Der Kaufmich-Escort-Guide: Gesundheit

0

Informationen zum Thema GESUNDHEIT

Jede Anbieterin im Erotik-Gewerbe macht im Laufe der Zeit ihre ganz persönlichen Erfahrungen, ob im Umgang mit Behörden, mit Kunden und Kolleginnen. Eine Ausbildung wie in anderen Berufen gibt es nicht; zumeist lernt man erst durch Ausprobieren “on the Job” und durch Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen. Wichtig ist, dass man im Joballtag klar kommt und gesund bleibt. In der Sexarbeit ist der Körper das Kapital und deshalb sollte man gut auf sich achten, ausreichender Schlaf, frische Luft, gesunde Ernährung sind wichtig, wie in anderen herausfordernden Jobs auch.

Leider ist die bezahlte Lust auch mit gewissen Risiken behaftet und man tut gut daran, sich darüber zu informieren. Insbesondere Neueinsteigerinnen.

Unser Guide erfüllt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist auf der Grundlage von Erfahrungen aktiver und ehemaliger selbstständiger Sexarbeiterinnen aus allen Bereichen des Erotik-Gewerbes erarbeitet worden und sicherlich ausbaufähig. Entsprechenden Input von Euch werden wir gerne hier einarbeiten.

Bitte beachtet: dieser Guide beinhaltet keine Rechtsauskünfte, zu denen wir nicht befugt sind.
Der Leitfaden beinhaltet Informationen, die in der Escort-Praxis gesammelt wurden und ersetzen keine professionelle Rechtsauskunft oder ärztlich-medizinischen Rat.

Seid informiert, achtet auf Euch und genießt unbeschwerte Stunden mit lieben Kunden!

Euer Kaufmich-Team

 

Inhaltsverzeichnis

KÖRPERPFLEGE | RISIKOVERMEIDUNG BEIM SEX | BDSM | KONDOME | GLEITMITTEL | DENTAL DAMS/LECKTÜCHER | GUMMIHANDSCHUHE/FINGERLINGE | SCHWÄMMCHEN | DILDOS | KLARER KOPF | SWBO | TABUS & GRENZEN | LESETIPPS


Diesen Escort-Guide gibt es auch als pdf-Download zum Ausdrucken:

pdf_download_colorKlick auf das Symbol, um den Escort-Guide Gesundheit (farbig, 2MB) herunterzuladen

pdf_download_bwKlick auf das Symbol, um den Escort-Guide Gesundheit (s/w, 4MB) herunterzuladen


 

km_magazine_chapter_hygiene

KÖRPERPFLEGE

Ich fühle mich wohl in meiner Haut.
Und was Du bei übertriebener Hygiene beachten solltest.

Dem Körper und Deiner Psyche solltest Du grundsätzlich viel Aufmerksamkeit schenken, nicht nur in der Sexarbeit.
Du solltest Dich wohlfühlen, das strahlst Du nach Aussen aus.

Basics: übertriebene Reinlichkeit schadet der Haut, lässt sie schneller austrocknen und macht sie empfänglicher für Krankheitserreger.
Daher sollte man beim Waschen im Intimbereich nur lauwarmes Wasser benutzen. Vaginalspülungen, Desinfektionsmittel und Seifen stören die natürliche Scheidenflora und machen sie anfälliger für Infektionen.

Das natürliche Gleichgewicht, den PH-Wert der Scheidenflora, kannst Du selber aktiv unterstützen, wenn Du vor und nach der Menstruation Milchsäurezäpfchen oder Naturjoghurt über ein Tampon in die Vagina einführst, da sie während dieser Zeit anfälliger ist für Bakterien aller Art.
Milchsäurezäpfchen (z.B. Vagisan) oder Döderlein-Kapseln seien hier genannt und diese erhält man rezeptfrei in der Apotheke.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_safer_sex

RISIKOVERMEIDUNG BEIM SEX

Ich weiss Bescheid!
Falls nicht, hier findest Du Infos über riskante Sexualpraktiken und wie man sich vor Krankheiten am besten schützt.

