Gastautor Tee-Liebhaber hat das Wiener Rotlicht erkundet und hier seine Erfahrungen niedergeschrieben. Allerdings können wir den Bericht nicht unkommentiert stehenlassen: die geschilderten Arbeitsbedingungen sind grenzwertig und machen nachdenklich, was Preisdumping,  Sprachverständigung und Kontrolle durch Dritte betrifft und auf Zwangsprostitution hinweist. Service und Tabus sollten in gegenseitigem Einvernehmen vereinbart werden können.

 

Bei den beschriebenen Begleitumständen und den Verhandlungen mit einer Agentur, bekommt man als Leser doch Zweifel, dass dort alles mit rechten Dingen vonstatten gegangen ist. Die Verlängerung des Dates wurde nicht mit der jungen Frau vor Ort vereinbart, sondern über Dritte. Kommandoton und Gebrüll am Telefon, die Erleichterung der jungen schüchternen Frau, länger bleiben zu dürfen ... ein Honorar, das auf Ausbeutung hinausläuft: 250€/24 Std.

 

Was bleibt nach Abzug der üblichen Agenturprovision dann wohl für die junge Frau noch übrig? Oder wurde gar das Geld komplett von der "Agentur" einkassiert, da von Seriosität keineswegs auszugehen ist. Was meint Ihr liebe Leser? Welcher menschliche Preis wird tatsächlich für Sonderpreise gezahlt?  

 

Wer kennt sie nicht? Die Stadt mit dem dritten Mann, im britischen Thriller von Carol Reed aus dem Jahr 1949 mit Harry Lime und dem weltberühmten Musikstück auf der Zitter. Die Rede ist von Wien. Eine eindrucksvolle Stadt mit diesem weltberühmten Riesenrad auf dem Prater und – hier geht es ja um die wichtigste Sache der Welt – mit einem geradezu überquellenden Angebot an Liebesdiensten.

 

Man glaubt es kaum, doch das Angebot ist riesig und die Preise im Keller. Wien liegt unmittelbar an der Grenze zur Slowakei und nicht erst seit den Flüchtlingsströmen ist der Versuch der Damen vom Balkan dementsprechend groß, hier das längst nicht mehr große Geld zu machen. Wer hier Zärtlichkeit sucht, kann nicht viel falsch machen. Offiziell liegt die Stunde für einen Besuch im Hotel bei hundert Euro, wer handelt, bekommt die Stunde auch für 70 oder 80 Euro, inklusive Taxikosten, versteht sich. Oder zwei oder drei Stunden für etwas über 100 Euro und bei Sympathie auch die ganze Nacht. Zärtlichkeiten im Hotelpool und ein ausgiebiges Tête–à–tête bei Kerzenschein im Hotelzimmer sind kein Problem. Was völlig auf der Strecke bleibt, ist allerdings die Kommunikation. Die Mädchen können weder Deutsch noch Englisch und die Verständigung gelingt nur mit „Händen und Füßen“.

 

Anfänglich hatte ich noch Glück, weil manche Worte einer dieser Balkansprachen eine gewisse Ähnlichkeit mit Französisch aufweist und so wenigstens eine rudimentäre Verständigung möglich war. Was soll das, werden sich manche fragen, zur Sache kommen, rein-raus, das klappt auch ohne Reden. Das mag wohl sein, doch es hängt davon ab, wie man selbst den Sex begreift. Als reine Mechanik, zur Erlösung des inneren Druckes oder als Liebesspiel, also als ein anspruchsvolles Spiel zu zweit, mit gelebter Zärtlichkeit.

 

Dazu gehört jedoch Wohlergehen auf beiden Seiten und das Begreifen des Mannes, dass die Liebesdienerin im Idealfall eine Geliebte auf Zeit ist. Mit allem Drum und Dran, dem nötigen Respekt und ganz viel gegenseitigem Verständnis im Sinne von Verstehen. Ich weiß, da kommt bei mir der hoffnungslose Romantiker durch, der erst einmal seine Geschichte drumherum braucht, um sich überhaupt mit einem weiblichen Wesen gegen Bezahlung einzulassen.

