In den meisten Ländern unserer Welt gibt es spezielle Regelungen und Gesetze, die den Umgang mit Sexarbeitern, dem Prostitutionsgewerbe und / oder ihren Kunden regeln. In unseren Länderberichten versorgen wir Euch mit wichtigen landestypischen Informationen. Im folgenden Artikel geht es um die Regelung der Sexarbeit in Kanada.

 

Sexarbeit in Kanada: Schweden läßt grüßen
Seit Dezember 2014 wird Prostitution in Kanada durch zahlreiche Reglementierungen eingeschränkt. Einzug gehalten hat auch das sog. Schwedische Modell und die strafrechtliche Verfolgung von Kunden: Verboten ist der Kauf sexueller Dienstleistungen, die Kommunikation und Kontaktanbahnung zum Zwecke des Verkaufs sexueller Dienstleistungen. Auch dürfen von Dritten keine Räume zur Vermietung an SexarbeiterInnen zur Verfügung gestellt werden. Generell gilt, dass Dritte nicht in irgendeiner Weise von Sexarbeiterinnen profitieren dürfen; strafbar macht sich, wer sie unterstützt oder Hilfe anbietet.

 

SexarbeiterInnen ist es nicht gestattet, in der Nähe von Schulen, Spielplätzen, Pflegeheimen, ihre Dienste anzubieten, sowohl zu arbeiten als auch zu kommunizieren.

 

Ebenfalls verboten ist die explizite Werbung für sexuelle Dienstleistungen.

 

Durch all diese Massnahmen soll die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen eingeschränkt werden und Personen davon abgehalten werden, den Job der Sexarbeit auszuüben. Es wird davon ausgegangen, dass die Entkriminalisierung von Sexarbeit nur zu einem Anstieg von Menschenhandel führt. Zumindest sind kanadische Politiker davon überzeugt.

 

Bordelle und bordellähnliche Betriebe sind übrigens ebenfalls verboten. Genauso wie es verboten ist, mit SexarbeiterInnen zu leben oder regelmässig in ihrer Gesellschaft zu sein (Ausnahmen gelten für Familienmitglieder, Vermieter u.a.)

 

Das oben erwähnte Werbeverbot bedeutet auch, dass ein Durchsuchungsbeschluss erlassen werden kann, Privat- und Geschäftsräume zu durchsuchen und Eigentum wie Computer oder Mobiltelefone zu beschlagnahmen, wenn darauf Werbeanzeigen für sexuelle Dienstleistungen sowie Kontaktanbahnungsgespräche zu finden sind. Eine Seite wie Kaufmich sucht man dort vergeblich.

 

Die Polizei kann ebenfalls private Kommunikation - Telefon, Email-Verkehr - überwachen und strafrechtlich verfolgen, wenn hier Gespräche zum Zweck der Verkaufs sexueller Dienstleistungen besprochen werden. Ziel ist es, Kunden zu verfolgen und zu verhaften.

 

Aber auch Strip-Clubs, Massage-Studios und Escort-Agenturen stehen im Fokus des Gesetzes. So wurden sie in der kanadischen Provinz Saskatchewan bereits verboten.

 

Sexarbeit in Kanada: Organisationen
Alles in allem sehr schwierige Arbeitsbedingungen für SexarbeiterInnen. Seit Jahren gibt es sehr engagierte Organisationen in Kanada, die sich für ihre Rechte stark machen. So z.B. die Organisation „Stella“ in Montreal, die von SexarbeiterInnen geleitet wird, oder Maggie’s in Toronto.

 

http://chezstella.org http://maggiestoronto.ca  

 

Weitere Länderberichte im Magazin
Neben diesem Artikel "Sexarbeit in Kanada" haben wir noch weitere Länderberichte mit interessanten Informationen über die speziellen gesetzlichen Regelungen und Gesetzen der jeweiligen Länder für Euch:

 

Länderberichte weltweit - eine Übersicht

 

Written by Susi


5 Kommentare

Anonymous

Geschrieben

hallöchen ;))) also ich finde es sehr interessant zu erfahren wie mein job in einem anderen land gehandhabt wird! küsschen ;)))

