und muss durch sinnvolle Aufklärung ersetzt werden. Nur die Latexlobby verdient dann halt weniger, und die ist wohl mächtiger als die AO Lobby.

    In unseren Nachbarländern Tschechien und Österreich wird das Thema deutlich entspannter behandelt – und – welch Wunder – da gibt es auch kaum Probleme mit Geschlechtskrankheiten. Ich will nicht sagen dass es diese nicht gibt, aber so ist es eben, wer viel Geld verdienen will, hat eben ein kleines Restrisiko. Und das lässt sich wiederrum minimieren durch z.b. antibakterielle Gleitmittel (ja bei Amazon eingeben…).

    Leider ist das Angebot an AO Sex aber leider dennoch zu gering, um die gigantische Nachfrage zu befrieden. Das wissen auch mafiaähnliche Vereinigungen, hier auch unter „Clans“ bekannt, die dieses Angebot mit ost- und südosteuropäischen Frauen ausgleichen – vor allem in NRW, Berlin und Hamburg, die dann eben oft dazu gezwungen werden AO anzubieten. Und DAS ist das echte Problem – und dabei können Geschlechtskrankheiten deutlich schneller verbreitet werden, schließlich gibt es dabei keine Aufklärung, die 3 monatlichen Checks werden nicht gemacht, Geld wird bezahlt, das normalerweise bei legalen Gewerbetreibenden landen würde, Steuern werden auch nicht abgeführt, von der Würde der Frauen mal ganz abzusehen.

    Dabei werden Unmengen an Geld verdient – und die Macht der Clans wächst und wächst.

    Aber das ist das gleiche Thema wie bei der Drogenpolitik, mit schwachsinnigen Verboten – statt ordentlicher Aufklärung – werden kriminelle Organisationen bestärkt. Wenn man politische Laien Gesetze machen lässt oder Lobbyisten zu viel Einfluss gewährt, kommt nur BUL**IT dabei raus, siehe auch Mietpreisbremse und BER Flughafen.

    P.S.: Natürlich habe ich NUR Sex mit Kondom, ist ja klar…

    BM

    • Kaufmich CM-Team on

      Hallo Bene Meier,
      schon mal über die Antibiotika Resistenzen nachgedacht, die auch im Beitrag erwähnt wurden? Auch zum Thema HIV-Schnelltests wurde im Artikel einiges gesagt. Du sagst: “Leider ist das Angebot von AO-Sex noch zu gering….” Bedauerst Du das etwa? Kaufmich und auch das Kaufmich Magazin ist nicht der Ort, um AO-Sex zu verherrlichen. Kaufmich verfolgt eine strikte Anti-AO Politik und das war bereits vor der Einführung der Kondompflicht der Fall. Woher hast Du denn die Information, daß mafiaähnliche Vereinigungen für das Angebot an AO-Sex sorgen? Bild, BZ etc.? Ich bin gespannt auf Deine Antwort.

      viele Grüße
      Susi
      Kaufmich Community Management

      • Hallo Susi,

        danke für deine Antwort.

        Antibiotika Resistenzen können natürlich entstehen, aber da wäre es auch sinnvoller woanders anzusetzen, nämlich in der Tierzucht wo massenhaft Reservreantibiotika verwendet werden. Aber das ist ein anderes Thema. Es ist ja nicht so, dass man nach jedem Mal AO Sex gleich eine Geschlechtskrankheit hat, das ist die absolute Ausnahme.

        Natürlich habe ich keine direkten Beweise, aber klar ist doch, es gibt Prostiutierte in Deutschland die zu dieser Arbeit gezwungen werden. Dann ist es kein weiter Weg, die Frauen doch gleich zu AO SEx zu zwingen – schließlich bringt das mehr Geld. Und der Nachfragemarkt ist riesig – und der kommt auch aus der Mitte der Gesellschaft, das sind nicht nur “Spinner”.

        Ein Gesetz, das so gut wie gar nicht kontrolliert werden kann (oder nicht kontrolliert werden will), hilft meiner Meinung nach niemanden.

        Warum nicht legale Angebotsmöglichkeiten schaffen ? Mir sind viele Frauen bekannt die AO Sex bevorzugen würden.

        Wenn Männer auch eine dreimonate Gesundsheitsprüfung machen würden, dann eine Art “Freierpass” bekommen, können Risiken minimiert werden und Angebote auf legalem Weg geschaffen werden – natürlich macht das nicht jede Frau, das ist aber gar nicht das Ziel. Das ist immer noch besser als unkontrollierte AO Gangbangparties, die dann fast zwangsläufig zur Ausbreitung von Menschenhandel und Geschlechtskrankheiten führen.

