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Wenn man geliebte Toys verliert...

Es ist ein sonderbares Gefühl, wenn man aus Versehen eine Tasche mit Fetisch-Sachen in einem Zug vergisst. Einerseits ist es wirklich sehr schade drum, und zwar nicht nur aus finanziellen Gründen. Im Laufe der Zeit gewöhnt man sich an die vertrauten Spielzeuge. Mit ihnen verknüpft man besondere Erinnerungen, sowohl gute als auch schlechte. Man grinst, wenn dieser Anblick Gedanken an komische oder lustige Momente aufkommen lässt. Man seufzt verträumt, wenn schöne Augenblicke im Gedächtnis auftauchen, in denen man die Zeit am liebsten angehalten hätte...

Andererseits fühlt es sich wie ein Abenteuer an, wenn man in einem Fundbüro an einem Bahnhof eine Verlustanzeige aufgibt. Es macht richtig Spaß, den Inhalt von der verlorenen Tasche einem Mitarbeiter zu beschreiben und dabei sein Gesicht zu beobachten.

So ging es mir gestern, als ich aus einem ICE in Basel ausstieg. Im gleichen Moment fiel mir plötzlich ein: Sch... Meine elegante schwarze Transportrolle (mit solchen Rollen sind normalerweise Architekten und Künstler unterwegs) mit Rohrstock und zwei schönen hochwertigen Gerten war nicht mehr da. Sie blieb im Boardbistro liegen, in dem ich davor ganz unbekümmert Sekt getrunken hatte.

Erst am nächsten Tag, als ich in Zürich war, hatte ich Zeit, um eine Verlustanzeige am hiesigen Hauptbahnhof aufzugeben. Als die Frage nach dem Inhalt von der Transportrolle kam, antwortete ich ganz selbstverständlich, als ob es nichts besonderes wäre: 3 Peitschen. Der gütigen braven schweizerischen Frau, die am Schalter saß, konnte man dabei überhaupt nichts anmerken. Sie sah genauso aus, als ob ich gesagt hätte: Nähset oder Babyernährung. Sie blieb absolut gelassen und gleichgültig.

In solchen Momenten wundert man sich doch, wie facettenreich unsere Gesellschaft in den letzten Jahren geworden ist. Menschen, die an öffentlichen Orten täglich arbeiten, haben schon so viel gesehen, dass man sie überhaupt nicht mehr beeindrucken kann. Schade eigentlich... :)

"Wer sich an das Absurde gewöhnt hat, findet sich in unserer Zeit gut zurecht."
- Eugène Ionesco

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