 

Insofern war Wien der Sprung ins kalte Wasser mit bislang nicht gekannten Facetten bezahlter zwischenmenschlicher Beziehungen. Ein paar Tage später eine sehr unsympathische Stimme einer vermeintlich knallharten Verhandlungsführerin am Telefon, die erstaunlich schnell und unerwartet (finanzielle) Zugeständnisse machte. Der Deal brachte mir ein schüchternes Mädchen im Hotel ein, gerade 18 und ohne jede sprachliche Verständigungsmöglichkeit, so dass ich sie am liebsten wieder nach Hause geschickt hätte.

 

Nach Hause, was ist das? Ein Domizil ohne Rückzugsmöglichkeit für das eigene Ich, ständiges Warten und doch schnell auf dem Sprung sein, wenn Leute wie ich anrufen und sich ein menschliches Wesen wie eine Pizza bestellen. Wollen wir das? Ich wollte das jedenfalls nicht und suchte krampfhaft nach einem Ausweg aus dieser nachhaltig sprachlosen Situation. Doch die ergab sich schneller als erwartet beim Tee, im diesbezüglich reichhaltig ausgestattetem Hotelzimmer. Von mir angedeutete Schwimmbewegungen und ein erstes zartes Lächeln im Gesicht meines Gegenübers ließen den gemeinsamen Entschluss reifen, den Hotelpool aufzusuchen. Deutlich langwieriger gestaltete sich allerdings das Auftreiben eines Bikinis für die zierliche Mädchengestalt. Wasser hat etwas Natürliches. Es entspannte unsere Körper und verleitete uns zu allerlei Späßen. Das Mädchen war plötzlich ein Kind und ich merkte richtig, wie die Last ihres Tages und die Schwere ihres Lebens abgefallen war. Das Wasser war zu unserem Spielplatz geworden.

 

Nach zwei Stunden rief ich wieder diese unsympathische Stimme an und begehrte die vorher in Aussicht gestellte Dienstleistungs-Verlängerung, die sich wider Erwarten erstaunlich problemlos mit 280 Euronen für 24 Stunden gestaltete. Im Kommandoton wurde ich schließlich aufgefordert, mein Mobiltelefon meiner Partnerin auf Zeit auszuhändigen. Die unsympathische Stimme wurde lauter und brüllte dem Mädchen etwas ins Ohr. Mir schwante schon Böses, doch nach Beendigung des Gespräches sprang mir das Mädchen erst einmal um den Hals. Ich rutschte aus und wir fielen beide ins Wasser. Samt Handy, was sich gemäß Herstellerversprechen tatsächlich als wasserdicht entpuppte.

 

Wir waren allein im Pool und blieben stundenlang, bis uns das Hotelpersonal pünktlich um 23 Uhr hinauskomplimentierte. Zurück im Hotelzimmer hatte ich Lust auf Massage. Da ich mich nicht verständlich machen konnte und sie, wie sich später herausstellte, noch nie jemanden massiert hatte, fing ich an. Nachdem ich zunächst ihre Füße und Beine mit massierenden Bewegungen eingecremt hatte, kniete ich über ihr und widmete mich massagetechnisch ihrem Po und ihrem Rücken. Nach einer Weile suchte sie mit ihren Händen Körperkontakt und umfasste schließlich meine Kniegelenke. Dann verriet sie mir ihren Namen. Nennen wir sie jetzt Natalie. Nach dem Umdrehen war die Massage recht schnell zu Ende, denn Natalie zog mich an sich heran und halb auf ihr drauf und halb seitlich sind wir dann Arm in Arm eingeschlafen. Unsere ermüdende Wasserschlacht hatte ihren Tribut gefordert.

 

Mitten in der Nacht waren wir plötzlich beide gleichzeitig munter und es war Natalie, welche sehr zielstrebig die Initiative für richtig ausgiebigen Girlfriendsex vom Feinsten ergriff. Die Chemie zwischen uns stimmte wohl und irgendwann kündigte ein Zittern von Natalies gesamten Körpers das Ende unseres Matches an. Es war sehr schön, mein anfänglich schlechtes Gewissen war verflogen und wir schliefen solange, dass wir am nächsten Morgen nur noch mit Hängen und Würgen den Frühstückstisch rechtzeitig erreichten.