Sperma und Blut (auch Regelblutung) sollte nicht mit Augen, Mund und anderen Körperöffnungen, offenen Hautstellen, z.B. Herpesbläschen an Mund, Vagina oder Analbereich in Berührung kommen.

Riskant ist natürlich ungeschützter Verkehr, egal ob oral, anal oder vaginal, auch wenn kein Sperma in den Körper gelangt.
Ein Ansteckungsrisiko ist vorhanden, wenn die Mundschleimhaut und die Schleimhäute des Anus oder der Vagina entzündet, gereizt oder verletzt sind.
Auch kann Sperma bei Gesichtsbesamung ins Auge gehen und sollte möglichst schnell mit Wasser ausgewaschen werden. Eine Bindehautentzündung kann die Folge sein, aber auch die Übertragung riskanter Infektionen.
Bei ungeschütztem Vaginalverkehr kann während der Menstruation das Infektionsrisiko steigen.

Kondome schützen im Regelfall und vermindern das Risiko einer Ansteckung. Auch Hepatitis-B Impfung sollte für jedes Escort Standard sein, wenn man in diesem Job beginnt.
Tripper, Syphilis, TBC sind ebenfalls verbreitet. Lass Dich anonym und kostenlos über gesundheitliche Risiken, vorbeugende Maßnahmen in einem Gesundheitsamt Deiner Wahl online oder vor Ort beraten.
Alternativ in Fachberatungsstellen für SexarbeiterInnen oder Beratungsstellen der Deutschen Aidshilfe.

Adressen findest Du unter der Rubrik Beratungsstellen. Dort findest Du ExpertInnen in Sachen Gesundheit und diese beraten Dich gern.
Ein Restrisiko besteht allerdings immer und dessen sollte man sich bewusst sein.

Beim ungeschützten Lecken der Vagina oder Lutschen des Penis kann man sich auch mit Krankheiten infizieren, weshalb man hier auch Leckläppchen benutzen kann (sog. Dental Dams).

Eine HIV-Infektion ist eher unwahrscheinlich, solange kein Sperma durch Abspritzen in den Mund kommt. Für viele Escorts gehören Kondome bei Französisch zum Standard. Sollte Sperma in den Mund kommen, schnell ausspucken und den Mund spülen, nicht die Zähne putzen, damit man eventuell vorhandene Viren nicht ins Zahnfleisch reibt.

Beim Küssen kann man sich nicht mit HIV anstecken, aber mit Herpes, Tripper, Hepatitis B.
Fehlende Hygiene, unsaubere Hände beim Fingern oder Bakterien, die übers Lecken und Speichel auf die Vagina übertragen werden, sind häufig Ursachen von Pilzerkrankungen und bakterieller Infektionen, die chronisch werden können.

Bakterielle Infektionen können, wenn sie nicht richtig behandelt werden und wiederkehren, sogar zu Unfruchtbarkeit führen und die Erfüllung eines späteren Kinderwunsches verhindern. Auch führen bakterielle Infektionen häufig zu einer Blasenentzündung.
Desweiteren ist das Infektionsrisiko mit HPV-Viren zu beachten, die über Zungenküsse, Oral- und Genitalverkehr übertragen werden. HPV-Viren können in der Folge krebsauslösend sein.

Wir haben dazu zwei Dokumente in den Anhang dieses Artikels Gesundheit hineingestellt und das Ergebnis einer Studie des Robert Koch Instituts. Erkundige Dich bei Deiner Frauenärztin bzw. Deinem Frauenarzt oder im Gesundheitsamt und entscheide, ob Du eine Impfung für sinnvoll hältst.
Zunächst kannst Du Dich auf bereits vorhandene HPV-Viren testen lassen. Beides ist kostenpflichtig und nicht Teil der krankenkassenärztlichen Leistung.

Es gibt, wie erwähnt, eine Kondompflicht in Bayern, weshalb man dort keine Praktiken ohne Kondom anbieten darf.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_bdsm

BDSM

Was Du über die hygienische Grundausstattung im Bereich S & M wissen solltest, die Wahl Deiner Arbeitsutensilien und Dein professioneller Umgang damit.

