In unserem Wiki devot lernst Du, dass “devot” die Hingabe gegenüber etwas Höherem bedeutet. Dies kann eine Sache sein oder eine Person. Im sexuellen Sinne bedeutet es “ein sich öffnen”. Es ist aber keinesfalls mit “unterwürfig” zu verwechseln, auch wenn diese Begriffe häufig dem Sinn nach verwechselt werden.
Die historische Bedeutung des Begriffs devot
Der Begriff hat seine Wurzel in Devotion, womit der engagierte Einsatz einer Person für eine Sache gemeint ist, die höchsten persönlichen Wert besitzt. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen von devotio ab, womit die Selbstopferung gemeint ist und Ausdruck in der christlichen Theologie findet. In den verschiedenen Weltreligionen erfuhr der Begriff ähnliche Bedeutungen. Im Judentum ist damit die Hingabe des Gläubigen beim Gebet gemeint. Im Christentum ist damit auch die Gottergebenheit und Frömmigkeit gemeint, die die Grundlage dafür bildet, die Gnade Gottes zu erfahren. Auch im Islam bedeutet der Begriff Islam die Hingabe an Gott.
Devot-ionalien sind Souvenirs
Als Devotionalien bezeichnet man Gegenstände, die die Förderung der Frömmigkeit anregen sollen. Das können Kreuze, Kruzifixe, Ikonen, Heiligenfiguren oder Rosenkränze sein. Meist sind die Zentren für Devotionalienhandel zugleich Wallfahrtsorte, wo Gläubige hinpilgern. Damit gleichen Devotionalien Souvenirs, die als Erinnerungsstücke festgehalten werden. Die umgangssprachliche Bedeutung der Hingabe bedeutet, dass sich ein Mensch mit Liebe und Engagement einer Sache widmet. In der modernen Arbeitspsychologie bezeichnet es die Motivation eines Mitarbeiters, sich für ein Unternehmen einzusetzen. Hier spricht man von “organisational commitment”, wobei im Englischen commitment gleichbedeutend ist mit Hingabe und Bindung.
Das Verständnis der sexuellen Hingabe
Sexuelle Hingabe bedeutet den passiven Akt des Geniessens und des sich Davon-tragen-lassens. In der Philosophie Kants bedeutet es auch das sich einander Hingeben bei einem Geschlechtsakt. Was bedeutet es aber in der Sexarbeit? Und was wird dem Kunden damit signalisiert? Meist wird in diesem Zusammenhang der Begriff devot als unterwürfig verstanden. Inwieweit kann man sich aber einem Fremden hingeben und nicht nur körperliche, sondern auch emotionale Nähe zulassen? Ist das aus Sicht einer Sexarbeiterin überhaupt erwünscht? Oder ist da ein konkretes Rollenspiel gemeint, das im BDSM eher aufgehoben ist? Hier wird auch häufig von einem passiven Part gesprochen, der dominiert wird.  Klar sollte sein, dass der Begriff doch am besten mit Hingabe bzw. hingebungsvoll zu übersetzen ist.  

 

Wie schaut es aus mit Euren Erfahrungen beim Thema Hingabe? Und warum ist dieses Rollenspiel so sexy? Teilt uns Euer Experten-Wissen über BDSM im Kommentarbereich mit. Erfahrungen von Sexperten  

 

 

 

Written by Kaufmich Team


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