Viele kennen es: Das beste Stück steht zwar wie eine Eins, aber er kann nicht kommen.
Natürlich kann es dafür eine Vielzahl von Gründen physischer und psychischer Natur geben, eine Ursache kann aber auch sein, dass der Penis einfach schon überreizt ist.
Oft hilft dann nur noch ein Reset.
Den Druck rausnehmen, abwarten, den Schlauch wieder aufrollen und noch mal von vorne anfangen – und dann hoffen, dass der Herr nun nicht in „Panik“ gerät und sein Kopf das Spiel verhindert.
Das geht aber nur dann, wenn auch noch ausreichend Zeit vorhanden ist.
Und das ist oft das grundlegende Problem:
Der Herr hat eine bestimmte Zeit bezahlt und möchte die auch möglichst voll ausnutzen.
Also nicht "schon" nach einer halben Stunde abspritzen, wenn er eine Stunde gebucht hat, denn es sind ja noch 30 Minuten übrig. So wird dann manchmal rausgezögert und rausgezögert, bis gar nix mehr geht und die Zeit um ist – und die Situation, dann (trotz „Nachspielzeit“) irgendwann sagen zu müssen „sorry, time over“, ist doch echt unangenehm.
Klar könnten wir Mädels jetzt sagen: „Selber Schuld“, aber die meisten Mädels fühlen sich nicht wirklich gut dabei. Schließlich möchte man ja einen guten Job abliefern, der Herr hat nicht wenig Geld bezahlt und soll dafür ja auch etwas bekommen.
Die Emanzipation der Frau beinhaltet eben auch, dass wir uns verantwortlich fühlen, wenn er nicht gekommen ist und für die meisten Damen hier – mich eingeschlossen - ist es schon so etwas wie ein Gütezeichen und wir freuen uns, wenn der Herr deutlich sichtbar zum Orgasmus kommt.
Kommt er nicht, dann bleibt nicht nur ein blödes Gefühl zurück, oft stellen wir uns dann auch die Fragen:
„War ich nicht gut genug?“
„Habe ich ihm nicht gefallen?“
„Habe ich etwas falsch gemacht?“
„Was kann ich besser machen?“
Doch gerade von älteren Herren, die nicht mehr unter dem Druck stehen, der Starspritzer sein zu müssen, hört man oft, dass es ihnen gar nicht so wichtig ist, unbedingt zum Orgasmus zu kommen; sie genießen lieber die gemeinsame Zeit, den Sex, die Erotik, das Reden, Kuscheln, Streicheln, vielleicht noch eine Massage.
Ich hatte mal die Situation, dass ein Herr, während ich ihn ritt, so angestrengt zum Fenster hinaus sah, dass ich schon ganz unsicher wurde...
Was ist da draußen, guckt da einer rein?
Also habe ich ebenso angestrengt zum Fenster hinausgeschaut, konnte aber nichts sehen.
(War bestimmt ein Bild für Götter.)
Irgendwann war ich so verwirrt, dass ich ihn gefragt habe, was denn da draußen wäre.
Seine Antwort: „Gar nichts, ich versuche mich nur abzulenken, damit ich nicht jetzt schon komme ... ach, aber sche** drauf, das ist so geil, ich will nimmer warten“.
Im Nachhinein war ich froh, dass er nicht angefangen hat, das große Einmaleins aufzusagen. Hehe
Er erklärte mir dann hinterher, dass es sich für ihn nur nach einem „halben Orgasmus“ anfühlt, wenn er kommt, obwohl er es unterdrücken will.
Also, dann doch lieber die erste Explosion genießen und noch eine zweite Runde nachlegen.