Vertrauen oder auf Nummer sicher gehen? Abzocke oder faire Vereinbarung? Im Kaufmich-Forum wird heiß über das Thema Anzahlungen debattiert. Die Einen vereinbaren ihre Dates nie ohne, die Anderen haben eventuell schlechte Erfahrungen gemacht. Letztendlich bleibt es Euch selbst überlassen, wie Ihr Eure Zahlungen abwickelt. Um etwaige Zweifel etwas zu beseitigen, teilen vier Kaufmich-Mitglieder ihre Erfahrungen mit Euch und berichten, worauf sie dabei besonders achten.
Anzahlungen sind für mich ein Mittel der Absicherung. Ich wende es nur an bei längeren Dates ab 4 Stunden oder Fahrten außerhalb von Stuttgart (Fahrtkosten im Voraus).
Warum? Innerhalb von Stuttgart gehe ich dieses Restrisiko ein, dass man sich einen Spaß erlaubt hat. Tatsächlich kam das bei mir in den vielen Jahren nur 2x vor. Deshalb kann ich mit diesem Risiko leben, wie viele andere Branchen auch - Friseurtermine, die nicht abgesagt werden, Restauranttische usw. Bei einer längeren Fahrt möchte ich dieses Risiko aber nicht eingehen. Für die allermeisten Herren ist das logisch und die Fahrtkosten werden im Voraus überwiesen.
Längere Dates bedeuten für mich eine "Portion extra" an Organisation - meistens geht man auch schick essen und ich überlege z.B. das passende Outfit, damit alles perfekt ist oder bei einem Overnight z.B nehme ich den nächsten Vormittag frei. Also möchte ich mich entspannt auf das Date freuen und sicher sein, dass die Anfrage kein Spässle ist, sondern ernst gemeint. Und deshalb teile ich bei solch einer Anfrage dem Herrn folgendes mit:
Quote“Das Date wird fix bestätigt, sobald die Anzahlung in Höhe von z.B. 200 Euro bis zum xxx auf folgendes Konto eingegangen ist.”
Tatsächlich gibt es dabei kaum Widerspruch, ich stelle jedenfalls fest, dass seriöse Herren mit echten Absichten umgehend per Echtzeit überweisen. Ich erlebe diesbezüglich kaum Misstrauen. Ein Grund ist vermutlich meine konstante Zugehörigkeit hier auf Kaufmich und meine vielen Overnights. Das schafft natürlich eher Vertrauen, als wenn man frisch angemeldet ist. Und auch, dass ich transparent auf mein Konto überweisen lasse, anstatt anonyme Amazon Gutscheine anzufordern.
Zuletzt die Frage: Was passiert mit der Anzahlung, wenn das Date nicht stattfindet? Ich halte es so: Wenn der Herr absagt, ist die Anzahlung generell futsch. Je nachdem, was der Grund war, bin ich kulant und rechne es auf das nächste Date an, welches aber zeitnah erfolgen sollte. Bei Absagen meinerseits entscheidet der Herr, ob die Anzahlung stehen bleibt oder eine Rücküberweisung gewünscht ist.
Ich finde Anzahlungen absolut in Ordnung, damit sich eine SDL vor kurzfristigen Terminabsagen schützen kann. Dabei sollte aber eine bestimmte Höchstgrenze von ca. 20% des vereinbarten Preises plus Fahrtkosten nicht überschritten werden. Wenn man also 200 € + 20 € Fahrtkosten vereinbart hat, dann wäre ich bereit eine Anzahlung bis zu 60 € bei einem ersten Treffen zu bezahlen. Alles darüber würde ich ablehnen und davon ausgehen, dass die Dame nur Anzahlungen einsammeln will. Mir ist dabei klar, dass die Anzahlung verfällt, wenn ich weniger als 24 Stunden vorher absage. Alles das sind aber Regeln, die die Dame klar vorher kommunizieren muss. Idealerweise schon auf ihrer KM Seite, spätestens aber in der Nachricht zur Abstimmung der Termindetails. Alles andere erscheint mir unseriös.
Wie überall sollte man immer auf das eigene Bauchgefühl achten. Ich glaube, man hat schnell ein Gespür dafür, ob eine Absage erfolgt, weil tatsächlich etwas Unvorhergesehenes passiert ist (Krankheit, plötzlich berufliche Terminverschiebung, etc.) oder der Kunde ohnehin eher unzuverlässig ist. Auch hier empfehle ich den Damen, großzügig zu sein. Sie kann etwa bei der ersten Absage auch anbieten, die Anzahlung einfach für das nächste Treffen anzurechnen. Aber das ist ihre freie Entscheidung. Klappt das dann wie abgesprochen, sind alle glücklich und wenn nicht, ist die Anzahlung eben tatsächlich futsch. Aber dann wird sie ja sicherlich ohnehin kein weiteres Treffen mit dem unzuverlässigen Kunden wollen.