        Aber das ist das gleiche wie mit Marijuana in Deutschland, für sinnvolle Gesetze sind wir wirklich nicht bekannt.

        BM

  6. xelaaidualc on

    Ja , wer hört an die Gesetze?
    Beispiel in Göppingen in der xxxstrasse
    Fast alle macht…, in die Türe sagt alles nur mit Schutz dann in Zimmer sagt „ wenn du möchtest ohne Schutz….kostet extra,…..
    Wer kontrolliert diese Haus? Wer sah sich die Gesetze der Gesundheit an????
    Im Haus sind Mäuse ohne Spaß
    Es gibt nur eine Toilette ohne Waschbecken Es ist kein Mitarbeiter zu reinigen Handtücher und Bettwäsche sind schlammig Wenn etwas im Haus passiert, gibt es keinen Alarm
    Die Tür hinter dem Haus ist immer offen Die Tür hinter dem Haus hat keine Schlösser es ist einfach undurchdringlich Die meisten Räume haben kein Licht und alle Prostituierten müssen Toilettenpapier und Reinigungsmittel kaufen und die Miete kostet € 560 pro Woche (€ 80 pro Tag) Und die meisten Prostituierten erhalten keine Quittung Oder nur eine Quittung von 320 € gibt die Betriberin ( Chefin Odet ) und der Rest ist schwarz??????
    Wir sind in Deutschland 🇩🇪?????????
    Warum ist so?!?? Wer kontrolliert die Haus 🏠????
    Auf dem Boden haben Linoleum aus den Jahren des Bechers Im ganzen Haus gibt es Orte, die von Mäusen gemacht wurden
    wer macht sonst noch die Kontrollen?

  7. bruder-apothecarius on

    Klasse, vielen Dank für diesen ausführlichen und gut recherchierten Beitrag! Ich dachte, angesichts des fortgeschrittenen Lebensalters schon ziemlich gut Bescheid zu wissen, habe hier aber noch eine Menge Neues lernen können! TWO VERY ENTHUSIASTIC THUMBS UP!

  8. @Savina “bezüglich der Blasenenzündung etc.”

    Das ist mir auch noch eingefallen, dass viele eigentlich noch relativ harmlose Infektionen wie Vaginosen, Blasenenzündungen, vor allem aber Pilzinfektionen CHRONIFIZIEREN.
    Dem Mann kann´s ziemlich “wursch sein”, denn er überträgt nur, ist dabei relativ symptomlos.
    Der SDL droht dabei jedoch nahezu Berufsunfähigkeit.
    (Also braucht man auch die Harmlosen nicht verharmlosen), zumal bei hochaktiven SDL´s durch die viele Duscherei und Rasiererei die natürliche Hautbarriere massiv gestört sein dürfte.

    Und im Endeffekt geht es NICHT nur um “Todesfälle”, wie gern als einziges End-Szenario von den Hobby-Statistikern angeführt wird, sondern um eine besch*ssene Lebensqualität sowie Berufsunfähigkeit.

    • Kaufmich CM-Team on

      @Jolande das mit der Berufsunfähigkeit ist völlig richtig, ich habe es in dem Artikel noch mit aufgenommen. Danke für diesen Hinweis.

      lg Susi
      Kaufmich Community Management

  9. Nachtrag

    Am Nachmittag erreichte mich dann heute die zweite AO Anfrage eines Stammkunden.
    Immerhin konnte man sich darauf einigen, weiterhin ein Kondom zu benutzen.

    Ich wollte in meinem Beitrag nicht nur auf die Gesetzeslage und die Hygiene zur Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten eingehen, sondern auch auf ethische , moralische Fragen ( sofern mir das als Escort überhaupt zusteht ).
    Die vorwurfsvolle Frage eines Stammis ” warum willst du mich nicht wirklich ” ( also AO) , ja was soll ich darauf antworten ? Ich komme in die Lage mich rechtfertigen zu müssen für etwas das allen völlig klar sein müsste, Safer Sex.
    Allen 3 Herren mit denen ich nette vertraute Dates hatte musste ich also in die Wüste schicken und bekomme fast ein schlechtes Gewissen dabei. Ich weiß dass alle 3 in einer Beziehung leben, und alle 3 wissen, dass ich auch liiert bin.
    Die Lage ist eigentlich klar, ich biete unverbindliche Pay Sex Treffen an und das Safer. Damit ich nicht krank werde, die Krankheit an meinen Freund weitergeben würde, die Männer an ihre Frauen usw.
    Trotzdem wird man genötigt und provoziert .