Bei S/M Praktiken wie auch Spielen mit Toys und Dildos gilt immer, aufmerksam zu sein, dass kein Sperma, Blut, keine Körperausscheidungen auf Schleimhäute und offene Stellen geraten, z.B. Urin und Kot, um eine Ansteckung mit STI’s (=Sexual transmitted infections / Sexuell übertragbare Infektionen) zu vermeiden.
Hygiene sollte auch beim Umgang mit Geräten wie Peitschen oder Fesseln angebracht sein, diese sollten gründlich gereinigt werden, bevor man sie an einer anderen Person oder an sich selbst wieder verwendet.

Urin und Kot sind unbedenklich in der Übertragung von HIV.
Allerdings kann man sich mit Darmparasiten und Hepatitis anstecken, Urin sollte nicht geschluckt werden und wer solche speziellen Varianten anbietet, sollte gegen Hepatitis geimpft sein.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_safer_sex

KONDOME

Aus Gummi oder latexfrei, fast unsichtbar oder grellbunt – Kondome gibt’s für jeden Geschmack (auch Banane).

Bei der Sexarbeit heisst Safer Sex: Vaginal-, Anal- und Oralverkehr nur mit Kondom.
Halte immer Kondome in verschiedenen Grössen und Stärken bereit und wähle individuell nach Penisgrösse aus.
Übe den Umgang mit Kondomen, das zügige Abrollen von der Penisspitze, ohne Luft im Reservoir zu lassen an einem Dildo, wenn Du keine oder wenig Erfahrung darin hast.
Die Ursachen für Unfälle, dass also ein Kondom platzt, liegen häufig in der unprofessionellen Handhabung von Kondomen, dass nicht ausreichend Gleitmittel benutzt wird, dass ein Kondom bei längerer Nutzung nicht gewechselt wird oder man nur eine einzige Standardgrösse verwendet, die ggf. zu klein ist.

Zu Deinen Arbeitsutensilien sollten daher eigene Kondome in verschiedenen Grössen gehören. Man sollte Markenkondome verwenden und auch auf das Verfallsdatum achten, auch dass sie vor Hitze und Sonne geschützt sind, da sie sonst porös werden.
Es gibt auch tatsächlich Männer, die eine Latexallergie haben. In diesem Fall gibt es latexfreie Kondome und mittlerweile 20 verschiedene Sorten. Am besten ist es, auf die Verwendung von eigenen Kondomen zu bestehen, da es leider, zum Glück selten vorkommt, dass ein Kunde ein mitgebrachtes Kondom vorher “präpariert”, d.h. Löcher mit einer Nadel einsticht und man dies mit blossem Auge kaum erkennen kann.

Beim Verkehr sollte man sich gelegentlich vergewissern, dass das Gummi nicht abrutscht. Bei einem langen Sexdate und viel Verkehr sollte man das Gummi zwischendurch wechseln, da es durchscheuern und somit reissen kann.
Auch das Überstreifen des Kondoms solltest Du selber in die Hand nehmen und nicht dem Kunden überlassen. Öffne die Verpackung nicht mit den Zähnen oder einer Schere.
Auch sollte man bei brüchigen oder langen Fingernägeln darauf achten, damit ein Kondom nicht beschädigt wird. Ein Kondom wird optimal angelegt, indem Du die Spitze des Kondoms mit zwei Fingern zusammendrückst, damit Platz für das Sperma bleibt und keine Luft eingeschlossen ist. Wenn Luft eingeschlossen ist, kann ein Kondom beim Verkehr platzen.

Setze also das Kondom mit dem Gummiring nach aussen auf die Eichel und rolle es über den steifen Penis ab. Du kannst es natürlich auch mit dem Mund überziehen, dann aber ohne Zahneinsatz, da es ebenfalls beschädigt werden könnte. Damit ein Kondom nicht porös wird, vor allem bei längerem Einsatz, solltest Du immer Gleitmittel verwenden. Allerdings nur fettfreie Gleitmittel auf Wasser- oder Silikonbasis.
Fetthaltige Mittel wie Vaseline, Babyöl, Massageöl oder Creme greifen die Oberfläche der Kondome an und lassen sie schneller reissen.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_lube

GLEITMITTEL

Easy go in! Vermeidet Verletzungen bei Mensch und Kondom.