 

Danach verwickelte das Zimmermädchen aus dem benachbarten Bratislava Natalie in ein Gespräch. Ich vermutete, dass die beiden Landsleute sind. Anschließend haben wir Wien unsicher gemacht. Als die Stunde des Abschieds nahte, wurde Natalie ganz still und ihre Augen glänzten wässrig. Statt mit dem Taxi brachte ich Natalie mit der Bahn zu ihrer Einsatzzentrale zurück. Die unsympathische Stimme entpuppte sich als veritabler Hausdrachen. Doch es kam das Angebot, Natalie zwei Tage später erneut zu treffen, zum Sonderpreis von 250 Tacken für 24 Stunden.

 

Leider hat meine Geschichte kein Happy-End. Meine Vorfreude, Natalie nach zwei Tagen wiederzusehen, war trügerisch. Natalie kam nicht mehr und blieb verschwunden, vermutlich hängengeblieben in den auf Grund der Flüchtlingswirren wieder eingeführten Grenzkontrollen.

 

Schade. Doch ich werde Wien mit seiner käuflichen Liebe in schöner Erinnerung behalten.

 

Written by Gastautor


12 Kommentare

Anonymous

Geschrieben

Durch einen aktuellen Blog wurde ich auf diesen Artikel hier aufmerksam. Mann, mann, mann ...... was denken sich manche Kerle eigentlich? Frauenverachtender geht's wirklich nicht mehr. Dank Typen wie DIR (Geiz-ist-geil-Fraktion) blüht die Zwangsprostitutuion und die Zuhälter reiben sich die Hände und es heißt wirklich "Ware Mensch" - pfui Teufel! Wofür ihr Männer für Sex bezahlt? Ganz einfach: Daß wir Damen Euch das geben, was ihr auf der Stelle braucht und unkompliziert ohne persönliche Ansprüche zu stellen wieder ziehen lassen. Im besten Fall haben auch wir etwas davon, aber oftmals werden wir wenigstens noch für schlechten Sex bezahlt. Eine dauerhafte Geliebte ist wesentlich teurer und anspruchsvoller (nervt nur) als eine Escortdame!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anonymous

Geschrieben

Es ist echt schade, dass ich diesen Beitrag hier erst jetzt entdeckt habe bzw. darauf aufmerksam gemacht wurde! "Wer hier Zärtlichkeit sucht, kann nicht viel falsch machen. Offiziell liegt die Stunde für einen Besuch im Hotel bei hundert Euro, wer handelt, bekommt die Stunde auch für 70 oder 80 Euro, inklusive Taxikosten, versteht sich." "Nach zwei Stunden rief ich wieder diese unsympathische Stimme an und begehrte die vorher in Aussicht gestellte Dienstleistungs-Verlängerung, die sich wider Erwarten erstaunlich problemlos mit 280 Euronen für 24 Stunden gestaltete. Im Kommandoton wurde ich schließlich aufgefordert, mein Mobiltelefon meiner Partnerin auf Zeit auszuhändigen. Die unsympathische Stimme wurde lauter und brüllte dem Mädchen etwas ins Ohr. Mir schwante schon Böses" Wenn man mal von einem Stundenpreis von 50 € ausgeht (was schon viel zu wenig ist!), wären das für 24 Stunden immerhin 1.200 € ... ok sagen wir mit Mengenrabatt gute 1.000 €! Das sind also immer noch mehr als das 3fache! Und dann willst du uns allen Ernstes weiß machen, "dass man auch in Deutschland für 250 bis 300 Taler mühelos eine Begleitung für den ganzen Tag bekommt" Ach ja? Wo das denn? Ich kenne KEINE Frau, die sich selbst so günstig verschärbelt! Und dann kommt der Herr auch noch aus Hamburg! Dann zeig mir mal derartige Frauen, die dich für 300 € 24 Stunden begleiten! "Ich habe deshalb auf Anraten des Zimmermädchens zusammen mit dem Mädchen bei Western Union im Westbahnhof ziemlich viel Geld in ihre Heimat geschickt." JA NATÜRLICH! Warum schreibst du das erst, nachdem du Kommentare erhalten hast, die dir offenbar nicht gefallen haben? Ich finde es wirklich erbärmlich, wenn du dich jetzt auch noch als Retter aufspielen willst! "Denn mir wäre in jeder Sekunde eines bezahlten Treffens bewusst, dass die Zärtlichkeit meines Gegenüber die bezahlte Dienstleistung einer Illusionskünstlerin ist. Mit jedem weiteren Wort in diesem Blog wird mir immer klarer, dass der Tausch von vorgetäuschten Gefühlen gegen Geld – gleich in welcher Höhe – für mich immer ein schlechtes Geschäft sein wird." Was erwartet so ein Mensch von einer SDL ??? Ich kann es echt nicht fassen ... man man man!!!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anonymous