    Noch etwas:
    – Honeymoon Desease
    steht nicht auf der Liste der sexuell übertragbaren Krankheiten aber häufig bekommen gerade junge Frauen eine Blasenentzündung nach viel Sex ( stundenlanges Reinhämmern immer und immer wieder …) bzw Fingern mit ungewaschenen Pfoten. Also bitte das gründliche Händewaschen nicht vergessen.
    Und bitte richtet euch nach den Wünschen der Escort , sie weiß besser als ihr wie belastbar ihr Körper ist .

    – in der Checkliste der Prävention des Kondomversagens wurde erwähnt das Kondom zu wechseln falls sich Lusttropfen oder Prostatasekret darin empfinden, logisch aber als Steigerung des ganzen gibt es Männer, denen man nicht anmerkt dass sie schon ” gekommen ” sind, die auch weiter eine volle Erektion haben und munter mit der vollgespritzten Tüte weiter rammeln ….. absolutes NoGo!

  10. Ich find Eure verschiedenen “Guidlines” auf der Plattform auch sehr nützlich, hab ich ja schonmal gesagt.

    Ich glaube, die zwei Themen:

    – Gesundheit/ Prävention inklusive FO
    – sowie “der Preis”
    –> das sind DIE ZWEI hartumkämpftesten Gebiete im Pay6. Das hat fast etwas mit “Kampf der Geschlechter” zu tun. Die Männer wollen dabei absolut ihre egoistisch-motivierten Interessen durchsetzen, geprägt als absolutem Machtkampf.

    Man kann es in JEDEM Blog dazu nachverfolgen. Selbst wenn Du denkst, Du hast mit Fakten (wie z.B. hier im Beitrag)mal jemanden überzeugt, kommen dieselben Personen kurze Zeit später wieder mit ihren gleichen verblendeten Verharmlosungszusammenhängen. Und wenn man dafür ausdünnende Statistik bemüht etc..
    Es ist zum Haareraufen!
    Ich schau Dir in die Augen männlicher Verblendungszusammenhang!!

    Und das manche Frauen das selber für sich ebenso adaptieren: ohne Worte!

  11. Glemstal69 on

    Es gibt aber nich nur Freier die AO anfragen, sondern auch SDL´s die AO gegen Aufpreis anbieten!
    Dies ist mir persönlich auch schon zweimal passiert, ich lehne dann dankend ab denn ich liebe mein Leben und auch meine Gesundheit!

  12. Wie wichtig Safer sex ist sollte doch jeder/ jedem bewusst sein.
    Trotzdem setzt da bei vielen Männern der Verstand aus und ich begreife das nicht.

    Eben gerade fragte mich ein Stammkunde , wir kennen uns ja schon sooo lange da möchte er Treffen ohne Gummi. Ich antwortete , nachdem aus meiner Sicht einige sinnfreie Nachrichten gewechselt wurden, nein, weder mit dir noch mit irgendjemand anders und er möge mich nicht mehr kontaktieren.
    Er bedankte sich dann noch für die schönen Treffen die wir hatten und das wars.

    Die AO Anfragen sind nicht weniger geworden sondern eher mehr.
    Beim Anmeldevorgang im Landesverwaltungsamt in Halle/ Saale fragte ich den Sachbearbeiter danach und wie man mit solchen Anfragen umzugehen hätte, ob man sie irgendwo melden könne denn schließlich sind es ja die Männer die nach gesetzeswidrigen Praktiken fragen. Nö war die Antwort, fragen dürfe jeder und wenn es verboten ist erhöhe es wohl den Reiz es zu tun. Aha, und das von einem Sachbearbeiter der zuständigen Behörde.
    Ich frage mich dann auch wo mleipziger die Damen die angeblich AO bieten und in irgendwelchen Freier Foren erwähnt wurden , meldet.
    Der Schmarrn der zum Teil in diesen Foren verbreitet wird entbehrt wirklich jeglichem Niveau und Respekt.

    Letztens wurde ich beschimpft ” Ihr Nutten fickt ja alle nur mit Gummi, zum Kotzen ” und das bei einem Mann der beim Anbahnungstelefonat durchaus sympathisch rüberkam und sich dann beim Date widerlich verhielt.

    Macht frau es ohne Tabus ist sie eine Schlampe, tabulose Fickmatratze , Drecksau ” der du die Naturschokol….. ins Maul drücken kannst ” – angeboten von Ehemännern die ihre ” Ehestuten ” etc zur Benutzung freigeben, alles Auszüge aus KM Profilen.

    Wie frau es auch macht, beschimpft wird sie so oder so und ” die Prostituierten belasten die Allgemeinheit weil sie Krankheiten verbreiten ” so ein Kommentator in einem vorherigen Magazin – Thema.

    Zur Zeit bin ich deswegen ziemlich frustriert, ich nehme meine Tätigkeit als SDL sehr ernst und möchte das Gesetze, Regeln und respektvolle Kommunikation gelten und Tabus respektiert werden.