Deshalb ist es empfehlenswert, ein langwirkendes Gleitmittel auf Silikonbasis zu verwenden, wovon man nur wenige Tropfen braucht.
Von den teils günstigeren Gleitmitteln auf Wasserbasis muss man grössere Mengen verwenden. Das kann man beim Spielen mit Toys, also Sexspielzeug, sehr gut anwenden.
Das Kondom sollte unmittelbar nach dem Abspritzen zusammen mit dem noch steifen Penis herausgezogen werden, damit das Kondom nicht abrutschen kann.
Wenn Dein Kunde und Du zwischen Vaginalsex und Analsex wechselt, sollte bei jedem Wechsel auch ein Kondomwechsel erfolgen, da man sich durch entsprechende Keime eine Scheidenentzündung zuziehen kann.

Wenn das Gummi trotzdem reissen sollte, solltest Du durch Pressen das Sperma aus Vagina oder Darm versuchen herausdrücken.
Auf keinem Fall sollte man eine Vaginalspülung vornehmen, da das Sperma weiter nach oben gedrückt werden kann und die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft steigt, sofern man nicht zusätzlich verhütet.

Alternativ kann man sich die Pille danach (PEP = Postexpositionsprophylaxe) organisieren – sie ist innerhalb von 12 Stunden, spätestens nach 72 Stunden einzunehmen -, wenn man ausser Kondomen sonst keine weiteren Verhütungsmittel verwendet.
Wer aus zeitlichen Gründen, z.B. am Wochenende nicht seine Frauenärztin/Frauenarzt oder ein Gesundheitsamt aufsuchen kann, sollte sich umgehend an das nächstgelegene Krankenhaus und die dortige Notfallambulanz wenden.
Wenn Du keinen Service ohne Kondom anbietest, dann bleibe dabei, auch wenn ein Kunde Dir extra Geld für einen Service ohne Kondom anbietet.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_dental_dems

DENTAL DAMS/LECKTÜCHER

Wirklich alles safer – auch beim Lecken gummigeschützt.

Es gibt sogenannte Leck-Läppchen, auch Dental Dams genannt.
Der Begriff kommt aus dem Englischen und damit gemeint sind kleine Latextücher, die man über die weiblichen Geschlechtsteile oder das Poloch legt, so dass beim Lecken keine Krankheitserreger in den Mund gelangen.
Dies kann man umgekehrt auch gut anwenden, wenn man das Poloch des Kunden lecken möchte.

Alternativ kann man auch einfache Frischhaltefolie als Schutz benutzen.
Hingewiesen sei auch auf die sog. Frauenkondome, also Kondome für Frauen, die Du in Vagina und Anus einführen kannst, auch um die Sicherheit bspw. bei Analsex zu erhöhen.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_gloves

GUMMIHANDSCHUHE/FINGERLINGE

Zum Schutz vor Entzündungen oder spitzen Fingernägeln an empfindlichen Stellen.

Damit kann man die Hände oder Finger vor Blut, Sperma, Kot und Vaginalsekreten schützen.
Man legt sie beispielsweise für eine Prostata-Massage an und bei sogenannten Fingerspielen oder Fisting.

Auch hier sollte man beim Wechsel zwischen Vagina und analen Spielen darauf achten, dass man neue Fingerlinge oder einen Gummihandschuh anzieht, um Scheidenentzündungen zu vermeiden.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_period

SCHWÄMMCHEN

Sexarbeit trotz Periode? Wer’s mag – am besten beide – dann z.B. mit Schwämmchen.