Geschrieben

Liebe Lisa, ich kann nicht erkennen, wie ich mit einer offiziell höheren Bezahlung solch armen Geschöpfen helfen könnte. Die können nicht eine Silbe Deutsch und sind auf Gedeih und Verderben ihren Vermarktern ausgeliefert. Jeden Euro mehr, den ich an die Sklavenhändler bezahlen würde, landet garantiert nicht bei diesen Mädchen. Es hat keinen Sinn mehr, über mein Verhalten in Wien zu diskutieren, weil die Paysex-Welt eigentlich noch nie meine Welt war und jetzt mit Sicherheit auch nicht mehr ist. Die Beitragsschreiber/innen hier haben mir dies durch ihre Diskutiererei sehr bewusst gemacht. Ich vermag auch nicht zu erkennen, worin im Endeffekt der Unterschied zwischen hohen und niedrigen "Miet"-Preisen liegen soll. In jedem Fall wird die (fehlende) menschliche Zuneigung auf der einen Seite durch einen finanziellen Gegenwert auf der anderen Seite ersetzt. So funktioniert das Geschäft und ich persönlich käme niemals auf die Idee, eine Gespielin auf Zeit für 400 und mehr Euro pro Stunde zu mieten. Denn mir wäre in jeder Sekunde eines bezahlten Treffens bewusst, dass die Zärtlichkeit meines Gegenüber die bezahlte Dienstleistung einer Illusionskünstlerin ist. Mit jedem weiteren Wort in diesem Blog wird mir immer klarer, dass der Tausch von vorgetäuschten Gefühlen gegen Geld – gleich in welcher Höhe – für mich immer ein schlechtes Geschäft sein wird. Rückblickend war es einfach keine gute Idee, jenem Taxifahrer aus Wien zuzuhören und später ohne größeres Nachdenken meinerseits seine unaufgeforderten Tipps in die Tat umzusetzen. Das durch die Taxifahrerwerbung hervorgerufene damalige Kribbeln in meinem Bauch war eine Fata Morgana und ich frage mich mittlerweile, warum ich hier überhaupt darüber diskutiere. Schließlich zeigt sich die verlogene Welt des horizontalen Gewerbes in diesem Blog besonders deutlich und die meist ungespielten Gefühle einer lieben Freundin sind tausendmal leichter genießen. Schöne Grüße

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anonymous

Geschrieben

PS: Und wenn AsiatInnen oder andere MigrantInnen für unsere Klamotten in ihrem Heimatland weniger als 50 Cent Lohn pro Kleidungsstück erhält oder andere Berufsbranchen, dann wundern dich noch ihre günstigen Angebote als Escort hier in Dtl.?? Die sind mit EUR 100,00 vermutlich mehr als glücklich. Aber ihnen ist auch ihr Köper und was damit geschieht weniger wichtig bzgl. Dauerbelastung oder Krankheiten, da ihnen die Unterstützung ihrer Familie viel wichtiger als ihre eigenes Leben...womit wir wieder am Anfang des Kreislaufes wären...*** bist du!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anonymous