    Diejenigen, die AO suchen können sich doch bei anderen Seiten umschauen auf denen privat gesucht / angeboten wird , beim Pay Sex gelten eben Gesetze.

    • Kaufmich CM-Team on

      Nicht nur AO-, auch FO Anfragen sind nach wie vor stark. Häufig werden SDL auch unter Druck gesetzt, wenn sie lieber safer anbieten würden. Weil andere es auch so machen, wird argumentiert. Kunden, die nicht FO wünschen, sind seltener, aber es gibt sie. Vielen ist nicht bewußt, welche Risiken auch ungeschützter Oralsex beinhaltet. Von geplatzten Kondomen, verursacht durch falsche Größe oder falsche Anwendung, ganz zu schweigen. Allein das Infektionsrisiko mit HPV ist groß, insbesondere bei Frauen, die rauchen. Eine HPV Impfung sollte neben einer Hepatitis Impfung Standard für SDL sein. Die HPV Impfungen sind ursprünglich für Jugendliche gedacht, bevor sie das erste Mal Sex haben. Aber ich las bei einem Mediziner auch, daß sich ruhig erwachsene Sexdienstleisterinnen impfen lassen sollten.

      @Savina52 Ich kann verstehen, daß Du frustriert bist. Ich kenne das noch aus meiner aktiven Zeit als SDL. Diese Anfragen und Beleidigungen nerven einfach nur.

      lg Susi

    • Souvereign on

      “Ich frage mich dann auch wo mleipziger die Damen die angeblich AO bieten und in irgendwelchen Freier Foren erwähnt wurden , meldet.”

      Überhaupt nicht. Er schrieb, er würde Sie “meiden”, also nicht hingehen. ;-)))

    • mleipziger on

      @Savina52 Ich finde es sehr gut, dass du den “Russisch-Roulette Junkies” die Rote Karte zeigst.
      Wir wurde von keiner Dame jemals AO angeboten. Auf diversen Seiten bieten sich aber tatächlich einige Damen dafür an bzw. tauschen sich Freier darüber aus. Ob diese Damen welche sich dafür anbieten auch tatsächlich AO vollziehen ist eine andere Frage. Melden tu ich diese jedenfalls nicht. Weil für mich sind diese Seiten dahingehend nützlich, weil ich diese Damen dann kategorisch meide. Dann sollte man die Männer eher melden. Übrigens find ich nicht nur Dummheit der Männer welche sich AO Sex suchen “bemerkenswert” sondern auch ihr Wortkabular und ihre Intelligenz überhaupt. Da haben manche wirklich umwerfende Tipps wie man sich vor Krankheiten schützen kann NACHDEM man AO Sex hatte. Das reicht von “man säubere hinterher seinen Schwanz mit Spüllmittel oder schärfere Haushaltsreiniger bis irgendwelche Pillen,Salben zu benutzen.
      Einfach unglaublich.

  13. Ein sehr guter Beitrag. Auf jeden Fall empfehle ich die Durex Markenkondome, denn diese blauen sind CE geprüft und besonders dick, safer, besonders sicher. Die roten gefühlsechten kann ich absolut nicht empfehlen.

    • Kaufmich CM-Team on

      Hallo Lauri, vielen Dank für Dein Feedback und Deinen Hinweis auf CE geprüfte Kondome!

      liebe Grüße
      Susi
      Kaufmich Community Management

  14. mleipziger on

    Ein sehr wichtiger und lobenswerter Beitrag. Sicherheit geht nun einmal vor Lust.
    Großes Kompliment !
    Einige Damen haben mir selbst schon davon berichtet, dass sie ständig nach ungeschützten Sex (AO) befragt werden.
    Auch gibt es Internetseiten, wo sich über Damen ausgetauscht werden, welche sich diesen Wahnwitzigen Dingen beugen bzw. von sich aus anbieten.
    Auch ich nutze diese Seiten, aber nur um genau diese Damen zu meiden. Selbst geschützter Sex käme dort für mich nicht in frage.
    Über die Männer (Kunden) welche sich auf diesen Seiten auf extrem niedrigsten Niveau austauschen….dümmer gehts nimmer !

    • Kaufmich CM-Team on

      Hallo mleipziger,
      vielen Dank für Dein positives Feedback. Das Thema Safer Sex ist schwierig und begeistert wenige Leser. Umso mehr freuen wir uns über Dein Lob. Übrigens bei den sog. AO Foren tauchen auch immer mal Frauen auf, die kein AO anbieten, denen das aber angedichtet wird, um ihrer Reputation zu schaden. Also auch da darf man nicht alles für bare Münze nehmen.

      viele Grüße
      Susi
      Kaufmich Community Management

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