Manche Frauen möchten auch während ihrer Regel auf den (bezahlten) Spaß nicht verzichten oder werden kurz vor einem Treffen mit einem Kunden von der Regel überrascht, wenn sie ungeplant kommt.
Hier kann man ein Schwämmchen (z.B. Beppy’s) benutzen, das man ganz tief in die Vagina einführt und bis vor den Muttermund führt. Das Schwämmchen kann je nach Stärke der Regel kürzer oder bis zu acht Stunden in der Vagina bleiben, sollte bei einer stärkeren Regel gewechselt und mit Wasser ausgewaschen werden (keine Seife!).
Man sollte es nur einmal benutzen und dann wegwerfen, da sich bei Weiterverwendung Keime bilden.
Idealerweise bietet man während der Regel keinen Vaginalsex an, denn während der Menstruation ist besondere Vorsicht angesagt.

Die Vagina ist in dieser Zeit sehr empfindlich in Bezug auf Krankheitserreger, die über Blut und Sperma übertragen werden können. Viren, Pilze und Bakterien finden in dieser Zeit einen idealen Nährboden. Wenn man trotzdem unbedingt arbeiten möchte, sollte man sich auf Praktiken wie Oralsex oder Handentspannung beschränken.

Die allermeisten Kunden finden es nicht so klasse, wenn sie bemerken, dass die Frau ihre Periode hat. Ein Schwämmchen bietet zumeist nicht ausreichend Schutz, dass ein Kunde es nicht merkt, wenn Du Deine Tage hast.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_sextoy

DILDOS

Spiel mit mir! Sextoys im Einsatz.

Sextoys werden gerne im gemeinsamen Spiel verwendet.
Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass sie nach jeder Benutzung hygienisch gereinigt werden.
Vorsichtig sollte man mit Plastik- und Holzdildos sein und vor der Benutzung darauf achten, dass keine rauen Schweissnähte, Absplitterungen oder Bruchstellen auf der Oberfläche vorhanden sind, da sie Verletzungen verursachen können.

Alle Arbeitsutensilien, die hier genannt wurden bekommst Du im Einzelhandel, Online-Versand, Apotheken, Sexshops, Drogerien, Sexartikel-Vertrieben, teils im Vertrieb der deutschen Aidshilfe oder bei Händlern, die ihre Ware in Bordellen anbieten oder auf dem Strassenstrich.
Du kannst auch Streetworker oder Sozialarbeiter und entsprechende Anlaufstellen ansprechen, wo Du teils kostenlos oder für einen geringen Obolus Gleitgel und Kondome erhältst, falls Du gerade wenig Geld hast.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_drugs_alcohol

KLARER KOPF

Körper und Seele: was Deiner Gesundheit schadet und worauf Du als Escort unbedingt achten solltest.

Ein weiterer Punkt sind Drogen und Alkohol. Wenn Du und Dein Gast auf beides verzichten könnt, umso besser, ansonsten gilt, möglichst wenig Drogen vor und während eines Treffens, da sie auch das Denk- und Kontrollvermögen einschränken.

Unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen kann man Risiken, Gefahren oder Notsituationen schwerer einschätzen. Als Escort ist es wichtig, wach und bei klarem Verstand zu sein.
Es gibt beispielsweise Berichte, laut denen ein Kunde versucht hat, heimlich das Kondom abzustreifen und ohne Gummi einzudringen (z.B. in der Doggy-Stellung) oder eigene mitgebrachte Kondome manipuliert hat, sie mit einer Nadel zerstochen hat.

Für Deinen Schutz ist es also immer wichtig, aufmerksam zu sein und am besten, eigene Kondome zu verwenden.

Du solltest eine Situation immer richtig einschätzen können: Daher achte darauf, dass niemand Dir K.O. Tropfen in ein Getränk gibt, das nur in Deinem Beisein eine neue Flasche geöffnet wird, aus der Du Dein Getränk bekommst.
Vorsichtsmassnahmen, die in Fleisch und Blut übergehen sollten. Diese Sicherheitsvorkehrungen sind der Praxis und den Erfahrungen von Kolleginnen geschuldet, dass man aufmerksam ist und gesund bleibt.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_swbo

SWBO

Sexworker Burn Out – Achte auf Deine psychische Gesundheit.