Geschrieben

Ja die unbelehrbaren Pfennigfuchser, die dann im Forum jede teure Frau herunterputzen. Dazu fällt mir nur noch ein, dass du den rauhen Umgangston der Agentur sehr wohl erkannt hast und zumindest das KANN man dir vorwerfen. Und die Erzählung des Mädchens sich nach jedem Date nackig machen zu müssen. Alle anderen deine achso weißen-Weste-Geschichten die du jetzt aus dem Ärmel zauberst glaubt dir kein Mensch mehr, jedes Mal fällt dir da eine neue angebliche gute Tat ein. Warum hast du das denn nicht alles sofort getippt? Weil es nie passiert ist und du nach Ausreden suchst. Ja bitte gerne, such dir aus wen du magst!!! Du willst eben einfach nicht verstehen und ich will mit dir auch nicht kommunizieren. Ist zwar genauso wie die die Bio-Gemüse/Fleisch (liebe Leser, bitte den Vergleich mit Fleisch nicht auf die Goldwaage legen) oder Regionale Lebensmittel-Geschichten oder KIK der Textilkonzern. Es geht auch im Escort-Geschäft um Nachhaltigkeit wenn auch hier in einem vll. anderen Sinne (Gesundheit, Selbstbestimmung etc. pp.) und was für Preise eine Dame für die Einsatz ihres Körpers mit allen möglichen Risiken (das betrifft nicht nur Krankheiten!) verlangt sollte ausschließlich von ihr ausgehen, nicht vom Clienten, nicht von der Agentur oder vom Gesetzgeber! Ich denke, jeder hier verstanden, warum du kritisiert wurdest, nur die Pfennigfuchser natürlich nicht :D

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anonymous

Geschrieben

Ich habe es nicht nötig, mich hier beschimpfen zu lassen. Die Konsequenzen aus Euer beider Vorwürfen wäre, auf käuflichen Sex zu verzichten. Denn wie sehe ich einer Telefonnummer an, wer sich dahinter verbirgt, dazu noch in einer für mich fremden Stadt? Ich bin ein sehr seltener Nutzer des horizontalen Gewerbes und Eure Glorifizierung hochpreisigen Verkehrs könnt Ihr Euch echt schenken. Je teurer, umso schlechter die Dienstleistung, ist jedenfalls meine Erfahrung, ohne sie jetzt als allgemeinen Maßstab setzen zu wollen. Die angesprochene Frankfurter Szene kenne ich nicht, wie ich auch diese Stadt nur von der Bahnsteigseite vom Umsteigen kenne. Doch beispielsweise in Berlin gibt es jede Menge wirklich netter Asiatinnen, die einen für zwei- bis dreihundert Taler den ganzen Tag begleiten. Die sind weder drogenabhängig, noch haben sie einen Vermarkter, der Ihnen das Geld gleich wieder abknöpft. Und sie sind überaus gepflegt und sehr korrekt, was in der Paysex-Szene auch nicht zum Normalfall gehört. Ach ja, sie haben oft echte Gefühle und ich muss mich von keinen gespielten Regungen nerven zu lassen. Und angesichts der Tatsache, dass eine ALDI-Verkäuferin keine 80 Euro am Tag nach Hause bringt, hält sich mein schlechtes Gewissen auch sehr in Grenzen. Zurück nach Wien, abgesehen davon, dass Ihr mir das wahrscheinlich sowieso wieder nicht glauben wollt, weil es nicht in Euer hochpreisiges Weltbild passt: Ich war mit dem Mädchen bei einer Hilfsorganisation im damals mit Flüchtlingen überfüllten Wiener Bahnhof. Die Frau dort hatte mit Natalie gesprochen und dann zu mir gemeint, dass sie freiwillig in Wien und nicht eingesperrt sei. Das war's und mehr habe ich zum Thema nicht zu sagen. Die heile Welt in Eurer (hochpreisigen) Prostitution gibt es bekanntermaßen auch nicht. Wirklich moralisch wäre es, auf jeglichen Sex abseits echter Zuneigung zu verzichten.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anonymous