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Anonymous

Geschrieben

loddarr, sehr guter Kommentar und leider sehr wahr! Ja, es gibt Männer, die rein durch ihren Charakter keine Frau halten könnten - ja wenn es nicht eben auch Frauen gibt, die ihren Stolz vergessen..Arrangements eingehen ( Mann darf Geliebte haben) stillschweigend die vom Mann angeschleppten Geschlechtskrankheiten behandeln lassen usw. Hillary Clinton ist das beste Beispiel. Der Ehebruch wurde öffentlich zelebriert aber sie ist an seiner Seite geblieben. Damals dachte ich " Wow, eine starkeFrau". Heute bin ich mir darin nicht mehr so sicher.^^ Ich kenne Frauen, die gehen dermaßen viele Kompromisse ein, dass ich mich frage, wo bleibt da ihr Selbstwert? Haben sie es wirklich so dringend nötig einen Partner zu halten? Einer sagte mir mal, dass er nun eine Freundin hat und mich weiter treffen will. Das fand ich schon heftig. Er meinte entweder sie kommt damit klar und genießt die Zeit mit ihm oder lässt es sein. Ich schrieb ihm, dass ich seine kalte Art mit seiner Freundin umzugehen erschreckend finde und bezweifle, dass er liebesfähig ist. Er meinte er will mich ungerne aufgeben. Manche Frauen würden so etwas vieleicht als Kompliment nehmen, ich nicht! Für mich einfach ein auf sein Vergnügen bedachter Egoist, der keine Rücksicht auf die Gefühle von anderen nimmt. Als Bucher, ist das akzeptabel , aber wenn ich überlege so jemanden als Partner zu haben - der blanke Horror!^^ Aber ja es gibt Frauen, die das mitmachen Na ja, das ist eigentlich eher OT. Sorry dafür

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Anonymous

Geschrieben

Das wir über Prostitutionsgesetze international berichten, ist u.a. darin begründet, dass viele Escorts touren, auch international. Davon abgesehen interessiert es manche Leser, wie es woanders auf der Welt zugeht. Immerhin hat dieser Artikel seit Veröffentlichung schon knapp 1000 Leser erreicht. Wir werden auch weiter über Prostitutionsgesetze international sowie über die Rechtslage im eigenen Land berichten. mfg Kaufmich Team

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Anonymous

Geschrieben

Jepp, jetzt wissen wir bald wie es in der ganzen Welt es mit dem Sex gehandhabt wird! Was nützt es denn nun wirklich hier in Deutschland dieses Wissen? Nicht böse sein, aber kaum eine Escort von hier geht nach drüben über den großen Teich. Könnten wir mal bei unseren Problemen, hier in Deutschland bleiben? Sorry, denn noch lebe ich hier und nicht in Kanada, China oder sonst wo! Pardon, aber das mag keiner mehr lesen über jedes Land wird berichtet und so gut wie keiner kommentiert hier und das sagt mir doch auch aus, es interessiert so gut wie niemanden was in aller Welt so getrieben wird! Und wir haben im Moment ja genug mit unserem eigenem Gesetz zu tun, was SDL angeht!!

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Anonymous

Geschrieben

Hallo, das ist leider nicht anderes als faschistoider Aktionismus, der da in Schweden und Kanada mit den brutalen Reglementierungen der menschlichen Selbstbestimmung betrieben wird. Außerdem dokumentiert es, wie perfide und absolut verlogen die Wegbereiter dieser Reglementierungen sind. Man müsste eigentlich alle Ehen und Beziehungen in Schweden und Kanada für rechtswidrig erklären und unter Strafe stellen, wo die Frauen nur wegen des Geldes und des Wohlstandes in die Ehen und Beziehungen eingewilligt haben. In der Regel sind die Frauen von Wohlhabenden zwanzig Jahre und mehr jünger und sehr “knackig“. Generell kann man über Geldbarone, Industrielle und hohe Politikeliten sagen – machen wir uns nichts vor – es sind allesamt menschliche und charakterliche Tiefflieger, oft Drogenkonsumenten und “Menschenhasser“ die für Geld und Macht über Leichen gehen, ihre eigenen Verwandten verraten und Kriege inszenieren. Genau diese Herrschaften sind es, die öffentliche Prostitution verbieten lassen und selbst Prostitution in Reinkultur betreiben müssen, sonst würde sich nämlich keine Frau der Welt nach ihnen umdrehen. Diese Leute müssen sehr viel Geld dafür bezahlen, um eine Frau in ihr Bett zu bekommen. Wenn alle Frauen in Kanada und Schweden bei ihren Partnern ausschließlich auf Würde, Werte und Moral schauen würden und nicht auf Geld, so wie es ja angeblich die schwedische und kanadische Regierung wollen, dann hätte kein Bänker, Industrieller hoher Politiker und sonstiger Geldbaron eine Lebenspartnerin, weil sie es menschlich nämlich nicht Wert sind, dass eine Frau umsonst mit ihnen ins Bett gehen würde. Diese Kanaillen halten sich meistens nur Frauen, die vom Alter her ihre Töchter sein könnten. Nur deshalb, weil es Gott sei dank, in der Natur der Menschen liegt, dass Frauen tatsächlich bereit sind, ihren Körper für Geld herzugeben, haben die zahlreichen Geldbarone und Politikereliten, die über Leichen gehen, um an Geld und Macht zu kommen, Lebenspartnerinnen. Und diese Lebenspartnerinnen sind nichts anderes als Prostituierte, weil sie keinen Tag länger bei diesen Bestien bleiben würden, wenn die kein Geld mehr hätten und die Frauen nicht mehr aushalten könnten. Diese Art der Prostitution ist wirklich verwerflich im Gegensatz zur normalen Prostitution.

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