Ein anderes Gesundheitsrisiko sind psychische Belastungen, die mit dem Job einhergehen können.
Ob man als Escort hauptberuflich arbeitet oder nebenbei, es ist nicht ratsam, unter Druck und Stress zu arbeiten und dann bei der Auswahl der Kunden eventuell nicht genug Vorsicht walten zu lassen.
Achte gut auf Dich!

Selbst-Respekt, das Einhalten Deiner eigenen emotionalen, mentalen und körperlichen Grenzen ist ungeheuer wichtig. Lass Dich nicht zu etwas überreden, was Du nicht willst, versuche Dein Privatleben zu schützen, umgekehrt spiele auch nicht mit den Gefühlen Deiner Kunden, um Dir einen Goldfisch an Land zu ziehen.

Manche Männer suchen Liebe. Sei immer diskret.
Manchmal verschwimmen die Grenzen, insbesondere bei dieser sehr intimen und persönlichen Tätigkeit. Sexarbeit ist ein “gebender” und herausfordernder Job, in dem man sich stark auf die Wünsche des Kunden konzentriert, sich häufig über intensive Gespräche, emotional wie körperlich, nahe kommt.

Lerne frühzeitig, Grenzen zu ziehen, Nein zu Praktiken zu sagen, die Du nicht willst, Dir Auszeiten zu gönnen!

Wenn Du das alles nicht beachtest, kannst Du Deinen Job nicht mehr gut machen und krank werden, wirkst lustlos und müde, bringst Deinen Kunden nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit entgegen und es kann auf ein Burn-Out hinauslaufen (Sex Worker Burn Out = SWBO).
Folge: man fühlt sich ausgebrannt und kann nicht mehr arbeiten, will niemanden mehr an sich heranlassen.

Achte auf diese Warnzeichen!
Wer regelmässig mit fremden Menschen intim wird und ihnen seine ganze Aufmerksamkeit widmet, muss sich gelegentliche Auszeiten gönnen.
Ansonsten kann man an einem Punkt der Überforderung und Leere gelangen, im schlimmsten Falle eine Depression erleiden. Spätestens jetzt solltest Du die Notbremse einlegen, keine Dates mehr annehmen bzw. pausieren.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_taboo

TABUS & GRENZEN

Nein heißt nein! Kenne Deine Grenzen und spreche sie aus.

Jede Anbieterin entscheidet selbst, was sie an Service anbietet, was ihre Tabus sind, wieviele und welche Kunden sie treffen und wieviel Zeit sie mit ihnen verbringen möchte.

Es ist wichtig, sich dessen immer bewusst zu sein: wo die eigenen Grenzen liegen, an welchem Ort man sich am wohlsten fühlt und gerne arbeitet, aber auch darüber nachzudenken, ob man eigene Grenzen und Tabus im Zuge von Erfahrungen ändern möchte.
Ob man z.B. arbeiten will und kann, wenn man selber frisch verliebt ist. Oder man bei eigenem Unwohlsein Termine lieber vorsichtshalber absagt anstatt sie “durchzuziehen”.

Auf Dein Bauchgefühl solltest Du schon bei der ersten Kontaktaufnahme mit Kunden, ob per Telefon, per Email oder vor Ort achten, wenn man die ersten Worte miteinander wechselt und bei Unwohlsein den Termin nicht annehmen.
Damit tust Du Dir und Deinem Kunden einen Gefallen.
Achte darauf, dass gegenseitiger Respekt, Freundlichkeit und die Fähigkeit, “Nein” zu sagen, die Grundlage dafür sind, dass man diesen Job gut und gerne ausüben kann.

Keine Frau sollte sich zu etwas überreden lassen, was sie nicht will und auch nicht anbietet, z.B. Verkehr oder Französisch ohne Kondom. Es gibt keine selbstverständlichen Standards, Zungenküsse sind ebenfalls nicht selbstverständlich, auch wenn man sie privat mit einem Partner gerne austauscht, bedeutet das nicht, dass das in Deinem Servicepaket selbstverständlich enthalten sein muss, weil alle anderen “es auch so machen”.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

km_magazine_chapter_books

Teilen.

Ein Kommentar schreiben