Geschrieben

Soso, das hast du dir ja fein ausgedacht, diese Nach-Story als Rechtfertigung, nachdem sich drei Damen negativ über dich geäußert haben. Soll dir das noch jmd. glauben?? Macht es jetzt die Geschichte des Menschenhandels besser? Sie musste sich nackig machen? Du hast doch genau dies unterstützt, ganz egal wie schön du dir dein Treffen und deine angebliche gute Tat des Geldsendens dir oder sollte ich besser sagten uns allen reden willst. Denn du hast diese Agentur überhaupt erst beauftragt. Hätten diese Agenturen keine Clienten, müssten diese sich ihr Geschäftsmodell und -gebaren überdenken! Das ist der Punkt, den du überhaupt nicht verstanden hast. Du hast keine freiwillige Hobbyhure (bitte ohne Wertung des Begriffs jetzt) oder eine Independent Escort gebucht, du hast Menschenhändler aufgesucht und ganz bewusst solche, die Tiefstpreise aufrufen. Mal sehen, welche üble Ausrede als Nächstes folgt.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anonymous

Geschrieben

"...dass man auch in Deutschland für 250 bis 300 Taler mühelos eine Begleitung für den ganzen Tag bekommt..." Und wo bekommt man in Deutschland eine erotische Dienstleistung um Euro 300 für 24 Stunden? Am Drogenstrich des Frankfurter Bahnhofsviertels? Zeig mir doch bitte ein Independent Escort oder eine seriöse Agentur, wo man 24 Stunden für Euro 300 buchen kann! "Gut, ich habe einmal mit dem Mädchen geschlafen, wobei das auch noch von ihr ausging." Dieses Mädchen wird als Zwangsprostituierte tagtäglich von Männern vergewaltigt! Denkst Du tatsächlich sie hat da noch Lust auf Sex? Sie hat sich dazu verpflichtet gefühlt, weil sie es nicht anders kennt und weil sie Dir wahrscheinlich auch dankbar war, dass Du sie besser behandelt hast als die meisten anderen Kunden. Du hast dies dann ausgenutzt und Dir anscheinend auch noch selbst vorgemacht sie hätte Spaß dabei gehabt. Ja klar, wenn man tagtäglich sexuell missbraucht wird, hat man sicher noch Freude am Sex. Würdest Du etwas Anstand besitzen dann hättest Du die "Agentur", die anscheinend ihren Sitz in Wien hat, da Ihr ja mit der Bahn zur "Einsatzzentrale" gefahren seid, schon längst bei der österreichischen Polizei angezeigt, da hier ganz eindeutig der Straftatbestand der Zuhälterei erfüllt wird! Zumindest aber hättest Du Dich an www.sexworker.at gewandt und dort Dein Erlebnis geschildert. Diese Organisation setzt sich für die Rechte von Sexworkern ein.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anonymous

Geschrieben

Liebe Lisa, mal ganz abgesehen davon, dass man auch in Deutschland für 250 bis 300 Taler mühelos eine Begleitung für den ganzen Tag bekommt, geht Dein schon beleidigender Kommentar völlig an der Sache vorbei. Gut, ich habe einmal mit dem Mädchen geschlafen, wobei das auch noch von ihr ausging. Ich hätte mich nämlich auf Grund der Umstände, die mir schließlich nicht verborgen geblieben sind, gar nicht getraut. Ansonsten habe ich mir einen Abend und einen Tag Zeit genommen, um etwas Abwechslung in ihr trauriges Leben zu bringen. Und ich bin mal so frei zu behaupten, dass ihr das sehr gefallen hat. Was das Geld betrifft: Ich habe das Thema in meiner Geschichte, die ich ja schon vor vielen Monaten geschrieben hatte, bewusst weggelassen, um eventuell mitlesende Sklavenhändler nicht auf falsche Gedanken zu bringen. Immerhin hatte mir das Zimmermädchen in unserem Hotel übersetzt, dass sich das Mädchen bei der Rückkehr in die "Agentur" völlig nackt ausziehen muss und bis in die letzte Ritze alles durchsucht wird, um ein "Bunkern" von Geld rigoros zu verhindern. Ich habe deshalb auf Anraten des Zimmermädchens zusammen mit dem Mädchen bei Western Union im Westbahnhof ziemlich viel Geld in ihre Heimat geschickt. Also Lisa, wenn du tatsächlich meinst, dass durch "entrüstetes Ablehnen" von "normal denkenden Männern" solche Sklavenhändler fortan faire und menschenfreundliche Liebesdienstvermittler werden würden, dann erscheinst DU mir mehr als weltfremd. Ich wünsche Dir etwas Nachdenken und noch einen schönen Tag! Tee-Liebhaber

