Gesetzlich ist das Führen von Bordellen und Formen der Zuhälterei verboten, wobei es inoffizielle Bordelle dennoch gibt und diese toleriert werden.
Auch bei der Einreise Migrantinnen zum Zwecke der Prostitution zu helfen, ist verboten.
Geschätzt wird die Anzahl der Prostituierten in Belgien auf etwa 20.000 bis 30.000, wovon etwa 70% Migrantinnen sind, die meisten Bulgarinnen.
Es gibt zahlreiche Rotlichtbezirke in vielen Städten wie Brüssel und Antwerpen, gearbeitet wird aber auch am Strassenstrich, im Escort, in Bars, erotischen Massagestudios und Bordellen. Strip Clubs und Lap Dance ist ebenfalls verbreitet. Ähnlich Amsterdam gibt es Schaufenster, in denen Sexarbeiter ihre Gäste empfangen. Allein in Brüssel sind es um die 200 Fenster.
In der Vergangenheit gab es verschiedene Anläufe das Gesetz zu ändern. Mal stand die Legalisierung von Bordellen zur Diskussion, mal das Schwedische Modell, das den Sexkauf verbietet. Im Augenblick gibt es keine Informationen dazu, welchen Weg Belgien weiter beschreiten will.
Sexarbeit in Belgien: Organisationen
Auch in Belgien gibt es eine Organisation, die sich für die Rechte von Sexarbeitern einsetzt. Sie heisst Espace P. und ist in zahlreichen belgischen Städten vor Ort aktiv.
Länderberichte weltweit - eine Übersicht
Die Texte in der Reihe "Prostitutionsgesetze weltweit" werden in Zukunft aktualisiert, sofern rechtliche Veränderungen vor Ort ein Update sinnvoll erscheinen lassen. Susi für Kaufmich
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