In den Niederlanden bereits möglich Aber warum diese Absage? Dies ist bereits in den Niederlanden möglich, wo sog. Sexualbegleiterinnen bzw. Sexualassistentinnen Leute mit Handicaps und Menschen in Alten- und Pflegeheimen besuchen. Auch hierzulande gibt es bereits seit einigen Jahren Frauen, die dieses Angebot schaffen. Warum sollten körperbehinderte und pflegebedürftige Personen nicht in den Genuss von Zärtlichkeit und Sexualität kommen, die ihnen anderweitig versagt ist?
Es ist überhaupt nicht nachzuvollziehen, warum Politiker diesen Vorschlag ablehnen. Man sollte mal mit älteren Menschen und Leuten mit Behinderung selbst sprechen und fragen, was sie von dieser Absage halten. Dies ist doch eine Bevormundung des Staates und zwar in entmündigender Form, wenn er diese Bedürfnisse ignoriert.
Tabu Thema braucht Akzeptanz Es geht doch darum, diesem Tabu Thema eine gesellschaftliche Akzeptanz zu verschaffen: warum sollen Alte und Behinderte keine Lust haben? Ob dafür allerdings immer nur eine Sexualbegleitung in Frage kommt, wo Zärtlichkeiten, Berührungen, maximal Handentspannung angeboten wird oder nicht auch eine echte Hure, wo mehr möglich ist? Es gibt unter den Escorts Frauen, die keine Berührungsängste haben und in der Lage sind, sexuelle Dienstleistungen für ältere Personen und Leuten mit Handicap anzubieten. Auch auf Kaufmich gibt es dafür eine extra Kategorie unter den angebotenen Diensten. Oder man fragt z.B. bei einer Beratungsstelle wie Hydra nach, die Kontakte in Berlin vermitteln kann. Es ist also längst schon gelebte Realität und sexuelle Lust wird in Pflege- und Altenheimen auch schon befriedigt. Nur eben noch nicht auf Rezept.
Daher sollte man endlich respektieren, dass pflegebedürftige und ältere Menschen, Personen mit Handicap auch ein Triebleben haben. Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag über Sex und Handicap. Dies vor dem Hintergrund, dass unsere Gesellschaft immer älter wird und die Alten länger fit bleiben. Für das allgemeine Wohlbefinden gehört Zärtlichkeit und Sex zum Menschsein und allgemeinen Wohlbefinden einfach dazu. Warum nicht auf Rezept? So könnten auch Menschen profitieren, die nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. An dem Thema muss man unbedingt dran bleiben. Es ist und bleibt ein Thema in der Zukunft.
Wie seht Ihr das? Findet Ihr den Vorstoss der Grünen Politikerin richtig oder lehnt Ihr diesen Vorschlag ab und falls ja warum? Eure Meinung ist gefragt und wir freuen uns auf Euren Kommentar.