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anonymous

Geschrieben

"Wer hier Zärtlichkeit sucht, kann nicht viel falsch machen." Oh doch, man kann sogar sehr viel falsch machen, nämlich an eine Zwangsprostituierte zu geraten, wie es dem Autor wohl eindeutig passiert ist. "Offiziell liegt die Stunde für einen Besuch im Hotel bei hundert Euro, wer handelt, bekommt die Stunde auch für 70 oder 80 Euro, inklusive Taxikosten, versteht sich." Ich wusste nicht, dass es in Wien anscheinend Einheitspreise gibt, obwohl ich hier seit über 3 Jahren als Escort tätig bin und noch NIE Dates für Euro 100 die Stunde angeboten habe. Dass der Autor dann auch noch - zumindest indirekt - zum Handeln auffordert, ist ja wohl die Höhe! "Es war sehr schön, mein anfänglich schlechtes Gewissen war verflogen...." Das schlechte Gewissen war verflogen, weil sich eine 18-jährige Zwangsprostituierte dankbar gezeigt hat, dass sie ein Mal ein wenig besser behandelt wurde als sonst? Und man kam nicht mal auf die Idee diesem Mädchen (welches eigentlich in der Schule sitzen oder eine Ausbildung machen sollte anstatt mit um 40 Jahre älteren Mann 24 Stunden für einen Hungerlohn zu verbringen) ein angemessenes Trinkgeld zu geben? "Doch ich werde Wien mit seiner käuflichen Liebe in schöner Erinnerung behalten." Man behält also Zwangsprostitution in schöner Erinnerung und junge Mädchen, die dazu gezwungen werden sich für einen Hungerlohn zu verkaufen und die Tatsache, dass man als Kunde selbst ein Teil davon war und es für seine Befriedigung genutzt hat! Herren wie der Autor dieses Blogs machen nichts anderes als Zwangsprostitution auch noch zu fördern! Jeder normal denkende Mann hätte bei diesen niedrigen Preisen entrüstet abgelehnt. Gäbe es keine Nachfrage für diese extrem billigen Angebote (Euro 250 für 24 Stunden????), dann würde auch ein solches Angebot nicht existieren und diese armen Mädchen und Frauen würden nicht regelrecht versklavt werden, um solchen ignoranten Dummköpfen wie dem Autor dieses Blogs zur Verfügung stehen zu müssen!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anonymous

Geschrieben

Diese Geschichte bereitet mir Magengrummeln und ich bin betroffen, wie sich hier etwas schöngeredet wird - ja sogar in dem Sinn - "Ich tu ihr etwas gutes, besser sie ist bei mir, als wenn der nächste anruft und sie wie eine Pizza bestellt!" Nun ja, der Vaterkomplex ist ja bekannt und sicherlich gibt es auch einen Opakomplex, so dass sich ein 18 Jähriges Mädchen sehr geborgen bei einem 58 jährigen Mann fühlt. Auch die Sache mit dem Preis. Der muss ja schon recht niedrig gewesen sein, aber dass man dann noch stolz darauf ist, dass weitere "finanzielle Zugeständnisse" gemacht werden, ist schon mehr als nur eine schräge Denkweise.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anonymous

Geschrieben

Bittersüße Geschichte, aber wer diese Dumping-Preise annimmt und nicht einmal Taschengeld außerhalb der Agency bei diesem "Discount"-Honorar drauflegt, fördert auch den Menschenhandel....

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

DIR KÖNNTE AUCH GEFALLEN:

×