Aus meiner Praxis kann ich nur sagen, dass es in vielen Fällen unumgänglich ist, eine Anzahlung zu verlangen als SDL.
Natürlich verstehe ich die Angst vieler Interessenten, dass sie abgezockt werden, weil das ja offenbar immer wieder mal vorkommt. Da muss der Interessent halt seine eigenen Grundlinien für sich erstellen. Beispielsweise nur dann Anzahlungen leisten, wenn das Vertrauenslevel bei der SDL ein hohes ist, dass es Erfahrungsberichte gibt, dass die SDL nicht komplett neu ist und ihre Nicknamen nicht ständig wechselt, dass sie einen gewissen Bekanntheitsgrad hat usw....
Aus Sicht der SDL ist es jedoch mindestens genauso ärgerlich und verlustbehaftet, keine Anzahlung zu nehmen, wenn sie Unkosten hat. Dies bedeutet für mich, wenn die SDL irgendwohin fahren muss oder ein Hotelzimmer buchen sollte uvm. Außerdem sollte darauf geachtet werden, ob der Interessent ein komplett neues Profil hat, ob der gewünschte Termin in ferner Zukunft (mehrere Wochen / Monate) stattfinden soll oder ob das Profil schlechte Bewertungen hat. Ich achte auch auf die Art der Kommunikation: Wenn er im Chat zu sehr ins Detail geht und die Erotik bis hin zu Pornodrehbüchern ausartet, wenn er sich in seinen eigenen Anfragen gleich mehrfach widerspricht, wenn er um keinen Preis telefonieren will, obgleich das im Profil der SDL anders erbeten wird, ist Vorsicht geboten. Wenn vorherige Termine bereits mehrmals verschoben werden mussten, oder überhaupt keine Absage erfolgt ist, ebenfalls.
Bei mir ist eine Anzahlung maximal in der Höhe meiner Fahrtkosten, die ich mit € 0,90/km ausrufe plus zusätzlich der Kosten, die ich vorfinanzieren soll (bspw. Hotelzimmer).
Der Kunde kann aber gern - wenn er das möchte - auch bis hin zu maximal 50 Prozent des gesamten Honorars voranzahlen (mag ich zwar nicht so gern, aber wenn der Kunde das möchte, dann sträube ich mich nicht weil es in manchen Fällen halt so ist dass er schon zB Amazon Gutscheine oder Paysafe Bons daheim hat).
Die Anzahlungsmöglichkeit selber biete ich an über IBAN, PayPal, Amazon-Gutschein oder Paysafe an, da kann der Kunde frei wählen. Bei IBAN allerdings NUR per Echtzeitüberweisung. Ich habe mein Lehrgeld bezahlt in der vergangenen Jahren, bin hunderte Kilometer umsonst gefahren, habe umsonst Hotelzimmer gebucht, habe deswegen ernstgemeint Anfragen nicht angenommen (weil ich mich ja nicht aufteilen kann), habe dafür dann auch noch von solchen ... Mitmenschen ... schlechte Bewertungen auf Portalen bekommen, die ohne Nachfrage den geistigen Dünnschiss solcher Exemplare einfach veröffentlichen und keinerlei Klarstellung zulassen.
Da ich meinen Frust darüber nicht ungerecht an ernstzunehmende Interessenten abladen möchte, bin ich eben dazu übergegangen eine Anzahlung zu nehmen die bei einem Treffen selbstredend vom Gesamthonorar abgezogen wird, gleichwohl ich dem Interessenten sage, dass wenn er ohne zeitgerechte Absage nicht erscheint, die Anzahlung für ihn dann verspielt ist und von mir ersatzlos einbehalten wird.
Da ich den Datemanager eher wenig benutze und somit auch wenig genau eine Bewertung habe, ist es für mich absolut ok, wenn bei einem Erstkontakt eine Anzahlung gewünscht wird. Negative Erfahrungen habe ich bisher nicht gemacht. Mag es an meiner Auswahl der Damen, meiner Menschenkenntnis oder meinem Bauchgefühl liegen, sei dahingestellt. Ich schaue mir schon meine Auserwählte genau an, Profil, Bewertungen und auch das Erscheinungsbild auf Ihren Bildern. Im Chat zeigt es sich ja schon, wie mein Gegenüber tickt. Ich selbst trete hier auch absolut ehrlich auf, genau wie in meinem Profil. Daher mein Tip an meine Geschlechtsgenossen…immer schön ehrlich sein.
Warum werden Deine Dates mit dem Date-Manager noch sicherer? Jetzt herausfinden!
Danke an Euch vier für Eure Statements! Eine hundertprozentig sichere Methode, die vor schlechten Erfahrungen schützt, gibt es leider nicht. Aber wenn Ihr die Tipps aus der Community, sowie die Empfehlungen von Kaufmich zum Schutz vor negativen Erfahrungen beachtet, spart Ihr Euch schon einmal einiges an Ärger!
Was haltet Ihr von den Vorschlägen aus der Community? Schreibt es uns in die Kommentare!
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