Hier kommt eine unseren vielschreibenden Bloggerinnen zu Wort, diesmal mit einem Thema, das wohl jede selbstbewusste Frau schon einmal beschäftigt hat: Nicht nur, dass man Gefahr läuft, von Männern nicht mehr über die Hosenbundkante hinaus wahrgenommen zu werden - nein, geniesst man das Tragen von sexy High Heels, dann wird man in den Augen mancher Frauen zur Paria in Sachen Emanzipation... Ein Unding, findet Marie-Rose (und das Kaufich-Team ebenfalls...). Ja, ich bekenne:

 

Ich bin mit Stolz und Selbstbewußtsein eine emanzipierte Frau, die im Beruf nicht nur "mit beiden Beinen" fest im Leben steht...auf "Augenhöhe" mit den weiblichen UND männlichen Kollegen kommuniziert...und natürlich auch in Büro-Alltag bei allen Herausforderungen "ihren Mann steht"!

 

Warum auch nicht, ehrlich gesagt... nun höre ich von anderen emanzipierten Frauen oft leicht kritisch angehauchte Kommentare, daß eine emanzipierte Frau optisch nicht zu sehr auf die "Trunpfkarte Weiblichkeit" setzen sollte! Denn: High Heels und elegant-weibliche Outfits würden ihrer Kompetenz schaden und sie zum Sexualobjekt, zum unterwürfigen Weibchen degradieren!

 

Das kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen! Und ich habe deshalb schon viele Streitgespräche mit sogenannten selbsternannten Feminstinnen gehabt!

 

Ich denke, Vielfalt ist der Schlüssel: Ich trage gerne ab und zu bequeme Sneakers...aber ich geniesse es genauso, mit den vielen optischen Möglichkeiten, die eine Frau heutzutage hat...und da sind WIR Frauen ja gottseidank gegenüber den Männern im Vorteil, die ja in ihrer Outfit-Auwahl relativ eingeschränkt sind...im wahrsten Sinnne zu "spielen"!

 

Einen Tag bequem und leger in Jeans, Bluse und Turnschuhen...und am nächsten Tag im eleganten Kostüm, zarten Naht-Strümpfen ( ja, nur die ECHTEN kommen mir ans Bein ) und meinen soooooo geliebten High Heels! Am besten noch mit verspielten Riemchen oder in der absolut klassischen Pumps-Form...ohne Plateau...aber dafür in der optischen Edel-Klasse!

 

Warum aber wird mit deshalb von anderen Frauen die Kompetenz abgesprochen? Ist das Neid? Intoleranz? Reduzieren sich diese Frauen, die für sich in Anspruch nehmen, die Maßstäbe festzulegen, wie eine selbstbewußte Frau auzusehen hat, nicht damit selbst auf eine intolerantes "Schrumpfmaß?"

 

Und warum kann ich als Frau nicht kompetenz und erfolgreich sein...ohne meine Weiblichkeit zu verleugnen? Müssen wir alle "GrauMäuse" sein, asexuelle Wesen...im genormten Kanzlerinnen-Kasten-Jackett...im Strom der scheinbar so toleranten "Gleichmacherei"...um im Beruf überhaupt Karriere machen zu können?

 

Ich sage: NEIN! Ich liebe Vielfalt, statt Einfalt...und das ganze bunte Universum der menschlichen Möglichkeiten...und letztendlich ist es ja so: Nur wer in sich selbst die wirkliche Offenheit der Toleranz trägt...kann auch bei dem oder der Anderen genießen und gewähren, ihn oder sie zu akzeptieren, wie er oder sie sich erleben und ausleben möchte! Und das finde ich wunderbar!

 

Deshalb: Es lebe die Weiblichkeit...und natürlich auch die Männlichkeit... in allen Facetten der heute möglichen Möglichkeiten! Wir sollten wagen, es auszukosten, zu genießen und uns so akzpetieren, wie wir sein möchten!

 

Alles Liebe! Marie-Rose

 

 

Written by Gastautor


4 Kommentare

Anonymous

Geschrieben

In meinen Augen ist man / frau erst 100 Prozent selbstsicher, wenn die Blicke und Sprüche anderer gar nicht mehr in die eigenen Gedanken vordringen. Dazu gehört natürlich, dass man sich seiner selbst bewusst ist und die Grenze zur Arroganz ist schmal. Letzteres obliegt natürlich der Betrachtung der Anderen. Ansonsten bin ich bei dir, liebe Marie-Rose. Es sollte nicht so sein, dass das äußere Erscheinungsbild Einfluss auf die (endgültige) Beurteilung eines Menschen hat. Hat es aber genetisch bedingt trotzdem. Und so kam es wohl zu dieser "Grauen-Maus"-Gleichmacherei. Aber wir sind nicht alle gleich ... weder Frauen noch Männer jeweils untereinander und schon gar nicht geschlechterunabhängig betrachtet. Nur wie schaffen wir es, unsere Genetik zu überlisten, ohne dass wir "graue Mäuse" werden müssen??? Im Übrigen denke ich, dass unsere Kanzlerin das trägt, was sie tragen möchte und nicht, was sie vermeintlich tragen muss, um sich in der Herren-dominierten Welt der Politik durchzubeißen. Es gibt eben auch Frauen, die nicht körperbetont und mit Highheels gekleidet sein möchten. So viel zu Offenheit anderen gegenüber. ;o) Liebe Grüße, Tom

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Anonymous

Geschrieben

Grade weil wir heutigen Frauen selbstbewußt sind, können wir tragen was wir wollen! Mal sportlich, mal elegant, mal sexy! Nicht immer nur Selters, sondern auch mal Champagner! P.S.: Und auch unserer Kanzlerin würde ein wenig mehr Vielfalt in Sachen Kleidung gut tun!

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Anonymous

Geschrieben

Liebe Marie-Rose, als Mann kann ich nur 100%-ig zustimmen. Einerseits zeugt nach meiner Meinung ein selbstbewusster weiblicher Auftritt ja genau davon, dass du stolz darauf bist, eine Frau zu sein, und was für eine dazu! Stolz auf das eigene Geschlecht und das eigene Aussehen ist doch keine Schwäche. Sich von anderen auf das Erscheinungsbild reduzieren zu lassen, spielt sich auf einer zweiten, aber eben anderen Ebene ab. Liebe Grüße Marian

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Anonymous

Geschrieben

Schon Lessing schrieb "kein Mensch muss müssen", und der Umkehrschluss lautet "jeder Mensch darf dürfen". Ich als bekennender Mode-Muffel lasse mir auch nicht vorschreiben, was ich zu tragen habe und was nicht. Ebenso du: auch und gerade als emanzipierte Frau. Probleme entsteht erst dadurch, dass Außenstehende in die Kleidung anderer Menschen etwas hineininterpretieren wollen, wobei sie oft von sich auf andere schließen. Bekanntestes Beispiel sind die Kopftücher bei Muslimas, wo alle immer ganz genau wissen, dass diese Kopftücher eine Unterdrückungsmaßnahme bedeuten und gegen den Willen ihrer Trägerinnen getragen werden müssen. Ebenso kann man HighHeels als Unterdrückungsmaßnahme ansehen: die Frauen riskieren deformierte Füße, Haltungsschäden und Arthrose, nur um den Männern zu gefallen, die nun mal lange Beine attraktiv finden. Da aber niemand in den Kopf eines anderen Menschen hineinschauen kann, sollte sich auch niemand ein Urteil darüber anmaßen, aus welchen Gründen ein andere Mensch dies oder das tut oder lässt.

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